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Die Haltung der Bundestagsfraktionen zu Kryptogeld (1): FDP

Die Liberalen setzen auf einen „konstruktiven Währungswettbewerb“

In unserer Reihe zum Thema Kryptowährungen beleuchten wir die Positionen der einzelnen Bundestagsfraktionen. Den Anfang macht die FDP. Sie setzt sich für eine Deregulierung bei Kryptogeld ein.

Die Liberalen setzen auf einen „konstruktiven Währungswettbewerb" in der Eurozone. Sie wollen eine gleichgestellte Regulierung von Krypto-Werten und Krypto-Geld, wie sie auch für bisherige Finanzprodukte und Euro-Anlagen gilt. Dafür sprechen sich die MdB Frank Schäffler und Christian Dürr aus. Beide sind in der FDP-Bundestagsfraktion führend in Sachen Blockchain und Kryptowährungen.

Das heißt: Der „normale" Euro und ein „Krypto-Euro" sollen auf Augenhöhe miteinander konkurrieren. Ein konstruktiver Währungswettbewerb könne die Geldqualität stärken. Zugleich könnten Fehlinvestitionen durch die zu billige Kreditvergabe des Zentralbankmonopols durch die regulative Kraft des Wettbewerbs gezügelt werden, hofft Schäffler. Geld mit zu hohen Abwertungsraten fände am Markt schlicht keine Nachfrage.

Evolution statt Revolution

Mittlerweile haben Schäfflers Positionen ordnungspolitisch in der FDP Fuß gefasst. Dafür hat sich der einstige Euro-Rebell selbst gezähmt. Ein evolutionärer statt revolutionärer Übergang vom Euro zum Krypto-Euro sei möglich, ist Schäfflers Ansicht.

Die Zentralbank könnte weiter unabhängig Geld anbieten. Auch einen E-Euro auf Blockchain-Basis. Zudem könne die EZB ihren hoheitlichen Aufgaben in puncto Geldwertstabilität und Aufsicht weiter nachkommen. Freie Kryptowährungen auf dem Markt könnten parallel dazu existieren. Sie böten der Zentralbank Anreize und Inspiration, auch ihr eigenes Geldangebot zu verbessern.

Fazit: Zentralbank und Kryptowährungen müssen keine Widersacher sein, sondern können im Wettbewerb konstruktiv koexistieren.

Hinweis: Am 11.9. veranstaltet die FDP Bundestagsfraktion eine Podiumsdiskussion „Libra, Bitcoin & Co. - Die Revolution des Geldes?" zusammen mit u. a. Dirk Schrade von der Bundesbank und Oliver Flaskämper von Bitcoin.de im Reichstagsgebäude in Berlin. Anmeldung unter https://tinyurl.com/y323vkyt.

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