Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
3382
Kernenergie für Polen

Polen will 6 Kernkraftwerke bauen

Atomkraft für Polen mit 6 neuen Werken. Bildquelle: Pixabay
Stärker als alle anderen EU-Länder ist Polen nach wie vor in der Stromversorgung auf die Steinkohle angewiesen. Auf sie entfielen 2019 satte 74% des Stroms. Das kann aber wegen der CO2-Belastungen nicht so weitergehen. In dieser Situation wählt Polen die Kernenergie.

Das polnische Klima-Ministerium hat eine neue Energie-Strategie für das Land angekündigt. Kernstück soll dabei der Ersatz von Steinkohle durch Kernenergie sein. Polen verfügt bisher über kein Kernkraftwerk. Das schreibt uns unser Korrespondent zum Auftakt der dieses Mal virtuell veranstalteten Welt Kernenergie-Konferenz in London.

Im vergangenen Jahr hatte Polen noch 74% seiner Elektrischen Energie mittels Kohle erzeugt. Mehr als 100.000 Menschen arbeiten derzeit noch im polnischen Kohlebergbau. Nach den Plänen des Klima-Ministeriums soll die Kohle-Quote an der Stromerzeugung bis zum Jahre 2030 auf zwischen 37% und 56% zurückgehen. Danach soll sie noch einmal bis 2040 auf 11% bis 28% sinken.

Sechs neue Kernkraftwerke geplant

Die hohen Unterschiede zwischen den  Mindest- und Höchstwerten in den Stichjahren erklären sich aus der Höhe des CO2-Preises. Je stärker der Preis in die Höhe geht, desto unwirtschaftlicher wird die Kohle-Verstromung.

Vom Klima-Ministerium sind Investitionen von zunächst 40 Mrd. Dollar in die Kernenergie vorgesehen. Etwa ein Drittel dieser Gesamtsumme soll aus den EU-Geldern aufgebracht werden, die Polen nun zufließen. Dabei soll das erste Kernkraftwerk im Jahre 2033 in Betrieb gehen. Insgesamt sind sechs Kernkraftwerke geplant, die von 2033 an im Abstand von jeweils zwei bis drei Jahren ans Netz gehen sollen.

Staat übernimmt Kohleindustrie

Um den Versorgungsunternehmen den Übergang zu neuen Energien zu erleichtern, plant die polnische Regierung die Übernahme aller Kohlebeteiligungen aus ihrem Besitz in die Hände des Staates. Die Versorger planen die Ausweitung der Windstrom-Erzeugung bis zum Jahre 2030 auf 5.9 GW und bis 2040 auf dann 8 bis 11 GW.

Fazit: Deutschland liegt in absehbarer Zeit zwischen zwei großen Kernenergie-Nutzern, Frankreich und Polen. Das wird über den Strompreis auch Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit mancher Industrien (Stahl, Aluminium) haben.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Berufstätige haben nicht viel Zeit

Geld zurück für verschobene Fortbildung

Leerer Seminarraum mit Stühlen und großer Fensterfront. Copyright: Pixabay
Gutscheine für verschobene Konzerte, Theater oder Fußballspiele müssen Ticketkäufer akzeptieren, so will es das Gesetz zur ‚Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie für Freizeitveranstaltungen‘. Für Events im beruflichen Kontext wie Fortbildungen, Seminare, Fachmessen und Kongresse gelten dagegen andere Spielregeln.
  • Fuchs plus
  • Japan fährt eine erfolgreiche Corona-Strategie

Omikron kann Yen nichts anhaben

Mehrere Banknoten japanischer Yen. Copyright: Pixabay
Japan setzt bei seiner Omikron-Strategie auf Härte. Der asiatische Inselstaat schließt seine Grenzen - die Zahl der Neuinfektionen ist verschwindend gering. Gleichzeitig erschweren Grenzschließungen den Handel. Welcher Faktor wiegt schwerer für den Yen?
  • Fuchs plus
  • TOPS 2022: Brandschutzmauer fürs Vermögen

Globalance Bank setzt nachhaltig auf Gold

Hand hält eine grüne Erde. Symbolbild Nachhaltigkeit. Copyright: Pixabay
Die Globalance Bank ist auf das Engste mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ liiert. Verkörpert wird dieses durch ihren CEO Reto Ringger, der vor zehn Jahren die Schweizer Bank gegründet hat. Globalance greift im Unterschied zu vielen Banken auf einen eigenen Nachhaltigkeitsfilter – der sog. Footprint-Methodik – zurück. Doch das erneut sehr gute Abschneiden in diesem Jahr zeigt, dass die junge Bank ihren Kunden nicht nur „Nachhaltigkeit“ zu bieten hat.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Ukraine bekommt Unterstützung

Frisches Geld für Kiew

Kirche in Kiew, Ukraine. Copyright: Pixabay
Der IWF hat die seit dem letzten Jahr ausstehende zweite Tranche aus dem Beistandsabkommen für die Ukraine freigegeben. Damit erhält die Kiewer Regierung nicht nur frisches Geld aus Washington sondern auch frischen Kredit an anderer Stelle.
  • Fuchs plus
  • Wie geht es weiter mit der Türkischen Lira

Gewinnen mit Erdogan

Türkische Flagge weht vor der Küste von Istanbul. Copyright: Pexels
Der türkische Präsident Erdogan sorgt für einen stabilen Abwärtstrend der Lira. Der hat bereits zu Interventionen geführt. Da der Absturz dank Erdogan weiter geht, rücken weitere Maßnahmen in den Bereich des Möglichen, die Anleger und in der Türkei tätige Unternehmen im Blick haben müssen.
  • Fuchs plus
  • Japan fährt eine erfolgreiche Corona-Strategie

Omikron kann Yen nichts anhaben

Mehrere Banknoten japanischer Yen. Copyright: Pixabay
Japan setzt bei seiner Omikron-Strategie auf Härte. Der asiatische Inselstaat schließt seine Grenzen - die Zahl der Neuinfektionen ist verschwindend gering. Gleichzeitig erschweren Grenzschließungen den Handel. Welcher Faktor wiegt schwerer für den Yen?
Zum Seitenanfang