Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
603
Grüne Planspiele

Auf dem Weg zur Macht

Wahl 2017: Grün statt Rot? | © Getty
Die Grünen wollen 2017 wieder an die Macht. Doch an ein linkes Bündnis glauben sie kaum noch. Neue Optionen entstehen.
Die Etablierung der AfD im deutschen Parteienspektrum könnte zum Wegbereiter für ein Schwarz-Grünes Bündnis im Bund werden. In der Bundestagsfraktion der Grünen gibt es bereits entsprechende Planspiele. Und zwar schon für die nächste Bundestagswahl 2017. Die Grünen wollen wieder an die Macht. „Unsere Leute wollen, dass wir wieder in der Lage sind, zu regieren“, heißt es. Gleichzeitig werde es für Rot-Grün rein rechnerisch nicht reichen, so die Überzeugung. Rot-Rot-Grün würde wiederum von einem starken Flügel in Partei und Fraktion „Die Linke“ um die kompromisslose Herzenskommunistin Sarah Wagenknecht torpediert. Darin liege der eigentliche Hinderungsgrund für dieses Dreierbündnis. Schwarz-Grün ist in der Grünen-Partei prinzipiell salonfähig. Aber nur, was die CDU angeht. Die Kanzlerin genießt in der Fraktion Respekt. Gleichzeitig schätzt man ihre politische Biegsamkeit und Kompromissfähigkeit, die keine Tabus kenne. Dies schaffe den nötigen Spielraum für Verhandlungen. Unüberbrückbare Gegensätze existieren nicht. Noch steht einem solchen Bündnis jedoch die Zwangsheirat mit der CSU im Weg. Die CDU gibt es im Bund nicht allein. Zu den Christsozialen sind die Urteile der Grünen heftig. Bayern sei kein Rechtsstaat, die Justiz laufe am Band der Politik (der CSU). Der Nepotismus erreiche zwar nicht griechische Ausmaße, sitze aber dennoch tief in den politischen Strukturen fest. Eine Chance, dass die CSU auch Grünen-Politiker nicht mehr abstößt, bietet die AfD. Deren Position in der Ausländerpolitik und der Eurofrage ziehe rechtskonservative CSU-Leute an. Peter Gauweiler etwa würde auch in die AfD passen. Durch diese (mögliche) Abwanderung könne sich die CSU gleichsam für eine Koalition mit den Grünen reinigen. Dann wären die Christsozialen im Unionspaket nur noch ein notwendiges Übel auf dem Weg zur Macht – aber kein absoluter Hinderungsgrund.

Fazit: Nach heutigem Ermessen scheint die Union bereits wieder als stärkste Kraft bei der nächsten Bundestagswahl festzustehen – wenn Angela Merkel antritt. Das Bündnis jedoch, das dann regiert, ist so offen wie noch nie.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • WALSER PRIVATBANK | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

WALSER PRIVATBANK: Weitblick, in der Tat

Die WALSER PRIVATBANK erhält in der Gesamtwertung das rating »Sehr gut«.
„Individuelle Beratung, keine Patentrezepte", und „Zukunft braucht feste Wurzeln", wirbt die Walser Privatbank. Und tatsächlich zeigt das Haus aus dem Kleinwalsertal, dass auch im Zeitalter von MiFID Private Banking eine eindeutig individuelle Dienstleistung sein kann.
  • Fuchs plus
  • Neue Bank AG | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Neue Bank: Verliebt in Text und gute Lösungen

Die Neue Bank AG erhält in der Gesamtwertung das rating »Gut«.
Seit 1991 ist die Neue Bank inzwischen am Markt und sieht sich selbst in der Tradition einer klassischen Privatbank. Dem wird sie auch meistenteils gerecht, wenn da nicht der eine und andere (Anfänger)Fehler wäre.
  • Fuchs plus
  • DZ Privatbank | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

DZ PRIVATBANK S.A.: Kleine Schwächen in der Kür

Die DZ Privatbank erhält in der Gesamtwertung das rating »Sehr gut«.
Die DZ Privatbank schenkt dem Kunden einen fulminanten Auftakt im Beratungsgespräch, an den sie auch zunächst nahtlos mit Gesprächsprotokoll und Anlagevorschlag anknüpft. Doch eine gute, gar herausragende Vermögensstrategie erfordert noch mehr.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Profiteur der US-Sanktionen gegen Russland

Palladiumpreis in luftiger Höhe

Der Palladiumpreis hat sich in bisher nicht bekannte Höhen-Regionen geschoben. Und sich von der Preisentwicklung anderer Metalle vollkommen abgekoppelt. Ein Grund sind die Sanktionen der USA gegen Russland. Wir sagen, wie Anleger profitieren können.
  • Fuchs plus
  • Handelsstreit belastet stark

Kupferpreis von allen Seiten unter Druck

Der Handelsstreit zwischen den USA und China belastet den Kupferpreis stark. Die Konjunktursorgen haben ihn schon länger nach unten getrieben. Jetzt kommt ein angebotsseitiger Faktor hinzu.
  • Fuchs plus
  • Die Tücken eines ICOs für Investoren

Wenn bei der Kryptogeld-Ausgabe „überschüssige Münzen“ entstehen

Bei Initial-Coin-Offerings können Situationen entstehen, die dem Investor nicht gefallen. Bei der „Geldausgabe" entstehen „überschüssige Münzen" (Coins). Das kann zu einem deutlichen Wertverlust führen. Deshalb muss der Anleger vor dem Investment ein Papier ganz genau lesen.
Zum Seitenanfang