Palladium-Preisanstieg irritiert
Auf dem Palladiummarkt sinkt die Nachfrage. Der Nachfragerückgang aus der Automobilindustrie dürfte das zweite Jahr in Folge um 5% fallen. Die Nachfrage soll insgesamt um 3% auf 9,42 Mio. Unzen zurückgehen. Dennoch dürfte der Palladiummarkt ein physisches Angebotsdefizit (ohne ETF-Nachfrage) von 254.000 Unzen aufweisen. So lautete die Prognose des auf Edelmetalle spezialisierten Beratungsunternehmens Metals Focus. Im vergangenen Jahr lag dieses Defizit aber noch bei 407.000 Unzen.
Beeinflusst durch den Palladiumpreis
Dass das Angebotsdefizit nicht noch geringer ausfällt, liegt an dem gleichzeitig erwarteten Rückgang des Angebots um 2% auf 9,16 Mio. Unzen. Das Palladiumangebot wird durch das niedrige Preisniveau gebremst. Laut Schätzungen von Metals Focus waren im vergangenen Jahr rund 16% der Produktion von Platinmetallen verlustbringend. Das führte zu Produktionskürzungen und Kosteneinsparungsmaßnahmen seitens der Minenbetreiber.
Im Gegensatz zum Vorjahr dürfte es in diesem Jahr jedoch zu keinem positiven Angebotsimpuls durch den Rückgriff auf bislang nicht verarbeitete Erze kommen. Folglich dürfte die Minenproduktion von Palladium in diesem Jahr um 6% sinken.
Palladiumbestand auf Tiefpunkt
Die oberirdischen Palladiumbestände fielen laut Metals Focus im vergangenen Jahr dennoch auf 11,3 Mio. Unzen und damit auf den tiefsten Stand seit 50 Jahren. Allerdings decken diese weiterhin den Bedarf von etwa 14 Monaten. Für den Palladiumpreis dürfte es somit so schnell nicht nach oben gehen.
Fazit: Der Palladiumpreis ist zwar kürzlich angesprungen, dürfte jedoch schon bald wieder Schwung verlieren. Die Angebots- und Nachfragesituation spricht nicht für steigende, sondern für weiter fallende Kurse. Mit dem WisdomTree Palladium 1x Daily Short – ETF (ISIN: IE 00B 94Q LR0 2) können Anleger davon profitieren.