Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
575
Auf dem Weg zum autoritären Kapitalismus

China: Machtsicherung statt Fortschritt

China festigt die Strukturen auf dem Weg zum autoritären Kapitalismus. Um die Macht der Partei abzusichern, werden auch Stillstand und Rückschritt in der wirtschaftlichen Entwicklung hingenommen.
In China sind vorerst keine weiteren Reform- und Liberalisierungsschritte zu erwarten. Das ist seit der turnusmäßigen Parteikonferenz der (ehemals) kommunistischen Partei Chinas klar. „Stabilität“ wird zum ultimativen Ziel der Politik. Dahinter muss auch der wirtschaftliche Erfolg zurückstehen. Die Herrschaft der Partei wird unter allen Umständen verteidigt, die Repression dürfte sich noch verschärfen. Die vertraglich abgesicherte Sonderstellung Hongkongs wird weiter ausgehöhlt. Der Zugriff der Politik auf die Wirtschaft wird nicht gelockert. Nennenswerte neue Privatisierungspläne wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Stattdessen wird die konsequente Kontrolle der Informationsflüsse in allen Medien eher noch ausgebaut. Vorrang hat der aggressive Ausbau des chinesischen Machtbereichs. Ein Beispiel dafür ist der Inselstreit. Die in diesem Zusammenhang immer schrilleren nationalistischen Parolen sollen offenbar die fadenscheinig gewordenen kommunistischen ersetzen und als neuer ideologischer Kitt fungieren. Das Beharren auf alten Strukturen deutet sich auch in den aktuellen Daten an. Die Kapitalbildung (+8,3%) legt immer noch stärker zu als das BIP (um 6,5%). Die Stahlproduktion wächst gegen den Trend der Industrie insgesamt weiter, während die Umsatzzuwächse der Einzelhändler abflachen (+10,4% nach +11%). Und auch die Handelsbilanz zeigt das gewohnte Bild.

Fazit: Strukturreformen, die den gewaltigen Überhang der finanziellen Ersparnis der chinesischen Haushalte beseitigen könnten, sind nicht in Sicht. Es wachsen die Ungleichgewichte und damit die Risiken.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • UBS Europe SE, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Die UBS enttäuscht (erst) am Ende

Die UBS Europe hat die grüne Ampel verdient.
Auf ihrer Internetseite trägt die Bank ordentlich auf: „Wir bei UBS Wealth Management haben eine klare Mission: Wir arbeiten mit Ihnen an einer besseren Zukunft - für Ihre Anlagen, für Ihr Unternehmen und schließlich auch für Ihre Familie." Uns würde erst mal eine gute Vermögensberatung reichen. Die bekommen wir durchaus. Aber am Ende ...
  • Fuchs plus
  • Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Theseus im Labyrinth – ohne Ariadne-Faden

Die Ampel der Deutschen Apotheker- und Ärztebank steht auf Rot.
Anders als der Name vermuten lässt, richtet sich das Private Banking-Angebot der Deutschen Apotheker- und Ärztebank nicht nur an Angehörige der Heilberufe. Sie stellen zwar die Hauptzielgruppe dar, aber als Freiberufler freuen wir uns auf "eine Bank, die genau versteht, in welcher Verantwortung" Selbständige stehen, so das Werbeversprechen. Am Ende steht die Erkenntnis, dass Angehörige aller Berufe von diesem Haus besser die Finger lassen, wenn es um Vermögensverwaltung geht.
  • Fuchs plus
  • NASPA Nassauische Sparkasse, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Viel geredet, wenig Ertrag

Die Ampel der NASPA steht auf Rot.
Die Nassauische Sparkasse gehört zu den zehn größten Sparkassen Deutschland. Selbstbewusst nimmt sie auf der Startseite ihrer Website nicht nur Privat- und Firmenkunden ins Visier, sondern bietet auch das Private Banking an. „Verlässlichkeit, Vertrauen und hohe Qualitätsansprüche prägen unser Handeln seit über 176 Jahren. Passioniert und professionell analysieren, optimieren und verwalten wir Vermögen", wirbt die Naspa. Das weckt unser Interesse. Wir müssen erleben, dass die Nassauische Sparkasse an ihren eigenen Ansprüchen scheitert.
Neueste Artikel
  • Die besten Vermögensverwalter beim 15. Private Banking Gipfel 2018

Doppelter Triumph für Gutmann

Dr. Jörg Richter, FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ, übergibt den Private Banking Award 2019 an Robert Striberny (r.), Partner bei der Bank Gutmann für Rang 1 in der Ewigen Bestenliste (Bild l. Alfred Oberläuter, daneben Franz Ecker, beide Gutmann). ©Boussouar
Mit einem doppelten Triumph ließ sich gestern Robert Striberny, Partner im Bankhaus Gutmann, feiern. Die Bank eroberte Platz 1 der besten Vermögensverwalter im Markttest der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ und verteidigte den Spitzenplatz der Langzeitwertung »Ewige Bestenliste« der Vermögensmanager, die auf mittlerweile 17 Markttests unter 362 Anbietern im deutschsprachigen Raum beruht.
  • Fuchs plus
  • Die Blockchain im Unternehmen nutzen (4)

Eine für alle: Die zentrale digitale Identität auf der Blockchain

Passwortflut durch unzählige digitale Identitäten © Picture Alliance
Jedermann hat im Schnitt derzeit 130 digitale Identitäten. Das bringt nicht nur einen Wust an Benutzernahmen und Passwörtern mit sich. Es verhindert die Kontrolle über die eigenen Daten und auch Integrität. Mit der Blockchain ließe sich das ändern.
  • Fuchs plus
  • Gute-Laune-Nachrichten vom 19. November 2018

Amerika verbreitet gute Laune für die Konjunktur

In Europa gehen die positiven Konjunkturnachrichten deutlich zurück. Dennoch gibt es keinen Grund, „den Kopf in den Sand zu stecken". Insbesondere von einem Kontinent kommen weiter positive Nachrichten.
Zum Seitenanfang