Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1356
E-Autos haben wenig Chancen am Markt

Pkw: Auto-Manager bevorzugen Brennstoffzelle

Die Politik trommelt für Elektro-Autos, aber die werden überschätzt. Auto-Manager setzen stattdessen auf den Brennstoff-Antrieb.
Die Zukunft des Personen- und Güterverkehrs liegt im Wasserstoff-Auto. Elektroautos werden zwar von der Politik propagiert. Sie werden aber stark überschätzt. Deutlich bessere Chancen haben Brennstoffzellenautos, also mit Wasserstoff betriebene E-Autos. Das glauben die fast 1.000 wichtigsten Automanager aller großen und global aktiven Autokonzerne und ihrer Zulieferer. In einer Umfrage der Beratungsgesellschaft KPMG gaben 78% der Branchenmanager an, dass sich reine E-Autos wegen der erheblichen Probleme bei der Schaffung der nötigen Ladeinfrastruktur nicht am Markt durchsetzen werden. Brennstoffzellenautos (H2-Fahrzeuge) können deutlich einfacher in das bestehende Verkehrssystem integriert werden. Das bestätigt uns das unabhängige und gemeinnützige Reiner-Lemoine-Institut. Demnach benötigen reine E-Autos zwar insgesamt weniger Energie als Wasserstoff-Fahrzeuge. Aber: Für H2-Fahrzeuge ist kein weitgehender Stromnetzausbau erforderlich. Zudem müssen viel weniger Stromspeicher gebaut werden. Denn überschüssiger Strom kann per Elektrolyse in Wasserstoff gewandelt und leichter gespeichert werden. Das ermöglicht auch eine flexiblere Abnahme und Verteilung. Somit sind Stromangebot und -nachfrage leichter zu koordinieren. Ein Vorteil ist, dass sich die H2-Technik auch in großen Fahrzeugen einsetzen lässt. Damit können Busse und LKW mit diesem Antrieb ausgerüstet werden. Beim reinen Elektroantrieb ist das wegen der Speicherkapazitäten nicht möglich. Der entscheidende Engpass ist auch für die H2-Fahrzeuge die Tankstellen-Infrastruktur. Bisher gibt es nur 40 H2-Tankstellen in Deutschland (20 öffentliche). Allerdings sollen bis 2018 mindestens 100 Zapfstellen errichtet werden, bis 2023 dann mindestens 400. Daran arbeitet das Firmenkonsortium H2 Mobility Deutschland (u.a. Daimler, Linde, Shell, Total).   Außerdem fördert Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die Technik mit 511 Mio. Euro. Die Anschaffung von (noch zu teuren) H2-PKW ist übrigens mit der E-Auto-Prämie ebenfalls begünstigt. China fährt mit H2 vorweg. Dort wird in Kooperation mit der kanadischen Ballard Power gerade eine Fabrik für 6.000 H2-Busse errichtet. Die Kapazität des Werks soll 2018 auf bis zu 10.000 Busse ausgebaut werden. Schon heute setzt das Reich der Mitte im ÖPNV auf H2-Busse. Diese wurden bisher in Kanada gekauft.

Fazit: Die H2-Technik wird unterschätzt. Vor allem Automanager räumen ihr wegen ihrer besseren Integrationsmöglichkeiten größere Erfolgs-Chancen als reinen E-Mobilen ein. Welche Technik sich im Massenmarkt durchsetzen wird, dürfte im Flottenverkehr (Busse, LKW) entschieden werden. Reine E-Autos dürften ihre Nische im Kurzstreckenbetrieb finden.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Industriemetall Palladium

Unter Schock

Die Rohstoffmärkte sind bis auf wenige Ausnahmen (Gold) kräftig vom Corona-Fieber geschüttelt. Dau gehört auch Palladium, das vor allem an der Autoindustrie hängt. Eine bis vor Kurzem noch undenkbare Situation steht bevor.
  • Fuchs plus
  • Produktcheck: Triodos Impact Mixed Fund

Einfluss geltend machen, die Welt verbessern und Rendite machen

Per Fonds in Nachhaltigkeit investieren. Copyright: Pixabay
Impact Investing ist ein Spezialsegment des nachhaltigen Investierens. Triodos hat eine ganze Fondsfamilie, die sich sehr erfolgreich diesem Ansatz verschrieben hat. Wir stellen Ihnen die Fonds vor.
  • Fuchs plus
  • Unternehmen mit langem Silberhebel

First Majestic Silver hat den Silber-Turbo

Silber-Aktien gibt es einige. Aber First Majestic ist das Unternehmen, das einen der größten Silberpreis-Hebel hat - und einen cleveren CEO.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Will UK wirklich ganz draußen bleiben?

Ökonomischer Selbstmordkurs der Briten

Der Brexit ist noch längst nicht bewältigt. Das Abkommen mit der EU ist der schwierigste Brocken. Das unterstreicht der Autobauer Nissan mit einer ernsten Warnung.
  • Fuchs plus
  • Peking setzt Canberra massiv unter Druck

Aussi im Bann des Streits mit dem wichtigsten Kunden

Australien hatte innerhalb der Weltgesundheitsorganisation eine Untersuchung des Corona-Ausbruchs im chinesischen Wuhan gefordert. Daraus ist ein Konflikt mit China entstanden. China ist der wichtigste Abnehmer der australischen Rohstoff-Exporte.
  • Fuchs plus
  • Dauerbrenner chinesisch-amerikanischer Konflikt

Es geht um mehr als Handelspraktiken

Die Spannungen zwischen den USA und China steigen. Das verunsichert die Finanzmärkte. Die zu Jahresbeginn erzielte vorläufige Einigung verflüchtigt sich bereits.
Zum Seitenanfang