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Italienische Rechtsextreme in Umfragen zweitstärkste Kraft

Anti-Euro-Parteien in Rom auf dem Vormarsch

Italienische Rechtsextreme in Umfragen zweitstärkste Kraft. Copyright: Pexels
Eine italienische Partei erlebt in Umfragen einen Höhenflug. Das Brisante: Programmatisch steht sie in der Parteienlandschaft rechtsaußen - noch jenseits der Lega Nord von Matteo Salvini. Wer sind die "Brüder Italiens"?
Mehrere italienische Wahlumfragen sehen die Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) mittlerweile in der Wählergunst auf Platz 2. Die rechtsextreme Partei käme derzeit auf 19,9% der Stimmen. Etwas mehr erhält nur noch die rechts-konservative Lega Nord von Matteo Salvini mit 20,4%. Auf dem Zenit ihrer Beliebtheit im Sommer 2019 lag die Lega in Umfragen bei 38%. Damit käme das rechts-nationalistische Lager (zu dem auch Silvio Berlusconis Forza Italia gehört, aktuell 7,3%) derzeit auf eine Stimmenmehrheit.

Ursprung im Mussolini-Faschismus

Die Partei Fratelli d'Italia ging 2012 aus den Nachfolge-Oranisationen des Mussolini-Regimes hervor. Auf Wahlkampfveranstaltungen der Partei wird regelmäßig der sogenannte "Römische Gruß" (italienische Variante des Hitlergrußes) gezeigt. Die Parteivorsitzende Giorgia Meloni sagte über ihr Verhältnis zum Mussolini-Faschismus: "Das muss im Kontext seiner Zeit beurteilt werden."

Fratelli d'Italia gilt als EU-skeptisch und wirbt für den Austritt Italiens aus der Eurozone. Meloni spricht zudem auch vom Italexit. Sie lehnt den Vertrag von Lissabon ab, ist entschieden gegen eine erneute Austeritätspolitik und tritt ein für einen italienischen Protektionismus. In Fragen der Migration wirbt die Partei für mehr Grenzschutz und eine Begrenzung der Zuwanderung. 


Fazit: Italien schwenkt politisch klar nach rechts. Das politische Risiko für EU und Eurozone nimmt damit zu.

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