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Verbesserte Staatsfinanzen: EU-Investitionen fördern Wachstum

Italien: Staatsfinanzen erholen sich trotz schwachem Wachstum

Italien kann seine Staatsfinanzen trotz schlechter wirtschaftlicher Entwicklung in diesem Jahr weiter verbessern. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Haushaltsdisziplin der Regierung.

Trotz noch schwachem Wirtschaftswachstum kann Italien seine Staatsfinanzen weiter verbessern. Im zweiten Quartal 2025 stagnierte die italienische Wirtschaft (-0,1%). Auch Italien leidet unter schwacher Auslandsnachfrage und US-Zöllen. Die Exporte gingen im zweiten Quartal um 2,2% zurück. Insgesamt wird die Wirtschaft wohl etwas weniger wachsen als die Prognosen (+0,7%) behaupten. Wir erwarten ein BIP-Plus von 0,5%.

Viele Indikatoren verbessern sich in Italien gerade. Ende 2024 erreichte Italien erstmals wieder das BIP-Niveau von 2008. Die Arbeitslosigkeit ist mit 6% auf historischem Tiefststand, die Beschäftigungsquote mit 62,8% auf Höchststand. Haushaltsdisziplin und die Rücknahme von Steuergeschenken (z. B. Superbonus) haben das Haushaltsdefizit deutlich verringert. 2023 lag es noch bei atemberaubenden 7,2%. Im Jahr 2024 waren es nur noch 3,4%. Im Jahr 2025 wird die Lücke 3,3% betragen, 2026 wird das Defizit bei 2,9% liegen. Diese Entwicklung beruhigt die Finanzmärkte und führt zu sinkenden Zinsen auf Staatsanleihen.

EU-Investitionsmittel helfen Italien

Italien profitiert allerdings auch von den EU-Investitionen. Das Land hat bis jetzt 122 Mrd. Euro aus dem EU-Corona-Programm „Next Generation EU“ erhalten. Weitere 70 Mrd. Euro stehen noch aus. Die Mittel werden vor allem in Infrastruktur (z. B. Bahnstrecken, Straßen, Stromleitungen oder Glasfaserverbindungen) investiert. 

Die positive Entwicklung hat auch Schattenseiten. Neue Beschäftigung entsteht vor allem in Bereichen wie Tourismus und Handel. Daher sinkt die Produktivität der Wirtschaft insgesamt. Wenn es Italien gelingt, die Haushaltsdisziplin aufrecht zu erhalten, und die Früchte der Investitionen zu ernten, kann die Wirtschaft dauerhaft aus der Krise finden.

Fazit: Italien ist auf gutem Weg, die Krise seiner Wirtschaft dauerhaft zu überwinden. Gelingt es Italien, die Haushaltsdisziplin aufrecht zu erhalten, dürfte die Wirtschaft dauerhaft weitere positive Impulse bekommen. Aus dem Haushaltsdefizit könnte bei höherem Wachstum (Prognose 2026 +0,9%) sogar ein Überschuss werden.

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