Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1601
Slowakei: Viele neue Hürden für Parteien

Fico treibt Wahlrechtsreform voran

Nach der Abwahl von Victor Orban in Ungarn treibt Ministerpräsident Robert Fico in der Slowakei eine Wahlrechtsreform voran. Er hofft wohl, seine Wahlchancen im Herbst 2027 erhöhen zu können.

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico will die von ihm geplante Wahlrechtsreform beschleunigen. Zu seinen zentralen Vorschlägen gehört die Abschaffung der Briefwahl für Staatsbürger, die im Ausland leben. Hintergrund: Diese unterstützen mit großer Mehrheit pro-europäische Oppositionsparteien. In Zukunft sollen sie in die jeweiligen Botschaften kommen müssen, um dort zu wählen. Außerdem soll die Amtszeit von Kommunalverwaltungen um ein Jahr auf fünf verlängert werden. Zudem plant Fico, die Wahlkaution von Parteien auf 40.500 Euro mehr als zu verdoppeln. Fico hat darüber hinaus vorgeschlagen, die Wahlhürde von 5% auf 7% zu erhöhen. 

Gegen die Wahlrechtsänderung gibt es wachsenden Widerstand. Die Demonstrationen gegen Fico, die seine gesamte erneute Amtszeit seit Herbst 2023 begleiten, haben wieder größeren Zulauf erhalten. Der slowakische Präsident Peter Pellegrini hat Regierung und Oppositionsparteien zu einem Gespräch am runden Tisch aufgefordert. Die nächsten Wahlen in der Slowakei finden im Herbst 2027 statt.

Fazit: Fico versucht mit Wahlrechtsänderungen seine Macht zu zementieren. In Ungarn erhielt Magyar eine zwei-Drittel-Mehrheit, weil Orban das Wahlrecht so zugeschnitten hatte, das Parteien mit der Mehrheit übermäßig viele Stimmen zugerechnet bekommen.
Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 20: Stabilität und Wettbewerb auf Augenhöhe

Weberbank, DRH und Kaiser Partner dominieren – vier Verwalter schlagen Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Performance-Projekt 9 (Stiftungsportfolio) präsentiert sich als stabiler Wettbewerb auf hohem Niveau: Vier Vermögensverwalter übertreffen das Benchmarkdepot bei der Vermögensentwicklung. Angeführt von der Weberbank mit über 55.000 Euro Zugewinn zeigt sich eine klare Spitzengruppe. Das Benchmarkdepot selbst überzeugt mit starkem Plus und niedrigem Drawdown, bleibt aber hinter den Besten zurück. Gleichzeitig bestätigt das Fehlen von Handelsaktivitäten die Qualität langfristiger Allokationen.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 20: Performance, Gewinner und Verlierer

Weberbank einzige Gewinnerin

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Performance-Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) zeigt ein klares Bild: Während das Benchmarkdepot mit +12.872 Euro und null Prozent Drawdown überzeugt, gelingt es nur einem einzigen Vermögensverwalter, diese Performance zu übertreffen. Die Weberbank setzt sich mit +13.559 Euro an die Spitze, während 98 von 99 Teilnehmern zurückfallen. Gleichzeitig verliert das Gesamtfeld im Schnitt an Vermögen – ein starkes Signal für die Dominanz des Benchmarkdepots in einem schwachen Marktumfeld.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Bewegung, Mut und Momentum im Private Banking

DRH Vermögensverwaltung und Bankhaus Bauer führen das Feld in KW 20 an

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Performance-Projekt 7 (Private Banking Depot) zeigt ein ungewohnt starkes Marktbild: Gleich 19 Vermögensverwalter übertreffen das Benchmarkdepot in der Wochenentwicklung. Angeführt von DRH Vermögensverwaltung und dem Bankhaus Bauer entstehen teils massive Zugewinne, während das Benchmark mit stabilen +8.384 Euro zurückfällt. Gleichzeitig bleibt die Handelsaktivität extrem gering. Für Anleger offenbart sich ein spannendes Paradox zwischen breiter Outperformance und passivem Verhalten.
Zum Seitenanfang