Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1650
Steuern werden erst 2019 angepackt

Entlastungen auf die lange Bank geschoben

Die neue Bundesregierung wird steuerpolitisch wenig handlungsfähig sein. Die dringend gebotene Entlastung von Unternehmen wird sich politisch kaum realisieren lassen.

Deutsche Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass es noch längert dauert, bis es signifikante Steuerentlastungen gibt. Bei einer Realisierung der Jamaika-Koalition wäre dies vermutlich anders gewesen (FB 12.10.). Aber ganz egal, wie die nächste Bundesregierung nun aussieht: Bei der Körperschaftsteuer wird es keine Entlastungen geben. Dabei wären sie dringend geboten, insbesondere weil in der EU und vor allem in den USA die Steuerlast für Unternehmen massiv gesenkt wird (FB 6.11.).

Die haushaltstechnisch mögliche Entlastung wird im Gestrüpp von Sondierungen und Verhandlungen hängen bleiben. Zu erwarten ist maximal noch die Glättung des Mittelstandsbauchs und ein Einsetzen des Spitzensteuersatzes von 42% erst ab einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro (akt. 54.056 Euro). Das schöpft in etwa einen Verteilungsspielraum von 15 Mrd. Euro p.a. aus.

Geschenke an die Einkommensschwachen

Zusätzlich gibt es allenfalls Geschenke für Einkommensschwache. Hier könnte die Grenze für die Erhebung des Solidaritätszuschlages von bisher 17.238 Euro auf bis zu 52.000 Euro steigen. Oder (vielleicht auch zusätzlich) es gibt Entlastungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen, die aber aus dem Steuertopf zu bezahlen wären. Eine niedrigere Mehrwertsteuer auf Nahrungsmittel hat dagegen kaum eine Chance auf Umsetzung.

Wirksam wird alles ohnehin erst ab dem Jahr 2019. Denn es bedarf nicht nur einer Einigung der Parteien, sondern auch eines neuen Bundeshaushaltes 2018 und einer mittelfristigen Finanzplanung.

Fazit: Es wird noch mindestens ein Jahr dauern, bis überhaupt Steuerentlastungen greifen. Am meisten profitieren werden die „kleinen" Steuerzahler.

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Bewegung, Mut und Momentum im Private Banking

Struktur schlägt Aktion – Lektionen aus Projekt 7

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 im Performance‑Projekt 7 (Private Banking Depot) war keine Woche der lauten Entscheidungen, sondern der leisen Wirkungen. Das Benchmarkdepot blieb passiv, nur wenige Vermögensverwalter handelten aktiv – und dennoch entstand eine klare Rangordnung. Wer genauer hinsieht, erkennt: Diese Woche erzählt viel darüber, wie Struktur, Markt und Risiko zusammenspielen, wenn Aktion zur Nebensache wird.
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 15: Rendite, Risiko und Marktdynamik

Risiko ohne Aktion: Die stille Woche im Performance‑Projekt 5

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 war eine Woche ohne Handelsaktivitäten – und genau deshalb besonders aufschlussreich. Die Vermögensverwalter im Performance‑Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) ließen ihre Portfolios unverändert, während die Märkte arbeiteten. Wer genauer hinschaut, erkennt: Gerade in der Ruhephase zeigen sich Struktur, Risikoprofil und Managementstil deutlich. Diese Woche liefert seltene Klarheit darüber, wie Vermögen, Entwicklung und Drawdown wirklich zusammenhängen.
  • Fuchs plus
  • Positive Marktreaktionen auf Waffenstillstandsaussichten im Iran-Krieg: Euro und Anleihen profitieren

Euro holt gegenüber US-Dollar auf

Die Kombination aus stärkerem Euro und niedrigeren Ölpreisen dürfte sich dämpfend auf die Inflation auswirken. Damit kommt die EZB vielleicht an einer Erhöhung des Leitzinses vorbei. Das ist gut für die Konjunktur.
Zum Seitenanfang