Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1348
Forschung und Entwicklung – Wirtschaftsministerium will Feldtests vereinfachen

Altmaier will Sonderforschungszonen

Der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will den Test von neuen Technologien vereinfachen.
Das Bundeswirtschaftsministerium will den Test von neuen Technologien unter realen Bedingungen vereinfachen. Experimentierklauseln in Gesetzen sollen die Einrichtung von Reallaboren ermöglichen.

Forschende Unternehmen sollen in Sonderforschungszonen künftig mehr Freiheiten haben. Das Wirtschaftsministerium will mit diesen „Reallaboren" dafür sorgen, dass Unternehmen neue Technologien unter realen Bedingungen ausprobieren können. Technologien, die dort getestet werden können, sind etwa Innovationen der Sharing Economy, Blockchain und KI. In diesen räumlich und zeitlich begrenzten Gebieten können dann bspw. die Paketzustellung mit Drohnen im Alltag oder autonom fahrende Autos im normalen Straßenverkehr ausprobiert werden. Derzeit ist das nicht möglich.

Neue Technologien schneller auf den Markt bringen – Voraussetzung sind Experimentierklauseln in den Gesetzen

Ziel ist es, neue Technologien zu testen und schneller auf den Markt zu bringen. Denn im Zuge der Digitalisierung werden Innovationszyklen immer kürzer. In den Testphasen soll auch eine an die Neuentwicklung angepasste Regulierung entwickelt werden. Um die Einführung derartiger Reallabore zu erleichtern, will das Ministerium Unternehmen, Genehmigungsbehörden und regionale Behörden vernetzen. Ein Handbuch wird ab Frühjahr/ Sommer darüber informieren, wie ein Reallabor eingerichtet werden kann.

Wie groß die Testräume sind und wie lange die Tests dauern können, unterscheidet sich je nach Projekt. So testet Hermes einen Paket-Lieferroboter in wenigen Straßenzügen in Hamburg. Aber auch eine ganze Kommune oder eine Region sind als Testraum vorstellbar.

Vorrausetzung für die Tests sind Experimentierklauseln in den Gesetzen. So steht im §7(2) des Personenbeförderungsgesetzes, dass „zur praktischen Erprobung neuer Verkehrsarten oder Verkehrsmittel die Genehmigungsbehörde auf Antrag im Einzelfall Abweichungen von Vorschriften dieses Gesetzes ... für die Dauer von höchstens vier Jahren genehmigen" kann. Derartige Klauseln sollen nach Willen des BMWi in Zukunft häufig in überarbeitete und neugestaltete Gesetze eingefügt werden.

Haftungsfragen bleiben unverändert

Unverändert bleiben in den Reallaboren die Haftungsfragen. Die Unternehmen haften in der Regel für mögliche Schäden gemäß der Produkthaftung. Über eine spezifische Haftpflichtversicherung sollten sie sich für die Erprobungsphase absichern. Möglich auch, dass die Genehmigungsbehörden eine derartige Versicherung zur Bedingung eines Antragsverfahrens machen.

Fazit:

Die Reallabore können die Markteinführung neuer Produkte stark beschleunigen. Besonders, wenn sie einen technologischen Durchbruch bedeuten, der von der Regulierung nicht abgedeckt wird.

Meist gelesene Artikel
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
  • "Wir machen Qualität im Private Banking transparent"!

FUCHS|RICHTER: 20 Jahre und kein bisschen leise

20 Jahre FUCHS|RICHTER Prüfinstanz. © erstellt mit Canva
20 Jahre und kein bisschen leise – die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren machen Fuchsbriefe Verlagschef Ralf Vielhaber und der geschäftsführende Gesellschafter des IQF, Dr. Jörg Richter, Qualität im Private Banking transparent. Es profitieren nicht nur vermögende Privatanleger, sondern auch Stiftungen und Kleinanleger.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Neuer Energiepartner Europas

Ägypten zieht Investoren an

Blick über Kairo. © Ahmed Elsayed / stock.adobe.com
Für den Nil-Staat Ägypten fürchteten Beobachter Anfang des Jahres schlimme Versorgungsengpässe. Dank einer Reihe von Maßnahmen sind diese bislang nicht eingetreten. Im Gegenteil: Ägypten zieht verstärkt internationale Konzerne an.
  • Fuchs plus
  • Bürgerkriegsrisiko stark angestiegen

Sinkende Inflation ist Balsam für Südafrika

Kapstadt (c) michaeljung/Fotolia
Am Kap der Guten Hoffnung ist die soziale Spaltung extrem groß. Dass nun die Teuerungsraten fallen, ist daher Balsam für das Land und wichtig für den Frieden. Ein Restrisiko bleibt aber. Wer in das Land und seine Unternehmen investieren möchte, sollte das beachten.
  • Fuchs plus
  • Neue Spielräume für die Notenbank

Kanada-Inflation sinkt zweiten Monat in Folge

Kanada © Barbara Helgason / stock.adobe.com
Entgegen dem allgemeinen Trend scheint die Bank of Canada im Kampf gegen die Inflation die Oberhand zu gewinnen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für die Geldhüter und bietet eine interessante Anlageperspektive.
Zum Seitenanfang