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Neue Kosten für´s Gesundheitssystem

Forschungsrevolution Genschere

Die Kosten des Gesundheitssystems werden in den nächsten Jahren steigen, weil viele neue Medikamente auf den Markt kommen. Ursache ist eine Revolution in der Forschung.
Das Gesundheitssystem muss sich auf stark steigende Kosten durch neue Arzneimittel einstellen. Ursache ist eine Revolution in der Gentechnik. Die „Gen-Schere“ CRISPR/Cas9 vereinfacht und beschleunig die Forschung. Damit lassen sich neue Pharmaka viel schneller entwickeln. Unter Umständen werden bisher unheilbare Krankheiten wie HIV behandelbar. Genetiker geraten ins Schwärmen über das 2012 entdeckte Instrument. Es erlaubt, Gene an beliebigen Stellen im Erbgut auszuschneiden und zu entfernen oder durch ein anderes Gen zu überschreiben und damit auszuschalten. Techniken, die Ähnliches leisten, gibt es zwar schon. Sie weisen aber Probleme auf. Die neue Technik verändert dagegen nur das gewünschte Gen, sie hinterlässt keine Spuren. Völlig neu ist die Möglichkeit, mit einer Anwendung mehrere Gene gleichzeitig auszuschneiden. Die Nutzung von CRISPR/Cas9 ist so einfach, dass sogar Biologie-Studenten sie anwenden können. Außerdem ist es billiger als alle bisher bekannten Systeme. Diese Vorteile führen dazu, dass die Genforschung erheblich beschleunigt werden kann. Die Zeitgewinne sind immens. Genveränderungen, für die bisher mehrere Monate benötigt wurden, sind nun innerhalb von ein bis zwei Wochen zu erforschen. Auf Basis der neuen Gen-Schere ist daher in naher Zukunft eine erhebliche Zahl neuentwickelter Medikamente zu erwarten. Dies wird voraussichtlich zu steigenden Gesundheitskosten führen. Zwar hat Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erst am 12. April eine weitere Maßnahme verkündet, um die Arzneimittelkosten zu senken. Demnach sollen die Preise für Pharmaka schon im ersten Jahr der Markteinführung gesenkt werden, wenn ein Präparat einen gewissen Höchstumsatz überschreitet. Damit jedoch werden die Kosten angesichts des Innovationsschubs, der aus der Pharmaindustrie kommen wird, nicht lange unter Kontrolle zu halten sein.

Fazit: Die Gen-Schere ist zweischneidig. Sie dürfte die Forschung verbilligen und beschleunigen sowie zu vielen neuen Medikamenten führen. Das wird die Kosten im Gesundheitswesen antreiben. Aber es werden auch bisher unheilbare Krankheiten behandelbar. Die Politik wird darauf mit weiteren Kostendeckelungen reagieren.

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