Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2658
Industriegipfel gegen Mittelstandsgipfel

Gipfel-Schauspiel in der Koalition

Die flackernde Ampel-Koalition leistet sich ein mieses Standortrettungs-Schauspiel. Sowohl Kanzler Olaf Scholz (SPD) als auch Finanzminister Christian Lindner (FDP) haben zu Wirtschafts-Gipfeln geladen. Nicht dabei ist Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Nun plant Scholz ein weitere Treffen - wieder ohne Lindner und Habeck. Dabei brauchen die Unternehmen mehr als Wahlkampf-Symbolpolitik.

Das Standortrettungs-Schauspiel von Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) geht in die nächste Runde. Nach dem ersten, von Kanzler Scholz überraschend einberufenen Industrie-Gipfel (Dienstag, 29.10.) ist nun ein zweiter solcher Gipfel angesetzt. 

Zweiter Industriegipfel erneut Scholz-Solo

Der zweite Industrie-Gipfel von Scholz soll am 15. November stattfinden. Doch auch zu dem sind weder Finanzminister Christian Lindner (FDP), der am Dienstag eine Konkurrenz-Veranstaltung mit dem Fokus auf den Mittelstand veranstaltet hatte, noch Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) eingeladen. 

Es bleibt also dabei: Zwei Bühnen, zwei Akteure, zwei Vorgehensweisen, viel Gerede, wenig konkrete Ergebnisse. Nach dem Industrie-Gipfel von Scholz macht vor allem der Arbeitgeberverband seinem Frust Luft. Es reiche nicht, wenn nur die Industrie in der Wirtschaftspolitik berücksichtigt wird. Vor allem aber ist Einigkeit innerhalb der Koalition nötig. Die Risse in der Ampel-Koalition sind unübersehbar. Jede Partei fährt inzwischen einen eigenen Kurs.

Feuer unter dem Dach bei den Energiepreisen

Die Problemliste der Unternehmen — ob große Industrie oder Mittelstand und Zulieferer — ist ellenlang. Es drücken der Fachkräftemangel, Bürokratie und schlechte Infrastruktur. Es ist aber vor allem "Feuer unterm Dach" bei den Energiepreisen. Die absehbar saftigen Erhöhungen der Netzentgelte (z.B. für das Gasnetz) sind nur der jüngste Stein des Anstoßes dieser Debatte. Eine Entlastung für Unternehmen war zwar bei Scholz im Gespräch, beschlossen wurde aber bisher nichts. 

FUCHSBRIEFE haben explizit zu den Energiepreisen mit einem global agierenden Mittelständler aus der Grundstoffindustrie gesprochen. Allein die Gasnetzkosten steigen für das Unternehmen im nächsten Jahr um fast 25%. Das bedeutet Mehrkosten im sechsstelligen Bereich pro Jahr. Diese Kosten muss der seit über 160 Jahren aktive Familienbetrieb (700 Mitarbeiter, darunter 40 Azubis) kompensieren. Ein Ausflaggen ist für das Unternehmen nicht einfach möglich. Einerseits ist die Firma fest in der Region verankert, andererseits muss es bei seinen Rohstoff-Quellen bleiben.

Fazit: Die Ampel-Koalition hat offenbar endlich erkannt, dass der Standort D substanziell in Gefahr ist. Die Gipfel mit den Unternehmen sind darum ein Hoffnungsschimmer. Ein Erfolg können sie aber nur werden, wenn die Regierung handwerklich gute Arbeit abliefert und gemeinsam agiert.
Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 6: Performance, Gewinner und Verlierer

Starke Fondsmanager in KW 6: Wer Projekt 8 nach vorn zieht

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Woche 6 verliert das Benchmarkdepot (vermögensverwaltende Fonds) leicht, während mehrere Vermögensverwalter klare Gewinne erzielen und andere stark zurückfallen. Da in Projekt 8 keine Handelsaktivitäten stattfanden, spiegeln alle Veränderungen ausschließlich die Marktbewegungen wider. Die Analyse anhand der Daten von infront zeigt, wer überzeugt – und wer deutlich hinter dem Markt zurückbleibt.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Gewinner, Verlierer und Handelsstrategien

Performance-Projekt 7: ICFB und Value Experts setzen sich klar ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In KW 6 zeigen die Teilnehmer im Projekt 7 (Private Banking Depot) deutliche Leistungsunterschiede: Aktives Management schlägt das passive Benchmarkdepot klar. ICFB und Value Experts steigern ihre Vermögenswerte sichtbar, während die Neue Bank AG einen spürbaren Rückschlag erlebt. Intensive Handelsaktivität prägt die Woche und beeinflusst laut den Daten von infront kurzfristig Risiko und Rendite.
  • Fuchs plus
  • TOPS 2026 – Länderblick Liechtenstein

Kompakte Auswahl, kompromisslose Klasse: Private Banking in Liechtenstein

Erstellt mit Canva
Liechtenstein setzt Maßstäbe im Private Banking: Alle drei bewerteten Institute zählen zu den besten zehn im Gesamtranking des TOPS 2026-Tests. Exzellenz ist hier kein Zufall, sondern Standard – von Beratung über Anlagekonzepte bis zur Transparenz überzeugen die Anbieter mit durchgehend hoher Qualität. Wer auf Stabilität, Diskretion und erstklassige Strukturen Wert legt, trifft im Fürstentum eine kluge Wahl.
Zum Seitenanfang