Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
1025
E-Autos haben wenig Chancen am Markt

Pkw: Auto-Manager bevorzugen Brennstoffzelle

Die Politik trommelt für Elektro-Autos, aber die werden überschätzt. Auto-Manager setzen stattdessen auf den Brennstoff-Antrieb.
Die Zukunft des Personen- und Güterverkehrs liegt im Wasserstoff-Auto. Elektroautos werden zwar von der Politik propagiert. Sie werden aber stark überschätzt. Deutlich bessere Chancen haben Brennstoffzellenautos, also mit Wasserstoff betriebene E-Autos. Das glauben die fast 1.000 wichtigsten Automanager aller großen und global aktiven Autokonzerne und ihrer Zulieferer. In einer Umfrage der Beratungsgesellschaft KPMG gaben 78% der Branchenmanager an, dass sich reine E-Autos wegen der erheblichen Probleme bei der Schaffung der nötigen Ladeinfrastruktur nicht am Markt durchsetzen werden. Brennstoffzellenautos (H2-Fahrzeuge) können deutlich einfacher in das bestehende Verkehrssystem integriert werden. Das bestätigt uns das unabhängige und gemeinnützige Reiner-Lemoine-Institut. Demnach benötigen reine E-Autos zwar insgesamt weniger Energie als Wasserstoff-Fahrzeuge. Aber: Für H2-Fahrzeuge ist kein weitgehender Stromnetzausbau erforderlich. Zudem müssen viel weniger Stromspeicher gebaut werden. Denn überschüssiger Strom kann per Elektrolyse in Wasserstoff gewandelt und leichter gespeichert werden. Das ermöglicht auch eine flexiblere Abnahme und Verteilung. Somit sind Stromangebot und -nachfrage leichter zu koordinieren. Ein Vorteil ist, dass sich die H2-Technik auch in großen Fahrzeugen einsetzen lässt. Damit können Busse und LKW mit diesem Antrieb ausgerüstet werden. Beim reinen Elektroantrieb ist das wegen der Speicherkapazitäten nicht möglich. Der entscheidende Engpass ist auch für die H2-Fahrzeuge die Tankstellen-Infrastruktur. Bisher gibt es nur 40 H2-Tankstellen in Deutschland (20 öffentliche). Allerdings sollen bis 2018 mindestens 100 Zapfstellen errichtet werden, bis 2023 dann mindestens 400. Daran arbeitet das Firmenkonsortium H2 Mobility Deutschland (u.a. Daimler, Linde, Shell, Total).   Außerdem fördert Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die Technik mit 511 Mio. Euro. Die Anschaffung von (noch zu teuren) H2-PKW ist übrigens mit der E-Auto-Prämie ebenfalls begünstigt. China fährt mit H2 vorweg. Dort wird in Kooperation mit der kanadischen Ballard Power gerade eine Fabrik für 6.000 H2-Busse errichtet. Die Kapazität des Werks soll 2018 auf bis zu 10.000 Busse ausgebaut werden. Schon heute setzt das Reich der Mitte im ÖPNV auf H2-Busse. Diese wurden bisher in Kanada gekauft.

Fazit: Die H2-Technik wird unterschätzt. Vor allem Automanager räumen ihr wegen ihrer besseren Integrationsmöglichkeiten größere Erfolgs-Chancen als reinen E-Mobilen ein. Welche Technik sich im Massenmarkt durchsetzen wird, dürfte im Flottenverkehr (Busse, LKW) entschieden werden. Reine E-Autos dürften ihre Nische im Kurzstreckenbetrieb finden.

Meist gelesene Artikel
  • Internet-Lexikon nimmt Partei im Streit um Urheberrechtsreform

Wikipedia keine politisch neutrale Plattform mehr

Die heutige (21.3.) Abschaltung des Internet-Lexikons Wikipedia war und ist in der Community äußerst umstritten. „Wir haben uns zur Partei gemacht. Das fällt uns noch auf die Füße", sagte ein Bundestagsabgeordneter der FDP zu FUCHSBRIEFE, der selbst seit vielen Jahren als Autor bei Wikipedia mitwirkt. Anlass ist die EU-Urheberrechtsreform (Artikel 13). Sie führt zu einer schwierigen Situation für Plattformen wie Wikipedia oder Youtube, da diese für die Rechtmäßigkeit der dort verbreiteten Inhalte rechtlich verantwortlich gemacht werden. Doch am Ende geht es um einen zentralen Grundsatz unserer Rechts- und Werteordnung: Die Achtung von Eigentumsrechten. Sie wird auch nicht durch massenhaften Missbrauch legitim.
  • Fuchs plus
  • Ohne Erlaubnis droht die Kündigung

Werkstatt: nicht im Wohnhaus

Der unerlaubte Betrieb einer Werkstatt in einem Wohngebäude berechtigt den Vermieter zur Kündigung.
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Index-Kletterer

Aufsteiger im MDAX und SDAX

Index-Aufsteiger im Fokus. Copyright: Pixabay
Bei den deutschen Aktien-Indices gab es einige Verschiebungen. Während es im DAX und im TecDAX keine Veränderungen gab, wurde im MDAX und SDAX einiges umhergewirbelt. Besonders interessant für Investoren sind die Index-Aufsteiger. Wir stellen Ihnen heute drei dieser Titel vor.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Immer weniger Zuckeranbaufläche

Eine süße Spekulation

Der Zuckerpreis schien bereits durchzustarten, schreckte dann aber zurück. Jetzt gibt es erneut gute Gründe, eine kleine Preisrally zu erwarten. Anleger können sich dies zunutze machen.
  • Fuchs plus
  • Warnung vor größerem globalen Kupfer-Defizit

Leere Lager, volle Kassen

Das Angebot an Kupfer auf dem Weltmarkt sinkt. Copyright: Pixabay
Bei Kupfer leeren sich die Lager. Zudem ist das 2. Quartal die Phase mit der größten Nachfrage im Jahr. Nun geht es darum, ob der Preis eine wichtige technische Hürde nimmt.
  • Fuchs plus
  • BaFin schafft rechtliche Voraussetzungen für Security-Token

Erster STO Deutschlands geht live

Deutschland ist nicht gerade für besonderes schnelle Verfahren bekannt. Doch die BaFin hat vergleichsweise schnell einen Rechtsrahmen für Security-Tokens hinbekommen. Eine Chance für den Standort.
Zum Seitenanfang