Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2391
Finanzplanung

Schäuble’s Geschenkpaket

Wolfgang Schäuble: Die Planung für den nächsten Haushalt steht. | © Getty
Die mittelfristige Finanzplanung stellt auf das Wahljahr 2017 ab. Bis dahin wird mit vollen Händen Geld ausgegeben.
Die mittelfristige Finanzplanung des Bundesfinanzministeriums zielt klar auf die Bundestagswahl 2017. Bis dahin wird das Haus Schäuble alle Klientelgruppen mit insgesamt 38 Mrd. Euro zusätzlich bedienen. In diesen drei Jahren wird der Bund knapp 28 Mrd. Euro mehr ausgeben als 2014. Hinzu kommen noch 10 Mrd. Euro an gesparten Zinsausgaben, die umverteilt werden. Die wichtigsten Etatposten sind: Für Soziales sind zusätzlich 15 Mrd. Euro bis 2017 vorgesehen, das ist die Hälfte der Mehrausgaben.
  • Für Verteidigung werden rund 5 Mrd. Euro mehr aufgewendet als geplant. Die Entwicklungshilfe darf sich über 4 Mrd. Euro mehr bis 2017 freuen.

  • Für Zukunftsinvestitionen können die einzelnen Ressorts binnen drei Jahren zusammen 3 Mrd. Euro pauschal mehr ausgeben.

  • Der Bund übernimmt zudem Kosten für Hochschulen und Kitas, um die Kommunen zu entlasten.

  • Unterm Strich wird der Bundeshaushalt von 302,6 Mrd. Euro in 2015 bis 2019 sogar um über 10% auf 334 Mrd. Euro zulegen.

Die geplanten Steuereinnahmen des Bundes steigen zwischen 2015 und 2017 um 35 Mrd. Euro. Dieser Schätzung liegen eher konservative Annahmen bei Einkommen, Beschäftigung und Inflation zugrunde. Damit schafft sich Finanzminister Schäuble genug Spielraum für Entlastungen im Wahljahr 2017. Denn eine zentrale Klientel der Union schaut in seinem Geschenkpaket noch durch die Finger: die Mittelschicht. Der könnte er dann im Wahljahr bei der kalten Progression doch noch entgegen kommen. Die Grundannahmen des BMF:
  • Das jährliche Wachstum wird nach 1,5% in diesem und 1,6% im nächsten Jahr bis 2019 bei 1,3% p. a. liegen.

  • Die Zahl der Arbeitslosen wird bis dahin um etwa 200.000 auf 2,8 Mio. im Jahresdurchschnitt sinken.

  • Die Inflationsrate zieht an, schon 2016 sollen es 1,4% sein.

Fazit: Was Schäuble an Zinsausgaben spart und an Steuern mehr einnimmt, steckt er weder in Schuldentilgung noch Steuersenkung. Er betreibt klassischen Wählerkauf.

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Gewinner, Verlierer und Handelsstrategien

Die Frontrunner in KW 11 heißen: FV Frankfurter Vermögen AG, Volksbank Vorarlberg e. Gen. und Berliner Sparkasse

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Kalenderwoche 11 zeigt Projekt 7 (Private Banking Depot), wie unterschiedlich Vermögensverwalter agieren. Wer übertrifft die Benchmark, wer fällt zurück – und welche Rolle spielen Handelsaktivitäten? Die Woche liefert klare Antworten und schärft den Blick für die Stärke einzelner Portfolios.
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 11: Rendite, Risiko und Marktdynamik

Stabile Woche, klare Signale: Wer schlägt das Benchmarkdepot?

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die Kalenderwoche 11 verläuft im Performance‑Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) ruhig, aber richtungsweisend: Das Benchmarkdepot steigert sein Vermögen leicht und reduziert gleichzeitig den maximalen Drawdown. Mehrere Vermögensverwalter erzielen deutliche Zugewinne und übertreffen den Referenzwert klar, während andere Institute spürbar zurückfallen. Eine Woche der Stabilität mit klaren Gewinnern und Verlierern.
  • Fuchs plus
  • EU-Indonesien-Handelsabkommen: Chancen für Wirtschaftswachstum und Investitionen

Indonesische Rupie - Aufwind in Südostasien

Mit nahezu 290 Mio. Einwohner ist das Südasiatische Land mit einem BIP von 1,4 Billionen USD kein Leichtgewicht. Mit seinen Rohstoffen und gut ausgebildeten relativ jungen Menschen punktet der Staat. Für den Export winken am Horizont weitere Impulse durch ein Handelsabkommen mit der EU und sorgen für Fantasie in Konjunktur und Währung.
Zum Seitenanfang