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Öffentlicher Dienst mit mangelhafter Personal-Strategie

Digitalisierung nicht ausreichend

Die Personalsorgen des Öffentlichen Dienstes werden sich in den kommenden Jahren gewaltig verschärfen. Die Digitalisierung wird nicht ausreichen, das Problem zu lösen. Mangelhaft ist aber auch die Personalgewinnungsstrategie des Öffentlichen Dienstes.
Die Personalsorgen im Öffentlichen Dienst (ÖD) werden immer größer – doch der Staat findet keine guten Antworten auf diese Herausforderung. Auf diesen zunehmend problematischen Missstand wies Udo di Fabio, Ex-Bundesverfassungsrichter auf der dbb Jahrestagung am Montag hin. Die Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Dienstes werde immer anfälliger, wenn es nicht gelinge, genügend gut ausgebildete und motivierte junge Menschen für eine Laufbahn in Staat und Verwaltung zu gewinnen. Die absehbaren Lücken seien so groß, dass sie nicht allein durch Digitalisierung und "Verschlankung" gefüllt werden könnten. Es dürfe aber auch nicht sein, dass die "Einstellungskriterien über lange Zeit und systematisch heruntergefahren werden, so wie in Berlin", so di Fabio. Noch vor einigen Jahren sei ein befriedigender Schulabschluss eine Ausnahme gewesen, heute reicht er in der Regel aus. Eine solche Personalstrategie sei langfristig nicht tragbar. Unter dem Motto: "Nach der Krise ist vor der Krise – Staat neu denken!" debattierte die dbb-Gewerkschaft den Weg des ÖD in die Zukunft.    

Fazit: Der öffentliche Dienst läuft in der nächsten Dekade in ein gravierendes Persoanlproblem. Trotz Absenkung der Einstiegshürden und Erhöhung der Besoldung finden sich nicht genug Einsteiger. Die Leistungsfähigkeit der Verwaltung ist langfristig gefährdet.

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