Planungsunsicherheit bei US-Zusatzöllen
Viele deutsche Maschinenbauer müssen neben den generellen US-Zöllen auf Produkte aus der EU auch noch zusätzliche Zölle auf Alu oder Stahl zahlen. Die werden seit dem 18. August von den Maschinenbauern bei Exporte in die USA erhoben. Die Auswirkungen sind so gravierend, dass der Landmaschinenhersteller Krone vorerst keine Geräte mehr in die USA liefert.
Zusätzliche Zölle auf Alu und Stahl
Diese Zölle auf Alu und Stahl liegen bei 50%. Das ist für die Branche sehr teuer und erhöht die Belastung aus den "normalen" Zöllen von 15% erheblich. Etwa 40% aller aus Deutschland in die USA exportierten Maschinen sind von den zusätzlichen Zöllen betroffen. Das Problem für die Branche sind dem Vernehmen nach weniger die zusätzlichen Kosten. Diese verteuern viele Maschinen nur geringfügig. Aber der immense Aufwand zur Ermittlung des Gewichts des in der Maschine verbauten Materials erhöht die Bürokratiekosten deutlich.
Ein weiteres Problem sind die regelmäßigen Überprüfungen der Stahlzölle. Die könnten alle vier Monate Zölle für weitere Bereiche des Maschinenbaus zur Folge haben. Schon im Januar 2026 wird die nächste Überprüfung stattfinden. Das bedeutet eine hohe Unsicherheit für Unternehmen und erschwert die Planung. Hinzu kommt: Die Nutzung von in den USA hergestelltem Stahl oder Aluminiums, ist häufig nicht möglich, weil Maschinenbauer besondere Metall-Qualitäten nutzen.
Deutschland exportiert besonders anspruchsvolle Maschinen in die USA
2024 hat Deutschland Maschinen im Wert von 36 Mrd. Euro in die USA exportiert. In den meisten Fällen werden besonders anspruchsvolle und technisch komplexe Maschinen in die USA exportiert. Dazu gehören Maschinen zur Aufbringung von Schichten auf Oberflächen, für Lithografie oder Lasertechnik in verschiedenen Anwendungen sowie Baumaschinen (besonders spezielle Maschinen, z. B. für den Straßenbau) und Verpackungsmaschinen.
Unter den Zöllen leiden auch viele US-Unternehmen. Viele benötigen diese Maschinen aus Deutschland, werden sie aber absehbar nur teurer, vor allem absehbar aber seltener bekommen. Das hat bereits Proteste der betroffenen US-Unternehmen in Washington ausgelöst.
Fazit: Trumps Zollpolitik trifft den deutschen Maschinenbau besonders hart. Insbesondere die Planungsunsicherheit und der bürokratische Aufwand sind ein gravierendes Problem. Exporteure sollten sich nach anderen Märkten umsehen. Parallel dazu könnten sie ihre US-Abnehmer dazu anregen, das Problem an Washington heranzutragen.