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Ein besondere Sammelgebiet: Orden und Ehrenzeichen

Orden haben Wert

Seit Jahren erfreut sich das Sammeln von Orden einer steigenden Beliebtheit. Die Wissenschaft der Ordenskunde (Phaleristik) geht aber weit über die Beschäftigung mit nur Orden hinaus. Ebenso zählen Medaillen, Etuis, Verleihungsurkunden oder auch Schärpen dazu.

Das Sammeln von Orden erfreut sich einer zunehmenden Beliebtheit. Staatliche und private Institutionen und Organisationen geben diverse Auszeichnungen heraus (Bundesverdienstkreuz, Roter Adlerorden, Medaillen des internationalen Roten Kreuzes etc.). Diese Orden und Ehrenzeichen sind Anerkennungen für besondere Leistungen des Trägers oder auch der Zugehörigkeit einer besonderen Personengruppe. Neben dem äußerlich erkennbaren Status sind damit zusammenhängende weitere Privilegien nicht immer ersichtlich.

Der Wert von Orden und Ehrenzeichen ergibt sich aus unterschiedlichen Komponenten. Einerseits sind die künstlerische Gestaltung und das Alter des Objektes wichtig und andererseits sind Material (Blech, Silber, Gold, Eisen etc.) und Aufwand der Ausführung (Verzierung mit Edelsteinen, Emaillierung usw.) zu beachten. Wem und wofür die Auszeichnung verliehen wurden zählt zu den wertbestimmenden Faktoren dazu. So sind z.B. die zur Auszeichnung gehörenden Urkunden und Schreiben und auch Etuis als Belege wichtig. Oftmals sind dies selbst eigenständige Kunstwerke in Form von Autografen.

Der Wert von Orden

Entscheidend für den Wert ist selbstverständlich der Zustand des Objektes und auch die Häufigkeit der Verleihung einer solchen Auszeichnung.  Der kundige Sammler ist in der Regel auch an den historischen Zusammenhängen und Vorgängen interessiert. Dadurch ergibt sich eine breite Palette von Sammlungsrichtungen. Hierbei können geografische und historische Aspekte sowie Personen, Anlässe und Ereignisse zugrunde liegen. Orden und Ehrenzeichen wurden weltweit in fast allen Epochen verliehen. Die Ordenskultur erreichte in den deutschen Herzog- und Fürstentümern (Reuss, Braunschweig, Hannover, Oldenburg, Sachsen etc.) ein besonders hohes Niveau. Das Angebot ist vielfältig und bedarf weitreichender Sachkenntnisse. Je nach Objekt gibt es einen auf dieses Sammelgebiet spezialisierten Kunst- und Auktionsmarkt.

Die Ordenskultur in Deutschland

Häufig verliehene Orden, wie der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Bruststern zum Großkreuz, Silber vergoldet) sind schon zwischen 150 bis 400 € erhältlich. Seltene Orden wie der Hausorden der Treue des Hauses Baden hingegen kosten auch mal 5.000 bis 10.000 €. Raritäten wie der Bayerische Militär-Verdienstorden erster Klasse mit Schwertern wurde schon für über 20.000 € gehandelt. Die Preise für historische Einzelstücke steigen seit Jahren. Die Käufer für diese Sammelobjekte sind zumeist eine internationale Kundschaft. Aber wie in jedem Bereich des Kunstmarktes gibt es auch bei Orden und Ehrenzeichen Fälschungen.

Zu den ausgabefreudigsten Staaten bei Orden und Ehrenzeichen zählte die untergegangene DDR. Die Nachfrage nach diversen Objekten zieht kontinuierlich an und die Preise steigen. Massenauszeichnungen (Verdienter Aktivist und ähnliche) spielen zwar keine Rolle, aber für die Medaille „Held der Arbeit“ von 1950 mit Unterschrift von Walter Ulbricht auf der Verleihungsurkunde sind 17.000 € fällig.


 
Fazit: Für den historisch interessierten Sammler können Orden und Ehrenzeichen ein spannendes und lukratives Sammelgebiet sein. Qualität, Material, Provenienz und Seltenheit entscheiden über die Preisentwicklungen der Auszeichnungen.
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