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Open Data-Strategie ist Rohrkrepierer

Ohne Daten kein Geschäft

Open Data-Strategie ist Rohrkrepierer. Copyright: Pexels
Die Bundesregierung hat ihre Open-Data-Strategie vorgestellt. Sie sieht darin einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Innovationskraft Deutschlands. Das Ziel ist, Daten von staatlichen Behörden und Instituten nutzbar zu machen. Die sollen Unternehmen dann kommerziell verwerten können. Was ist von der Strategie zu erwarten?

Die Bundesregierung will Unternehmen mehr staatliche Daten zur Verfügung stellen. Das ist das zentrale Ziel der angekündigten Open Data Strategie. Dabei geht es um Daten, die etwa bei Behörden gesammelt wurden, die künftig öffentlich zugänglich gemacht werden sollen. Die Auswertung der Daten soll dann neue und innovative Unternehmen fördern, die mit der Vermarktung der Auswertungen Geld verdienen sollen. Vorbild für diese Idee sind die USA. Dort sind z. B. die Daten der Wetterbehörde NOAA frei verfügbar und werden z. B. durch den Weather Channel genutzt.

Das Modell wird in Deutschland nicht funktionieren. Denn es gibt in Deutschland relativ wenige Daten und darüber hinaus bisher kaum kommerzielle Ideen zur Datennutzung. Das gibt der Internet-Verband eco auf Nachfrage von FUCHSBRIEFE zu. Der Verband verweist darauf, dass offene Daten die Grundlage z. B. für Smart Cities sind. Ein weiteres Hindernis ist die geringe Digitalisierung deutscher Behörden. Außerdem verhindern die strengen Datenschutzvorschriften eine Veröffentlichung von Daten, die auf einzelne Personen zurückgeführt werden können. Damit fallen viele Datensätze zur Veröffentlichung aus.

Fazit: Die Open-Data-Strategie ist ein theoretisches Konstrukt und sollte Ohne-Daten-Strategie heißen. Denn es gibt nicht ausreichend Daten aus digitalisierten Behörden - dafür aber einen hohen Datenschutz. Unternehmen brauchen von der Strategie nichts erwarten.

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