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Zoll-Konflikt bewegt den Platin-Preis

Platin-Defizit wird geringer

© anthonyjhall / Getty Images / iStock
Der Platinmarkt ist erneut unterversorgt, jedoch weniger stark als erwartet. Die Relation könnte sich weiter verschieben, weil die Nachfrage sinkt, aber das Angebot steigt. Dennoch könnte der Platin-Preis steigen.

Der Platinmarkt ist in diesem Jahr laut Prognosen des World Platinum Investment Coucil zum drittem Mal in Folge deutlich unterversorgt. Allerdings soll das Defizit niedriger ausfallen als noch vor einem halben Jahr erwartet wurde. Für das kommende Jahr erwartet der WPIC einen geringfügigen Angebotsüberschuss, weil die Nachfrage um 5,6% zurückgehen soll, während beim Angebot ein Anstieg um knapp 4% erwartet wird. 

Platinnachfrage sinkt, Angebot steigt

Die Abschwächung der Nachfrageseite betrifft fast alle wichtigen Bereiche. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie soll 2026 erstmals seit vier Jahren unter 3 Mio. Unzen fallen. Die Investmentnachfrage soll sich der Studie zufolge im Jahresvergleich halbieren. Der WPIC unterstellt dabei allerdings eine weitere Beruhigung des Zollkonflikts. Sollte es hier zu einer neuerlichen Eskalation kommen, könnte die Investmentnachfrage stärker ausfallen und der Platinmarkt somit auch im nächsten Jahr ein geringeres Angebotsdefizit aufweisen. 

Aus charttechnischer Sicht ist der Aufwärtstrend bei Platin unverändert intakt. Seit dem Jahrestief Anfang April bei rund 880 US-Dollar je Feinunze hat sich der Platinpreis auf zuletzt 1.685 US-Dollar je Feinunze nahezu verdoppelt. Die nächste technische Hürde auf dem Weg nach oben liegt bei rund 1.750 US-Dollar je Feinunze. Gelingt der Anstieg über dieses Kursniveau, winken neue Höchstkurse. Der Zinssenkungstrend der US-Notenbank Fed stützt ebenfalls das Edelmetall.

Fazit: Der Platinmarkt bleibt unterversorgt weiter unterversorgt. Das dürfte die Preise stützen. Mit einem ungehebelten Platin-ETC (Beispiel ISIN: IE 00B 4LH W6 2) können Anleger von steigenden Platinpreisen profitieren.

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