Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
915
Politische Konflikte im Balkan

EU unter Handlungsdruck

Probleme in Mazedonien, dem Kosovo und Bosnien-Herzogowina bereiten auf dem Balkan Sorgen. Die Konflikte können jederzeit eskalieren.
Das NATO-Mitgliedsland Albanien sorgt derzeit für große Probleme auf dem Balkan. Zum Konflikt zwischen dem Kosovo und Serbien ist mittlerweile ein von Tirana geschürter Streit in Mazedonien hinzugekommen. Trotz des Wahlerfolges der bisherigen Regierung Emil Dimitriev (FB vom 16.1.) kommt es dort zu keiner Regierungsneubildung. Die albanischen Parteien beharren auf Verfassungsänderungen. Demnach soll Albanisch flächendeckend zweite Amtssprache werden. Bisher ist dies nur bei einem regionalen Anteil von 20% Albaner der Fall. Dagegen stemmt sich Staatspräsident Gjorge Ivanov – was die Regierungsbildung verhindert. Das setzt die übrige EU unter Handlungsdruck. Denn die amtierende Regierung in Skopje wird auf Dauer nicht ohne Mandat ihre bisherige Sicherheitspolitik fortsetzen können – Mazedonien kontrolliert die von Österreich, Ungarn und Serbien organisierte und von der EU finanzierte Grenze gegen Flüchtlinge aus Griechenland. Der Damm könnte bald brechen. Ähnliches geschieht im Kosovo. Dort steht Präsident Hashim Thaci unter Druck, weil er gegenüber Serbien und Montenegro auf Entspannung setzt. Doch eine nationalistische, albanische Opposition wird vom Nachbarland aus gegen diese Politik aufgewiegelt. Die Umsetzung der Abkommen liegen deshalb auf Eis. Die deutschen Truppen im Land könnten eventuell aufflammenden bewaffneten Konflikten nur zuschauen. Auch ohne den Störenfried Albanien ist die Lage auf dem Balkan brenzlig. So sorgt sich die Bundesregierung zunehmend um Bosnien-Herzegowina. Dort forcieren sich die Separationsbestrebungen der bosnischen Teilrepublik Srpska (RS). Berlin droht deshalb zusammen mit Brüssel EU-Sanktionen gegen das Land und dessen Präsidenten Milorad Dodik an. Der für 2018 angestrebte EU-Beitritt ist damit noch unrealistischer geworden. Besonders problematisch ist die islamistische Bedrohung. Hunderte bosnisch-herzegowinische Staatsbürger haben sich dem bewaffneten Krieg islamistischer Gruppen im Nahen Osten angeschlossen. Ihre Rückkehr könnte die Lage destabilisieren. Die finanziellen EU-Hilfen für die Region (zwischen 2007 und 2017 rund 855 Mio. Euro) werden dies kaum verhindern.

Fazit: Die Lage auf dem Balkan bleibt äußerst instabil. Investitionen müssen von Region zu Region sorgfältig abgewogen werden. Jederzeit kann es über Nacht bürgerkriegsähnliche Zustände mit neuen Fluchtbewegungen geben.

Meist gelesene Artikel
  • Geldtipp-Podcast #7

Immobilien im Privatvermögen

Das Logo zum Geldtipp-Podcast. © Springernature
Geldtipp – Pferdchen trifft Fuchs. Stefanie Burgmaier, das Pferdchen und verantwortlich für das Wissensportal springerprofessional.de, und Ralf Vielhaber, der Fuchs und Herausgeber der Fuchsbriefe, sprechen über wichtige Themen rund ums Geld. Diesmal im Fokus: Immobilien im Privatvermögen.
  • Fuchs plus
  • Analyse nach FUCHS-Bewertungskriterien

Platin vom Asteroiden

Asteroid fliegt an Erde vorbei. © adventtr / Getty Images / iStock
Auf der Erde werden manche Rohstoffe knapp. Doch im Weltraum ist das Potenzial schier unbegrenzt. Erste Abenteurer machen sich daher auf den Weg. Und mutige Anleger können sich per Token beteiligen.
  • Fuchs plus
  • Corona-Maßnahmen werfen Sonderverwaltungszone immer weiter zurück

Hongkong erneut in einer Rezession

Hafen von Hongkong. (c) XtravaganT - Fotolia
Zum zweiten Mal binnen drei Jahren ist die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong in die Rezession abgerutscht. Schuld daran sind vor allem die unverändert scharfen Corona-Maßnahmen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bald rollen H2-LKW über die Autobahnen

Mega-Deal in der Wasserstoff-Branche

Wasserstoff-LKW. © AA+W / stock.adobe.com
Es ist einiges los in der Wasserstoff-Wirtschaft. Als "Energieträger der Zukunft" planen immer mehr Firmen darauf umzusatteln. Im Verkehrsbereich hat nun das Unternehmen Clean Logistics den bislang "dicksten Fisch" an Land gezogen.
  • Fuchs plus
  • Pflanzen auf dem Dach sind mehr als nur ein Hingucker

Energieverbrauch senken, dank Dachbegrünung

Ökologische Architektur: Haus mit begrünter Fassade und Dach. © Arndale / stock.aobe.com
In Frankreich sind Dachbegrünungen auf Neubauten in Gewerbegebieten bereits seit einigen Jahren Pflicht. Das ist hierzulande nicht der Fall. Dennoch sollten gerade Unternehmen eine Bepflanzung ihrer Dächer in Erwägung ziehen.
  • Fuchs plus
  • Marktanalysten erwarten Preisspitze im vierten Quartal

Diesel wird noch teurer

Diesel wird in den Tank eines LKW gefüllt. © Stephen Dewhurst / stock.adobe.com
Diesel wird in den kommenden Monaten nochmals teurer, denn die EU hat bisher einen guten Teil des Kraftstoffs aus Russland importiert. Der Preisabstand zu Benzin wird stark ansteigen, so die Prognose wichtiger Energieanalysten.
Zum Seitenanfang