Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2108
Politische Neuausrichtung: Was die Wahl in Baden-Württemberg für Berlin bedeutet

Baden-Württemberg: Wähler senden Signal nach Berlin

Die Wahl in Baden-Württemberg sendet klare Signale nach Berlin. Cem Özdemir gewinnt die Wahl, aber die Grünen verlieren. Die Union scheitert knapp, die AfD etabliert sich im Westen und die SPD verschwindet fast.
Die Wahl in Baden-Württemberg sendet einen parteipolitischen Ruf zum Richtungswechsel nach Berlin. Die Wähler haben klare Signale gegeben, was sie wollen. Ein Blick auf die Ergebnisse:
  • Cem Özdemir hat die Wahl gewonnen. Allerdings war es eine Personenwahl, die Grünen haben nicht die Wahl gewonnen. Obwohl Özdemir beliebt und bekannt im Ländle ist und sich maximalmöglich von den Inhalten der Grünen und der Bundespartei entfernt hat, haben die Grünen Stimmen verloren. 
  • Die Union hat kräftig Stimmen, aber die Wahl sehr knapp nicht gewonnen. Dabei hat der "Rehaugen-Skandal", den die Grünen 12 Tage vor der Wahl in einer konzertierten Aktion mit dem Bundesvorstand der Partei hochgezogen haben, sicher eine Rolle gespielt. Das acht Jahre alte Video einer nicht akzeptablen Bemerkung hat die Union gebremst, das hohe Schlussspurt-Momentum der Grünen verstärkt. 
  • Wahlgewinner ist auch die AfD, die sich auch im Westen als nicht mehr zu ignorierende Partei etabliert. 
  • Die SPD kann sich noch gerade so im Landtag halten. Die Botschaft der Wähler ist klar: Diese SPD braucht keiner, sie kann weg. In Berlin ist das noch nicht angekommen. SPD-Generalsekretärin Bärbel Bas forderte gleich mehr vom altbekannten Programm Umverteilung).
  • Die Liberalen sind sogar im Ländle (vorerst?) Geschichte. Für die Partei ist das bitter. Dem Vernehmen nach wird es nun immer schwieriger, überhaupt "als Partei zu überleben." 

Wichtigste Erkenntnis unter dem Strich: Die Wähler in Baden-Württemberg wollen eine konservativ-rechte Regierung. Dieser haben sie mehr Stimmen gegeben. Die Brandmauer verhindert aber weiterhin, dass CDU und AfD eine Koalition bilden. Özdemir wurde wegen seiner wirtschaftsfreundlichen Camouflage gewählt. Es bleibt aber abzuwarten, ob die Landes-Grünen diese Positionierung mittragen. Mit dem Weggang von Winfried Kretschmann scheiden auch konservative Mitstreiter bei den Grünen aus. Das ist eine Bürde für Özdemir.

Zeichen für eine vergiftete politische Kultur

Der "Rehaugen-Skandal" wirft aber auch ein Schlaglicht auf die vergiftete politische Kultur. Der hochgejazzte Skandal reiht sich ein in die Debatten um die Gelbhaar-Affäre und auch den Skandal um den Laschet-Lacher bei seinem Flut-Besuch. 

Es zeigt sich: Politiker stehen ständig unter Beobachtung, machen natürlich auch Fehler. Die Skandalisierung solcher Fauxpas durch den politischen Gegner, selbst wenn der Fehltritt Jahre her ist, führt weg von der Sachebene, auf der Probleme gelöst werden. Das ist nicht hilfreich für ein Land in einer der schwersten Wirtschaftskrisen seiner Geschichte. Auf der anderen Seite bleiben Politiker im Amt, die mit Masken-Deals oder Pharma-SMS Milliarden-Schäden angerichtet haben. 

Fazit: Baden-Württemberg sendet an die Volksparteien, voran die Regierungskoalition in Berlin, das Signal, dass sie beginnen müssen, die Probleme das Landes zu lösen. Es braucht mehr Pragmatismus und Sachpolitik, weniger Ideologie und Polemik.
Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 20 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS-Performanceprojekte: Vier Märkte, vier Wahrheiten - Weberbank brilliert, DRH setzt beeindruckende Akzente

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die Performance-Projekte zeigen ein außergewöhnlich differenziertes Marktbild: Während Projekt 8 vom Benchmark nahezu vollständig dominiert wird, entsteht in Projekt 7 breite Outperformance, und Projekt 9 liefert einen stabilen Wettbewerb mit klarer Spitzengruppe. Nur in Projekt 5 bleibt das Benchmark unangefochten führend. Über alle Projekte hinweg zeigt sich: Entscheidend ist nicht Aktivität, sondern die Fähigkeit, Rendite und Risiko in Einklang zu bringen. Lesen sie hier.
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 20: Stabilität und Wettbewerb auf Augenhöhe

Weberbank, DRH und Kaiser Partner dominieren – vier Verwalter schlagen Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Performance-Projekt 9 (Stiftungsportfolio) präsentiert sich als stabiler Wettbewerb auf hohem Niveau: Vier Vermögensverwalter übertreffen das Benchmarkdepot bei der Vermögensentwicklung. Angeführt von der Weberbank mit über 55.000 Euro Zugewinn zeigt sich eine klare Spitzengruppe. Das Benchmarkdepot selbst überzeugt mit starkem Plus und niedrigem Drawdown, bleibt aber hinter den Besten zurück. Gleichzeitig bestätigt das Fehlen von Handelsaktivitäten die Qualität langfristiger Allokationen.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 20: Performance, Gewinner und Verlierer

Weberbank einzige Gewinnerin

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Performance-Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) zeigt ein klares Bild: Während das Benchmarkdepot mit +12.872 Euro und null Prozent Drawdown überzeugt, gelingt es nur einem einzigen Vermögensverwalter, diese Performance zu übertreffen. Die Weberbank setzt sich mit +13.559 Euro an die Spitze, während 98 von 99 Teilnehmern zurückfallen. Gleichzeitig verliert das Gesamtfeld im Schnitt an Vermögen – ein starkes Signal für die Dominanz des Benchmarkdepots in einem schwachen Marktumfeld.
Zum Seitenanfang