Pilotprojekt: Telemedizin und Einkaufen
Interessante Shop-in-Shop-Innovation von Kaufland: Im baden-württembergischen Mosbach wurde in einer Kaufland-Filiale der erste telemedizinische Standort im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland eröffnet. Kunden können dort ihren Einkauf mit einer Arztsprechstunde per Tele-Medizin verbinden.
Telemedizin in der Kaufland-Filiale
Der Medical-Room (54 m2)ist mit einer blick- und schallgeschützten Kabine ausgestattet. Patienten können mit Medizinern der Sana-Klinik sprechen. Diese werden per Video-Screen zugeschaltet. Termine können online oder vor Ort ausgemacht werden. Der Check-in-Prozess läuft in der Regel über das Smartphone oder via Leih-Tablet. Vorab wird geprüft, ob eine Behandlung per Videosprechstunde medizinisch sinnvoll ist. Das telemedizinische Angebot kann für Erst- und Folgeuntersuchungen oder Nachkontrollen in Anspruch genommen werden. Auch präventive Zusatzleistungen für Selbstzahler sind möglich (z. B. ein Life-Style-Check-up).
Dieses digitale Versorgungskonzept ist bisher einzigartig in Deutschland, könnte aber ein erfolgreiches Pilotprojekt werden. Denn Kaufland ist mit 1,1 Mio. m2 Vermietungsfläche einer der größten Vermieter von Handelsflächen in Deutschland. Mit seinem Shop-in-Shop-System offeriert Kaufland mit standortindividuellen Konzepten Ergänzungen zum eigenen Angebot. Das Pilotprojekt in Mosbach am Neckar soll zeigen, wie sich so ein Modell im Alltag bewährt. Bei positiven Ergebnissen könnte das Konzept auf weitere Standorte ausgeweitet werden.
Fazit: Dieser Ansatz könnte auch für andere Handelsflächen in Frage kommen, wenn Kliniken oder Hausärzte einbezogen werden können.