Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
252
Raketentests in Nordkorea

Das unbekannte Ziel der Kims

Pjönjang will die Wiedervereinigung mit Südkorea erzwingen. (c) abaca
Nordkoreas Raketentests werden stets so dargestellt, als wolle sich das Regime in Pjöngjang damit auf eine Augenhöhe zu den USA bringen. Tatsächlich verfolgt Diktator Kim eine andere Agenda.
Pjöngjang will die Wiedervereinigung mit Südkorea erzwingen. Nordkoreas Raketentests haben genau dieses eine politische Ziel vor Augen, das im Westen völlig verkannt wird. Dieses Vorhaben wird – so sagt uns einer der wenigen intimen Landeskenner – mit geradezu religiösem Eifer verfolgt und jedem Nordkoreaner von der Wiege bis zur Bahre eingehämmert. Die bisher nicht erfolgte Wiedervereinigung dient zugleich als Rechtfertigung für alle Leiden. Entbehrungen und Ressourcenmangel bzw. deren einseitige militärische Verwendung, werden von der Bevölkerung dafür (gerne) hingenommen. Als größtes Hindernis für den Vereinigungsprozess hat das Kim-Regime die USA erkannt. Sie sind die Schutzmacht des „verbrecherischen Seoul-Regimes“. Vor diesem Hintergrund machen der fortgesetzte Atom-Wahn, die Kontinental- Raketen und die ungeheuerlichen Drohungen gegen die USA einen Sinn. Es geht eben um viel mehr als nur um ein „Auf-Augenhöhe-Sprechen-Wollen“ und Respektiert-werden-wollen. Das Ziel Nordkoreas ist es, die USA mittelfristig aus Südkorea herausdrängen. Dann glaubt man Südkorea mit der eigenen, hochgerüsteten Militärmaschine zur Wiedervereinigung pressen zu können. Die USA, der „bellende Hund“ in der Sprache Pjöngjangs, wird jedenfalls mit Drohungen wenig bis nichts erreichen. Trumps Berater und die internationale Diplomatie werden handeln müssen. Sie werden versuchen (müssen), den US-Präsidenten von seinem Haudrauf-Kurs abzubringen. Nichtsdestotrotz bleibt es für Pjöngjang bei der Motivation, immer neue Raketentest durchzuführen und Drohungen gegen die USA auszustoßen. Eine Eskalation des verbalen Hochrüstens wäre desaströs. Nordkorea würde von der Landkarte verschwinden; der Kollateralschaden wäre erheblich; die Welt stünde unter Schock; die Reaktionen Russlands und Chinas sind kaum verhersagbar; die USA hätten ihre angekratzte Stellung als führende Weltmacht endgültig verspielt.

Fazit: Nordkorea träumt einen Wahn-Traum. Die Großmächte müssen gemeinsam versuchen, Kim und das Land zu wecken. Trumps Administration wird die Zusammenarbeit mit China und Russland suchen (müssen).

Meist gelesene Artikel
  • Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

Raiffeisen Privatbank kommt oft ohne Begründungen aus

Mit insgesamt 74,9 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG ein Gut und Platz 16 in der Gesamtwertung.
Die Raiffeisen Privatbank in Liechtenstein sendet uns ein präzises Protokoll mit den Inhalten des Gesprächs während unseres Besuchs, danach einen Strategievorschlag mit einem Anlagevorschlag für das neue Portfolio. Dabei bleiben jedoch einige Fragen offen;  in einem Aspekt arbeitet das Haus dann aber wieder vorbildlich. 
  • Aktien

Neue Hochs voraus

Die US-Notenbank wird 2018 ihre Zinsen wohl anheben und die Anleihenkäufe reduzieren. Das wird nicht spurlos an den Aktienmärkten vorbeigehen.
2018 beginnt vielversprechend. Der Dow wird von den Auswirkungen der Steuerreform getrieben, der DAX fährt in seinem Windschatten. Die Rally des Vorjahres wird fortgesetzt. Im Verlauf des Jahres dürfte es jedoch turbulenter zugehen.
  • Ausblick 2018

Es läuft (zu) rund

Wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er auf's Eis. Diese Gefahr besteht derzeit wieder. Es läuft rund in der Weltwirtschaft und die Unternehmen haben mächtig Rückenwind bei Zinsen und immer noch auf der Währungsseite. In solchen Zeiten werden die größten Fehler gemacht.
Neueste Artikel
  • Die M&A-Aktivitäten kommen wieder in Schwung

Top-Rahmenbedingungen für Unternehmensübernahmen

Verkäufer von Unternehmen sind in einer komfortablen Ausgangslage. Die US-Steuerreform dürfte zusätzliche Nachfrageimpulse auslösen. Und auch chinesische Unternehmen greifen wieder häufiger zu.
  • ICC veröffentlicht deutsch-englische Musterverträge

Mustervertrag der ICC

Das International Chamber of Commerce hat ein Buch mit international üblichen deutsch-englsich Musterverträgen und praxisnaher Kommentierung herausgebracht.
  • Hauptstadt-Notiz

Warten auf Trump Rede

Das Infrastruktur-Sanierungsprogramm in den USA stockt. Bei Trumps Rede zur Nation am 30. Januar erwartet man neue Informationen.
Zum Seitenanfang