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Wahlen | Parteien

Mehr als Protest

Wer noch nicht zum etablierten Parteienspektrum in Deutschland gehört, ist grundsätzlich Protestpartei. Bei der AfD geht das am Kern der Sache vorbei.
Die AfD nach der Wahl in Sachsen als „Protestpartei“ zu kennzeichnen, geht an der Sache vorbei. Wer in die Statistik zur Wählerwanderung blickt und die Ankerthemen der Alternative betrachtet, sieht schnell: Rechts von der CDU scheint sich eine bürgerliche Partei mit starken wirtschaftsliberalen Einflüssen zu etablieren. Im Zuge der Neuorientierung der CDU hin zu einer Partei für die städtischen Wählerschichten unter Parteichefin Angela Merkel ist das alte Dogma Franz-Josef Strauß’ damit jedenfalls gefallen, das dies verboten hatte. Nicht nur, dass die AfD 35.000 Wähler der CDU und 18.000 von der FDP angezogen hat. Auffallend ist der außerordentlich hohe Anteil von Parteien, die unter „Sonstige“ laufen, aber allesamt mit bürgerlichen Anliegen in der CDU kein Gehör zu finden glauben. Satte 40.000 Stimmen kommen von Tierschützern, DSU, bibeltreuen Christen und diversen Ein-Themen-Parteien. Gepunktet hat die AfD mit Bildung, innerer Sicherheit und Mittelstand – Themen, die allesamt zur DNA der CDU gehören. Der AfD kommt diesbezüglich zugute, dass sie zahlreiche Überläufer aus dem Lager der FDP integriert. Ihnen haftet in der neuen politischen Umgebung nicht mehr das Etikett des kalten Kapitalisten an. Gleichzeitig verhindern sie, dass die Partei einfach als unseriös abgehalftert werden kann.

Fazit: Für die CDU wird es – wie einst für die SPD gegenüber der Linken – immer schwieriger, die Erfolge der AfD zu ignorieren und die Partei als Eintagsfliege anzusehen. Sie könnte das bürgerliche Pendant zur Linken werden.

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