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Viele Industrien können Kostensteigerungen nicht weitergeben

Hilfsprogramm Strom- und Gaspreise wird kommen

100-Euro-Scheine aus der Geldpresse. © bluedesign / stock.adobe.com
Viele Unternehmen in Deutschland leiden unter den hohen Energie- und Rohstoffkosten. Sie können die Kostensteigerungen der vergangenen Monate nicht komplett an ihre Kunden weitergeben. Die Bundesregierung plant ein Hilfsprogramm, das noch im Juli kommen wird. Es bietet aber nur eine kurze Verschnaufpause. Bleiben die Kosten lange hoch, wird es für viele Unternehmen bedrohlich.

Noch im Juli wird ein Hilfsprogramm der Regierung für Unternehmen kommen, die unter den hohen Strom- und Gaspreisen leiden. Denn etwa 40% der deutschen Unternehmen können die gestiegenen Kosten nicht an die Kunden weitergeben. Es sind vor allem die Grundstoffindustrien und Halbzeughersteller. Besonders Hersteller von NE-Metallerzeugnissen, Glas-, Gummi- oder Kunststoffprodukten, die ihre Produkte nicht an Endverbraucher, sondern andere Industrieunternehmen liefern, leiden schwer unter den gestiegenen Kosten. 

Das verschärft den globalen Wettbewerb zum Nachteil deutscher Unternehmen. Denn etliche ausländischen Anbieter, etwa aus den USA, haben geringere Energiekosten. Daher können die deutschen Hersteller ihre Preise nicht genug anheben, um ihre Kosten wieder hereinzuholen. Auch viele Autozulieferer und Bauunternehmen können die gestiegenen Kosten nicht in vollem Umfang auf die Kunden überwälzen.

Energiekosten steigen weiter - Förderung kommt

Nachdem Russland die Gaslieferungen einschränkt und die zweite Stufe des Notfallplans Gas in Kraft gesetzt wurde, nimmt der Druck weiter zu. Die Kosten steigen weiter, die Schere zum erzielbaren Preis geht weiter auf. Das BMWK wird eine Förderung für Unternehmen auflegen, die von hohen Energiepreisen betroffen sind.

Voraussetzung: Die Energiekosten 2021 müssen mindestens 3% vom Umsatz betragen. Je nach Unternehmen sollen 30% bis 70% der Kostensteigerungen bzw. zwischen zwei und 50 Mio. Euro erstattet werden. Die Förderung muss noch von der EU genehmigt werden. Sie könnte im Juli anlaufen. Eine Verlängerung der Förderung ist wegen der geschätzten hohen Kosten von fünf bis sechs Mrd. Euro unwahrscheinlich.

Entlassungen und Insolvenzen drohen

Die Förderung bietet nur eine kurze Verschnaufpause. Die Unternehmen können dem extremen Kostendruck nur begrenzte Zeit stand halten. Entlassungen in den energieintensiven Industrien werden kommen. Werden die Kosten nicht bis in einem Jahr wieder sinken, wird es vermehrt zu Insolvenzen in den Branchen kommen.

Fazit: Produzenten von Halbzeugen, sowie in der Glas- und Kunststoffindustrie sind massiv unter Druck, Entlassungen und eine Insolvenzwelle droht. Das neue Hilfsprogramm dürfte den am stärksten bedrohten Firmen eine vorübergehende Entlastung verschaffen.
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