Bulgarien: Preisgrenze für Lebensmittel
Die Regierung in Sofia versucht den hohen Preisanstieg auszubremsen. Hintergrund: Bulgarien leidet seit der Einführung des Euro am 1.1.2026 unter einer sehr hohen Inflation. Im Mai lag die Inflationsrate bei 7% (April 6,8%). Besonders stark sind die Lebensmittelpreise gestiegen. Darum hat Sofia nun ein Gesetz verabschiedet, das die Preissteigerungen begrenzen soll. Große Einzelhändler müssen nachweisen, dass die Preiserhöhungen auf objektiven wirtschaftlichen Faktoren beruhen. Die Maßnahme soll im August in Kraft treten, die Transparenz erhöhen, aber keine Preisgrenzen festlegen.
Außerdem hat die EU ein Defizitverfahren gegen Bulgarien angekündigt. Das Haushaltsdefizit wird 2026 4,1% des BIP betragen und 2027 4,3%. Das liegt deutlich über den von der EU zugelassenen 3%. Bulgarien ist seit 2021 politisch instabil. Seither gab es acht Wahlen, die letzten Im April 2026. Einige Regierungen haben versucht, mit deutlich steigenden Löhnen im öffentlichen Sektor sich die Gunst der Wähler zu sichern. Das hat die Inflation und das Staatsdefizit erhöht.