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Grün-Schwarz als Wahlziel

Links blinken, rechts fahren

Kanzlerkandidatin Annalena Bearbock will die Grünen als Partei der neuen Mitte etablieren. Copyright: Picture Alliance
Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will die Grünen als Partei der neuen Mitte etablieren. Ihre Biografie ist wirtschaftsfreundlich. Sie wird vom Weltwirtschaftsforum und Council of European Relations gefördert und spricht sich für Bidens Anti-Putin Politik aus.

Die Kanzlerkandidatin der Grünen kann der Union trotz ihrer mangelnden Regierungserfahrung gefährlich werden. Annalena Baerbock will die Grünen als Partei der neuen Mitte etablieren. Motto: links blinken, rechts fahren. Vorbild ist das grün regierte Baden-Württemberg: SUVs werden gehasst, aber noch nie wurden mehr SUVs produziert. Der Wald wird verehrt, aber der Schwarzwald zur Abholzung für die Energiewende freigegeben.

Ambivalenz kommt an. Zudem hat der Klimaschutz seinen Schrecken verloren: Die EU treibt ihn voran, Investmentfonds wie Blackrock versprechen sich davon höhere Renditen. Auch der Diversity- und Gender-Spleen der Grünen ist längst in den Compliance Regeln der Konzerne verankert.  

Baerbock ist in der politischen Elite bestes verdrahtet.

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) ernannte sie zum Young Global Leader, was mit einem Führungs-Ausbildungsprogramm verbunden ist. In diesem exklusiven Club traten schon viele Politiker ihren Aufstieg an, darunter der spätere spanische Ministerpräsident Aznar, der spätere EU-Kommissionschef Barroso, der spätere britische Regierungschef Blair, auch Sarkozy und zuletzt Macron. Auch Merkel bekam als frisch gebackene Ministerin für Frauen und Jugend vom WEF wichtige Starthilfe.

Baerbock steht fest an Bidens Seite

Annalena Baerbock ist Mitglied im European Council of Foreign Relations, einem transatlantischen Eliteclub, der von Soros Open Society und andern Milliardärsstiftungen finanziert wird. Außenpolitisch fährt sie eine proamerikanische Linie: Sie fordert „schärfere Sanktionen“ gegen das „System Putin“ und ist schon lange für einen sofortigen Baustopp der Pipeline Nord Stream 2. Europa müsse „seine Friedensrolle in der Welt ernster nehmen“. Sprich: mehr Militärausgaben. Biden will sie unterstützen.

Baerbocks Ehemann Daniel Holefleisch war lange Head of Division Corporate Contacts/Fundraising bei den Grünen. Er arbeitet aktuell als „Senior Manager Public Affairs“ bei der Deutschen Post DHL Group. Hier untersteht er in der Berliner Konzernrepräsentanz Oliver Röseler, einem früheren Führungskader im CDU Adenauerhaus. Schwarz-Grün arbeitet also schon gut zusammen.

Fazit: Baerbock wird die Grünen als Partei der neuen Mitte etablieren und die Laschet-Union dagegen alt aussehen lassen. Vielleicht reicht das sogar zur Kanzlerschaft.

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