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EU-Außenhandel profitiert von Verträgen

EU setzt erfolgreich auf Freihandelsabkommen

Die meisten Länder der Welt profitieren von Freihandelsabkommen namentlich mit der EU. Deshalb wird überall an neuen, modernisierten Verträgen gearbeitet. Die große Ausnahme ist die USA.

Die Intensivierung der EU-Freihandelspolitik trägt Früchte. Die Exportzahlen steigen bei allen Beteiligten messbar an. Ein Beispiel: Seit dem Abkommen mit Serbien 2013 wuchs der Handel p.a. um 20%. Vorher lag das Plus im einstelligen Bereich. Die vielfach befürchteten Nachteile durch Marktöffnungen bei sensiblen Produkten blieben dagegen bisher weitgehend aus.

Wie erfolgreich diese Politik ist, zeigt sich darin, wie stark sie kopiert wird. So haben die APEC-Staaten gerade das von den USA verlassene TPP–Abkommen bekräftigt. Sie nutzten die Erfahrungen, die die modernisierten EU-Abkommen bieten, und waren schneller als das Original. Allerdings stehen die Verhandlungen der EU mit Japan und dem lateinamerikanischen Mercosur (FB 30.10.) jetzt vor einem erfolgreichen Abschluss.

Möglichkeiten werden nicht genutzt

Jedoch nutzen die Akteure in der EU die ausgehandelten Möglichkeiten nicht aus. So schöpfen Partner(dritt)länder die Zollermäßigungen zu 90% aus. In der EU sind es dagegen nur 70%. Offenkundig hemmt Bürokratie vor allem kleine und mittlere Unternehmen, ihre Absatzchancen zu nutzen. In Brüssel ist das angekommen. Die EU will hier Änderungen herbeiführen.

Bei bisher weitgehend abgeschotteten EU-Märkten kommt es trotz Freihandel nur allmählich zu einem Zuwachs. Denn die Lieferländer namentlich im Agrarsektor nutzen ihre Möglichkeiten bei weitem nicht. Das widerlegt die Befürchtungen, die es bei den Verhandlungen um Kontingentgüter gerade seitens der EU gegeben hatte. Von einer Überschwemmung der Märkte durch Importe kann gar keine Rede sein.

USA in der Zuschauerrolle

Ins Hintertreffen geraten die USA. Nicht erst seit Donald Trump verfolgt Washington eine protektionistische Linie (FB 18.9.). Die Absage an Freihandelsabkommen isoliert das Land nun zusätzlich. Die 11. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) vom 10. bis 13.12. wird dies unterstreichen. In Buenos Aires spielen die USA wohl nur noch eine Zuschauerrolle. Dabei müssten sie bspw. im Verhandlungsbereich „Abbau interner Agrar-Stützungsmaßnahmen" oder bei der „Verbesserung der Transparenz von Regulierungsmaßnahmen für Dienstleistungen" ihre Interessen deutlich einbringen.

Fazit: Die USA sind mit ihrer Skepsis gegenüber den allenthalben als Erfolg gewerteten Freihandelsabkommen isoliert. Lücken, die jeder Rückzug Washingtons im Welthandel hinterlässt, schließen sich schnell.

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