Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
763
Maastricht-Kriterium ab 2020 erfüllt

Überschüsse drücken Schuldenstand

Im Jahr 2020 wird Deutschland erstmals das Maastricht-Kriterium erfüllen. Die Staatseinnahmen steigen an. Damit können Schulden abgebaut werden, wenn das Geld nicht anderweitig verwendet wird.
Erstmals seit der Euroeinführung wird Deutschland 2020 das Maastricht-Kriterium von 60% Schuldenstand am BIP erfüllen. Dies ergibt sich aus der Projektion des Bundesfinanzministeriums zur Entwicklung der öffentlichen Finanzen von Bund, Ländern und Gemeinden zwischen 2016 und 2021. Das Defizit sinkt demnach von 68,3% bis auf 56% des BIP (2021). Möglich wird dies durch laufende jährliche Überschüsse von 0,5% bis 0,75%. Die Staatseinnahmen steigen zwischen 2016 und 2021 von 860 Mrd. Euro auf 999 Mrd. Euro. Die Überschüsse summieren sich auf 110,6 Mrd. Euro. Rechnerisch könnte damit der Schuldenstand von jetzt knapp 2 Billionen Euro entsprechend abgebaut werden. Wahrscheinlicher wird der Geldsegen aber zu großen Teilen anders verwendet. Zu denken ist an den stufenweisen Abbau des Solidaritätsbeitrags und weiter steigende Zuschüsse an die Renten- und Krankenversicherung und ein bisschen Steuerentlastung. Deutschland setzt damit Maßstäbe in der Eurozone. Der Schuldendurchschnitt hier liegt aktuell bei 90%. Bedenklich: 2010 betrug die deutsche Schuldenlast 80,6% vom BIP, der Durchschnitt in der Eurozone 85%. Die gravierendsten Schuldenmacher sind Frankreich – von 81,6% auf 99%, Italien von 115% auf 133% und Spanien von 60,1% auf 96% des BIP.

Fazit: Die Verwerfungen in der Eurozone haben sich gemessen am Schuldenstand deutlich erhöht und wachsen weiter. Das hat politische Sprengkraft.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • In aller Kürze

Eigentümerliste ohne Email

Verwalter von Wohnungsteigentümer-Gemeinschaften müssen auf Verlangen von Eigentümern bestimmte Daten herausgeben. Doch welche?
  • Fuchs plus
  • Liechtensteinische Landesbank AG, TOPS 2020: Beratungsgespräch

Modern und flexibel

Die Liechtensteinische Landesbank konnte im Beratungsgespräch überzeugen. Copyright: Verlag FUCHSBRIEFE
Im konservativen Private Banking hat der Einsatz technischer Hilfsmittel noch immer Seltenheitswert. Bei der LLB treffen wir auf zwei junge, hochmotivierte Berater, die ihre Themen mithilfe von Powerpoint und Bildschirm gut zu veranschaulichen wissen. Auch ein digitales Tool zur Bestimmung des Anlegertyps zeigt, dass das Haus im digitalen Zeitalter angekommen ist. Im Beratungsprozess sehen wir kundenorientiertes und auf unsere Situation abgestimmtes Private Banking mit flexiblen Ideen zur Integration unserer verschiedenen Ziele. Hier würden wir unser Geld durchaus anlegen.
  • Fuchs plus
  • Rechtschreibreform hat großes Durcheinander verursacht

Ich will mein „daß“ zurück

Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber © Verlag Fuchsbriefe
Die Rechtschreibreform von 1996 sollte der Vereinfachung dienen. Mehr als 20 Jahre danach lässt sich festhalten: Sie hat vorwiegend zu Regellosigkeit geführt. In zahlreichen Fällen sind heute Schreibvarianten erlaubt. Nur beim dass nicht. Dabei wäre es hier besonders angebracht, findet FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Ralf Vielhaber
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Kupfer ist der Konjunktur voraus

Die Auswirkungen des Handelskriegs werden spürbar

Kupfer gilt als guter Vorlaufindikator zur Bewertung der Weltkonjunktur. Seine aktuelle Schwäche ist daher nicht nur schlecht für Kupfer-Investoren, sondern ein Warnzeichen für die globale Ökonomie. Entscheidend wird sein, ob er seine Unterstützungen hält oder ob er sie reißt.
  • Fuchs plus
  • Ernteschätzungen aus den USA haben den Mais-Preis nach unten getrieben

Jetzt beim Mais auf die Lauer legen

Die Ernteprognosen sind besser ausgefallen als erwartet. Cpyright: Pixabay
Beim Agrarrohstoff Mais bricht der Preis ein. Die Ernteprognosen fallen optimistischer aus als zuletzt erwartet. Doch Investoren sollten nun eine andere Entwicklung im Blick haben. Wir prognostizieren, wo der Preisverfall sein Ende finden wird.
Zum Seitenanfang