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CEPA-Abkommen stärkt Handelsbeziehungen zwischen EU und Indonesien

Chancen für Maschinenbau und Mittelstand

Das CEPA-Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indonesien eröffnet besonders für den Maschinenbau und die Automobilzulieferindustrie neue Chancen. Auch Chemie-, Pharma- sowie die Lebensmittelindustrie erwarten Vorteile. Trotz Herausforderungen wie Anpassungskosten bietet das Abkommen mittelfristig großes Potenzial.

Der Maschinenbau und die Automobilzulieferindustrie profitieren besonders vom CEPA-Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indonesien. Auch Chemie-, Pharma- sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie erwarten Wachstumschancen und die Möglichkeit, ihre Marktposition zu stärken. Das berichtet der BVMW im Austausch mit FUCHSBRIEFE. Für mittelständische Unternehmen bieten Freihandelsabkommen wie CEPA generell große Chancen: niedrigere Zölle erleichtern den Marktzugang, neue Partnerschaften werden möglich. Gerade angesichts der geopolitischen Unsicherheiten bewertet der Verband das Abkommen als wichtigen Erfolg der EU.

Südostasien gilt, ähnlich wie Indien oder Mercosur, als bedeutender Zukunftsmarkt für Deutschland. Das Abkommen mit Indonesien sei angesichts des Handelsvolumens nicht so relevant wie andere Freihandelszonen, aber der Ausbau der Partnerschaft mit Indonesien sei dennoch wichtig, so der BVMW: „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber kein Allheilmittel für die Herausforderungen des internationalen Handels.“

Starker Export aus dem Maschinenbau

2024 exportierte Deutschland laut GTAI Waren im Wert von rund 2,9 Mrd. Euro nach Indonesien, über 30 % davon entfielen auf den Maschinenbau. Die Importe beliefen sich auf 4,4 Mrd. Euro. Der schätzt, dass durch den Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen der bilaterale Handel um 20-30% wachsen könnte. „Für den deutschen Mittelstand könnten sich daraus zusätzliche Exportchancen im Bereich von mehreren Hundert Millionen bis zu einer Milliarde Euro ergeben, abhängig von Branche und Produkt“. Trotz der Chancen betont der BVMW auch Risiken. Auf Unternehmen könnten Anpassungskosten und steigender Wettbewerbsdruck zukommen.

Nach zehn Jahren Verhandlungen einigten sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Indonesiens Präsident Prabowo Subianto am 13. Juli auf das Abkommen. Aus Brüssel hieß es, dass das CEPA vor allem Schlüsselindustrien helfen und den bilateralen Handel stärken soll. Diese Vereinbarung wird als strategischer Schritt im Ausbau der Beziehungen zwischen der EU und der Region Asien-Pazifik betrachtet. Laut GTAI hat Indonesien ein Wirtschaftswachstum von 4,7% pro Jahr.

Fazit: Für mittelständische Unternehmen eröffnet das CEPA-Abkommen mit Indonesien bedeutende Wachstumschancen durch niedrigere Zölle und erleichterten Marktzugang, insbesondere im Maschinenbau und anderen Schlüsselindustrien. Strategische Partnerschaften und gezielte Marktanalysen sind entscheidend, um von diesem Zukunftsmarkt zu profitieren.
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