Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2749
Blick auf die Leitwährungen

EU: Verhandlungen gegen den Brexit

Cameron hat alles auf die Referendums-Karte gesetzt, um an der Macht zu bleiben. Der Preis könnte hoch werden.
UK bleibt gespalten. Das anstehende EU-Referendum wird wahrscheinlich durch ein knappes Ergebnis entschieden werden. Überzeugen will Premier David Cameron die Euroskeptiker durch eine „Reform“ der EU. Er fordert: Die freie Bewegung der Arbeitskräfte innerhalb der EU soll eingeschränkt werden. Und er will die Zuwanderung aus osteuropäischen EU-Staaten begrenzen. Wichtiger: Die Briten wollen Mitsprache der Nicht-Euro-Staaten. Die Euro-Gruppe hat sich zu einem zentralen Gremium der EU entwickelt. UK ist draußen und kann nicht mitreden. Cameron dürfte kaum das erreichen, was das euroskeptische Lager als ausreichend ansieht. Weder Deutschland noch Frankreich sind bereit, die politische Dimension der EU durch eine Stärkung der nationalen Ebene einzuschränken. Bestenfalls käme eine marginale Umverteilung innerhalb der EU-Institutionen etwa von Parlament und Kommission (EU-Ebene) zum Rat (nationale Regierungen) infrage. Die Einschränkung der Freizügigkeit ist gegen die Osteuropäer nicht durchsetzbar. Fraglich ist, ob die Verhandlungen mehr sind als reine Show. Am Konflikt zwischen dem britischen Wunsch nach einer Freihandelszone und den für den Kontinent wichtigen politischen Dimensionen ändert sich nichts. Ebenso wenig am britischen Dilemma, durch die Euro-Ablehnung an den Rand innerhalb der EU geraten zu sein.

Fazit: Cameron ist mit dem Plan eines Referendums ein hohes Risiko für sich und ein wirtschaftliches Risiko für sein Land eingegangen. Am Ende wird der Lohn nicht mehr als der Status quo sein.

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • HotStock der Woche

1&1 stärkt Finanzstruktur

Die Aktien von 1&1 steigen rasant. Eine Kapitalerhöhung und eine neue Finanzierungsstruktur sind Auslöser. Die Veränderung ist für Anleger interessant.
  • Fuchs plus
  • Die Anlageidee der FERI AG

Research statt Bauchgefühl: Wie FERI Kapitalmärkte interpretiert

Illustriert mit MS Copilot
5,2 Millionen Euro Vermögen, eine geplante Unternehmensgründung und der Wunsch nach langfristigem Vermögenserhalt stellen hohe Anforderungen an jede Vermögensverwaltung. Die FERI AG beantwortet diese Herausforderung nicht mit einer klassischen Depotlösung, sondern mit einem researchgetriebenen Multi-Asset-Ansatz. Im Mittelpunkt stehen Kapitalmarktforschung, Szenarioanalysen und aktive Asset Allocation. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Bekämpfung der Finanzkriminalität

Mehr Kompetenzen für die Länder

Die Bundesregierung will die Finanzkriminalität besser bekämpfen. Dafür bekommen jetzt auf Forderung des Bundesrates die Länder mehr Kompetenzen eingeräumt.
Zum Seitenanfang