Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1842
E-Autos haben wenig Chancen am Markt

Pkw: Auto-Manager bevorzugen Brennstoffzelle

Die Politik trommelt für Elektro-Autos, aber die werden überschätzt. Auto-Manager setzen stattdessen auf den Brennstoff-Antrieb.
Die Zukunft des Personen- und Güterverkehrs liegt im Wasserstoff-Auto. Elektroautos werden zwar von der Politik propagiert. Sie werden aber stark überschätzt. Deutlich bessere Chancen haben Brennstoffzellenautos, also mit Wasserstoff betriebene E-Autos. Das glauben die fast 1.000 wichtigsten Automanager aller großen und global aktiven Autokonzerne und ihrer Zulieferer. In einer Umfrage der Beratungsgesellschaft KPMG gaben 78% der Branchenmanager an, dass sich reine E-Autos wegen der erheblichen Probleme bei der Schaffung der nötigen Ladeinfrastruktur nicht am Markt durchsetzen werden. Brennstoffzellenautos (H2-Fahrzeuge) können deutlich einfacher in das bestehende Verkehrssystem integriert werden. Das bestätigt uns das unabhängige und gemeinnützige Reiner-Lemoine-Institut. Demnach benötigen reine E-Autos zwar insgesamt weniger Energie als Wasserstoff-Fahrzeuge. Aber: Für H2-Fahrzeuge ist kein weitgehender Stromnetzausbau erforderlich. Zudem müssen viel weniger Stromspeicher gebaut werden. Denn überschüssiger Strom kann per Elektrolyse in Wasserstoff gewandelt und leichter gespeichert werden. Das ermöglicht auch eine flexiblere Abnahme und Verteilung. Somit sind Stromangebot und -nachfrage leichter zu koordinieren. Ein Vorteil ist, dass sich die H2-Technik auch in großen Fahrzeugen einsetzen lässt. Damit können Busse und LKW mit diesem Antrieb ausgerüstet werden. Beim reinen Elektroantrieb ist das wegen der Speicherkapazitäten nicht möglich. Der entscheidende Engpass ist auch für die H2-Fahrzeuge die Tankstellen-Infrastruktur. Bisher gibt es nur 40 H2-Tankstellen in Deutschland (20 öffentliche). Allerdings sollen bis 2018 mindestens 100 Zapfstellen errichtet werden, bis 2023 dann mindestens 400. Daran arbeitet das Firmenkonsortium H2 Mobility Deutschland (u.a. Daimler, Linde, Shell, Total).   Außerdem fördert Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die Technik mit 511 Mio. Euro. Die Anschaffung von (noch zu teuren) H2-PKW ist übrigens mit der E-Auto-Prämie ebenfalls begünstigt. China fährt mit H2 vorweg. Dort wird in Kooperation mit der kanadischen Ballard Power gerade eine Fabrik für 6.000 H2-Busse errichtet. Die Kapazität des Werks soll 2018 auf bis zu 10.000 Busse ausgebaut werden. Schon heute setzt das Reich der Mitte im ÖPNV auf H2-Busse. Diese wurden bisher in Kanada gekauft.

Fazit: Die H2-Technik wird unterschätzt. Vor allem Automanager räumen ihr wegen ihrer besseren Integrationsmöglichkeiten größere Erfolgs-Chancen als reinen E-Mobilen ein. Welche Technik sich im Massenmarkt durchsetzen wird, dürfte im Flottenverkehr (Busse, LKW) entschieden werden. Reine E-Autos dürften ihre Nische im Kurzstreckenbetrieb finden.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Berufstätige haben nicht viel Zeit

Geld zurück für verschobene Fortbildung

Leerer Seminarraum mit Stühlen und großer Fensterfront. Copyright: Pixabay
Gutscheine für verschobene Konzerte, Theater oder Fußballspiele müssen Ticketkäufer akzeptieren, so will es das Gesetz zur ‚Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie für Freizeitveranstaltungen‘. Für Events im beruflichen Kontext wie Fortbildungen, Seminare, Fachmessen und Kongresse gelten dagegen andere Spielregeln.
  • Fuchs plus
  • Japan fährt eine erfolgreiche Corona-Strategie

Omikron kann Yen nichts anhaben

Mehrere Banknoten japanischer Yen. Copyright: Pixabay
Japan setzt bei seiner Omikron-Strategie auf Härte. Der asiatische Inselstaat schließt seine Grenzen - die Zahl der Neuinfektionen ist verschwindend gering. Gleichzeitig erschweren Grenzschließungen den Handel. Welcher Faktor wiegt schwerer für den Yen?
  • Fuchs plus
  • TOPS 2022: Brandschutzmauer fürs Vermögen

Globalance Bank setzt nachhaltig auf Gold

Hand hält eine grüne Erde. Symbolbild Nachhaltigkeit. Copyright: Pixabay
Die Globalance Bank ist auf das Engste mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ liiert. Verkörpert wird dieses durch ihren CEO Reto Ringger, der vor zehn Jahren die Schweizer Bank gegründet hat. Globalance greift im Unterschied zu vielen Banken auf einen eigenen Nachhaltigkeitsfilter – der sog. Footprint-Methodik – zurück. Doch das erneut sehr gute Abschneiden in diesem Jahr zeigt, dass die junge Bank ihren Kunden nicht nur „Nachhaltigkeit“ zu bieten hat.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Ukraine bekommt Unterstützung

Frisches Geld für Kiew

Kirche in Kiew, Ukraine. Copyright: Pixabay
Der IWF hat die seit dem letzten Jahr ausstehende zweite Tranche aus dem Beistandsabkommen für die Ukraine freigegeben. Damit erhält die Kiewer Regierung nicht nur frisches Geld aus Washington sondern auch frischen Kredit an anderer Stelle.
  • Fuchs plus
  • Wie geht es weiter mit der Türkischen Lira

Gewinnen mit Erdogan

Türkische Flagge weht vor der Küste von Istanbul. Copyright: Pexels
Der türkische Präsident Erdogan sorgt für einen stabilen Abwärtstrend der Lira. Der hat bereits zu Interventionen geführt. Da der Absturz dank Erdogan weiter geht, rücken weitere Maßnahmen in den Bereich des Möglichen, die Anleger und in der Türkei tätige Unternehmen im Blick haben müssen.
  • Fuchs plus
  • Japan fährt eine erfolgreiche Corona-Strategie

Omikron kann Yen nichts anhaben

Mehrere Banknoten japanischer Yen. Copyright: Pixabay
Japan setzt bei seiner Omikron-Strategie auf Härte. Der asiatische Inselstaat schließt seine Grenzen - die Zahl der Neuinfektionen ist verschwindend gering. Gleichzeitig erschweren Grenzschließungen den Handel. Welcher Faktor wiegt schwerer für den Yen?
Zum Seitenanfang