Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
3079
Neue Strategie zum Telekommunikationsnetzausbau taugt wenig

Neue Gigabitstrategie wird Netzausbau nicht beschleunigen

Leuchtende Glasfaser-Kabel. © flashmovie / stock.adobe.com
Die neue Gigabitstrategie der Bundesregierung, mit der der Netzausbau beschleunigt werden soll, verspricht keinen Erfolg. Will die Regierung Änderungen an den Ländergesetzen, sollte sie direkt mit ihnen verhandeln.

Vor allem durch einfachere Genehmigungsverfahren will das Bundesministerium für Digitales und Verkehrs, BMDV, den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen vorantreiben. Die Eckpunkte dazu wurden vor wenigen Tagen präsentiert.

Die Ideen sind gut: So soll die Errichtung neuer Mobilfunkmasten vor Erteilung der Baugenehmigung möglich sein. Bei einer Genehmigung von 98% aller Anträge sollte das kaum zu Fehlinvestitionen führen. Die Grenzabstände, die für Mobilfunkmasten vorgesehen sind, sollen verringert werden. Mobile Masten und Änderungen an bestehenden Masten sollen von Genehmigungen freigestellt werden. Für den Glasfaserausbau sollen neue Verlegetechniken - die weniger aufwendig sind - genutzt werden, wie das Mikrotrenching.

So wird das nichts

Die Ideen sind alle plausibel. Es gibt aber ein Problem: Für die Genehmigungen ist nicht der Bund, sondern die Länder zuständig. Das BMDV „bittet“ – das steht so in den Presseerklärungen des Hauses – die Bundesländer, ihre Gesetze und Vorschriften entsprechend zu ändern.

Die Erfahrung aus mehr als zwanzig Jahren Versuche den Ausbau zu beschleunigen lehrt: So wird das nichts. Das Ziel, bis 2025 die Zahl der Glasfaseranschlüsse zu verdreifachen, wird daher nicht erreicht werden.  

Fazit: Will die Bundesregierung eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren, muss sie mit den Ländern direkt verhandeln. Sie zu bitten wird nicht reichen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Effiziente Solartechnik für Lkw: Neuer Wandler spart bis zu 6.500 Euro jährlich

Sparen mit Solarzellen auf Lkw

Das sächsiche Unternehmen Opes bietet einen neuen Wandler an, mit dem die Nutzung von Solarstrom auf Lkw-Aufbauten noch einfacher wird. Damit können Kühlaggregate auf Kofferaufbauten betrieben werden.
  • Fuchs plus
  • Transportnachfrage steigt langsamer, Kapazitäten schrumpfen

Lkw-Frachtraten: Beruhigung im Sommer?

Im Frachtmarkt zeigt sich eine Abkühlung. Aber während die Transportnachfrage langsamer wächst, schrumpfen die verfügbaren Lkw-Kapazitäten europaweit weiter. Wie wirkt sich das auf die künftigen Frachtraten auswirken.
Zum Seitenanfang