Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
637
Auf dem Weg zum autoritären Kapitalismus

China: Machtsicherung statt Fortschritt

China festigt die Strukturen auf dem Weg zum autoritären Kapitalismus. Um die Macht der Partei abzusichern, werden auch Stillstand und Rückschritt in der wirtschaftlichen Entwicklung hingenommen.
In China sind vorerst keine weiteren Reform- und Liberalisierungsschritte zu erwarten. Das ist seit der turnusmäßigen Parteikonferenz der (ehemals) kommunistischen Partei Chinas klar. „Stabilität“ wird zum ultimativen Ziel der Politik. Dahinter muss auch der wirtschaftliche Erfolg zurückstehen. Die Herrschaft der Partei wird unter allen Umständen verteidigt, die Repression dürfte sich noch verschärfen. Die vertraglich abgesicherte Sonderstellung Hongkongs wird weiter ausgehöhlt. Der Zugriff der Politik auf die Wirtschaft wird nicht gelockert. Nennenswerte neue Privatisierungspläne wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Stattdessen wird die konsequente Kontrolle der Informationsflüsse in allen Medien eher noch ausgebaut. Vorrang hat der aggressive Ausbau des chinesischen Machtbereichs. Ein Beispiel dafür ist der Inselstreit. Die in diesem Zusammenhang immer schrilleren nationalistischen Parolen sollen offenbar die fadenscheinig gewordenen kommunistischen ersetzen und als neuer ideologischer Kitt fungieren. Das Beharren auf alten Strukturen deutet sich auch in den aktuellen Daten an. Die Kapitalbildung (+8,3%) legt immer noch stärker zu als das BIP (um 6,5%). Die Stahlproduktion wächst gegen den Trend der Industrie insgesamt weiter, während die Umsatzzuwächse der Einzelhändler abflachen (+10,4% nach +11%). Und auch die Handelsbilanz zeigt das gewohnte Bild.

Fazit: Strukturreformen, die den gewaltigen Überhang der finanziellen Ersparnis der chinesischen Haushalte beseitigen könnten, sind nicht in Sicht. Es wachsen die Ungleichgewichte und damit die Risiken.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • WALSER PRIVATBANK | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

WALSER PRIVATBANK: Weitblick, in der Tat

Die WALSER PRIVATBANK erhält in der Gesamtwertung das rating »Sehr gut«.
„Individuelle Beratung, keine Patentrezepte", und „Zukunft braucht feste Wurzeln", wirbt die Walser Privatbank. Und tatsächlich zeigt das Haus aus dem Kleinwalsertal, dass auch im Zeitalter von MiFID Private Banking eine eindeutig individuelle Dienstleistung sein kann.
  • Fuchs plus
  • Neue Bank AG | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Neue Bank: Verliebt in Text und gute Lösungen

Die Neue Bank AG erhält in der Gesamtwertung das rating »Gut«.
Seit 1991 ist die Neue Bank inzwischen am Markt und sieht sich selbst in der Tradition einer klassischen Privatbank. Dem wird sie auch meistenteils gerecht, wenn da nicht der eine und andere (Anfänger)Fehler wäre.
  • Fuchs plus
  • DZ Privatbank | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

DZ PRIVATBANK S.A.: Kleine Schwächen in der Kür

Die DZ Privatbank erhält in der Gesamtwertung das rating »Sehr gut«.
Die DZ Privatbank schenkt dem Kunden einen fulminanten Auftakt im Beratungsgespräch, an den sie auch zunächst nahtlos mit Gesprächsprotokoll und Anlagevorschlag anknüpft. Doch eine gute, gar herausragende Vermögensstrategie erfordert noch mehr.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Profiteur der US-Sanktionen gegen Russland

Palladiumpreis in luftiger Höhe

Der Palladiumpreis hat sich in bisher nicht bekannte Höhen-Regionen geschoben. Und sich von der Preisentwicklung anderer Metalle vollkommen abgekoppelt. Ein Grund sind die Sanktionen der USA gegen Russland. Wir sagen, wie Anleger profitieren können.
  • Fuchs plus
  • Handelsstreit belastet stark

Kupferpreis von allen Seiten unter Druck

Der Handelsstreit zwischen den USA und China belastet den Kupferpreis stark. Die Konjunktursorgen haben ihn schon länger nach unten getrieben. Jetzt kommt ein angebotsseitiger Faktor hinzu.
  • Fuchs plus
  • Die Tücken eines ICOs für Investoren

Wenn bei der Kryptogeld-Ausgabe „überschüssige Münzen“ entstehen

Bei Initial-Coin-Offerings können Situationen entstehen, die dem Investor nicht gefallen. Bei der „Geldausgabe" entstehen „überschüssige Münzen" (Coins). Das kann zu einem deutlichen Wertverlust führen. Deshalb muss der Anleger vor dem Investment ein Papier ganz genau lesen.
Zum Seitenanfang