Palladium: Kräftiger Preisanstieg
Der Palladiumpreis zieht kräftig an. Der Preis für das silberweiß glänzende Edel- und Industriemetall steigt in dieser Woche auf 1.154 US-Dollar je Unze und klettert damit auf ein frisches Jahreshoch. Allein seit Monatsbeginn hat sich Palladium damit um mehr als 15% verteuert. Während der vergangenen drei Monate beträgt der Kursanstieg satte 35%. Am Palladiummarkt geht bereits seit längerer Zeit die Angst vor Versorgungsengpässen um. Diese Befürchtungen haben sich nun noch einmal verstärkt.
Die Vereinigten Staaten haben die G7-Länder aufgefordert, Sanktionen gegen russisches Palladium und Titan in Betracht zu ziehen. Palladium und Titan sind strategische Materialien für zahlreiche militärische Anwendungen sowie für Computerchips. Die USA haben russisches Titan bereits auf die schwarze Liste gesetzt. Sie westlichen Regierungen hatten die russischen Lieferungen bislang aber nicht unterbrochen, da dies zu einer massiven Störung der Lieferketten und der globalen Märkte führen würde.
Rückenwind aus Frankreich
Zusätzlicher Rückenwind kommt für Palladium aus Frankreich. Dort plant die Regierung ab 2025 die Subventionen für Elektrofahrzeuge erheblich zu reduzieren. Die Einschnitte, die Teil der Haushaltskonsolidierung sind, könnten die Nachfrage nach Elektroautos bremsen und die Nachfrage nach Verbrennern stärken. Dies dürfte am Palladiumpreis nicht spurlos vorbei gehen, da Verbrennungsmotoren auf Katalysatoren angewiesen sind, die Palladium enthalten. Aus charttechnischer Sicht hat Palladium mit dem Anstieg über die 1.100-Dollar-Marke eine wichtige technische Hürde genommen. Als nächstes dürfte der Kursbereich zwischen 1.200 und 1.300 US-Dollar je Feinunze angepeilt werden.
Fazit: Der Palladiummarkt engt sich weiter ein. Die Bodenbildung bei Palladium ist mit dem nachhaltigen Anstieg über die Marke von 1.100 US-Dollar je Feinunze abgeschlossen.
Empfehlung: Mit einem ungehebelten Palladium-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 PB8 PAL 7) können Anleger von steigenden Palladiumpreisen profitieren.