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Hauptstadtnotiz

Deutsche Bahn: Bilger macht Druck

Die Deutsche Bahn ist ein Sorgenkind der Bundesregierung. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger steuert jetzt gegen. Er will Manager-Vergütungen an Erfolge knüpfen.

Steffen Bilger greift durch: Der neue Bundesverkehrsminister will die Vergütung der Bahnmanager an den Erfolg knüpfen. Damit greift er direkt in die Unternehmensführung ein und geht weiter als seine Vorgänger im Amt. "Es wird sich konkret auf die Bonuszahlungen von Bahnmanagern auswirken, wenn die Ziele, die der Bund vorgibt, nicht eingehalten werden."

Die staatseigene Bahn ist seit langem ein Sorgenkind des Bundes. Die Modernisierung geht nicht voran, die Fertigstellung von Großprojekten wie Stuttgart 21 werden laufend nach hinten verschoben, und die Milliarden, die zur Modernisierung des Unternehmens bereitstehen, nicht abgerufen.

Palla zog bereits Konsequenzen

Bahnchefin Evelyn Palla hatte deshalb schon den Bahnvorstand umgebaut und den Vorstand von acht auf sechs Ressorts verschlankt. Bilger will vor allem die Pünktlichkeit voranbringen. Und das ist auch vonnöten: Im europäischen Vergleich ist die deutsche Bahn Schlusslicht. An der Spitze liegt die Schweiz. Selbst die lange verrufene italienische Bahn liegt inzwischen mit Werten von 86% deutlich vor der DB mit 50 bis 60%.

Fazit: Über Leistungsanreize bei der Managementvergütung soll die Bahn effizienter werden. Das ist in der freien Wirtschaft üblich und hätte bei der Bahn schon früher umgesetzt werden müssen.
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