Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1774
Ungarn und Slowakei drohen mit Gas-Klage gegen EU

Juristischer Widerstand gegen EU-Gasembargo

© lyash01 / Getty Images / iStock
Die EU will den Import von russischem Gas vollständig verbieten - muss aber mit juristischem Widerstand aus Ungarn und der Slowakei rechnen. Die Türkei bietet sich derweil als Ersatz-Lieferant an, würde aber den Gas-Import aus Russland voraussichtlich nur legalisieren.
Die EU muss mit juristischen Widerstand gegen ein vollumfängliches Importverbot von Gas aus Russland rechnen. Ungarn und die Slowakei haben angekündigt, beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) Klage einzureichen, wenn Brüssel die Lieferung von Gas aus Russland in die EU verbietet. Das juristische Verfahren wurde bereits eingeleitet. Sobald die Abstimmung über das vollständige Importverbot stattfindet, will Ungarn die Klageunterlagen beim EuGH einreichen.

Türkei will an Ungarn liefern

Ungarn und die Slowakei seien nicht bereit, für die "ideologischen Entscheidungen der Euro-Bürokraten" zu bezahlen. Der slowakische Premierminister Robert Fico erinnerte Brüssel darüber hinaus daran, dass seinem Land von der EU-Kommission eine Absicherung der Versorgung über alternative Wege und Entschädigungen für Gas-Ausfälle versprochen wurden. Die EU will ab 2027 vollständig auf den Import von russischem Gas verzichten. 

Derweil hat die Türkei eine Liefergarantie für Ungarn ausgesprochen. Das Land hat angeboten, Ungarn auch über 2027 hinaus mit Gas zu beliefern. Dieses Angebot ist aber nur ein Verschiebe-Bahnhof. Denn die Türkei baut seinen Import von russischem Gas aus, will zu einer zentralen Energie-Drehscheibe für Europa werden. Ließe sich Ungarn auf das türkische Angebot ein, wird er vermutlich auch weiterhin Gas aus Russland importieren, nur nicht direkt - und mit anderer Quellenangabe.   
Fazit: Die EU will ein vollständiges Importverbot für russisches Gas durchsetzen. Das würde die Slowakei und Ungarn direkt treffen, die noch Gas aus Russland beziehen. Auch die anderen Länder der EU müssten bei einem vollständigen Importverbot neue Gas-Quellen erschließen und für den Gas-Einkauf voraussichtlich mehr Geld bezahlen. Springt die Türkei als Lieferant ein, wird sie vermutlich nur helfen, das Gasembargo zu umgehen. 
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Öl- & Ölinfrastruktur-Aktien

Venezuela: Wer hebt den Öl-Schatz?

© sankai / Getty Images / iStock
Die USA streben langfristig nach venezolanischem Erdöl und haben bereits Gespräche mit US-Ölfirmen initiiert. Trotz der enormen Ölreserven Venezuelas zeigen sich die Firmen zögerlich, da frühere Enteignungen und die marode Infrastruktur Bedenken aufwerfen. Werden die USA es schaffen, sich den Zugang zu diesem „Schwarzen Gold“ zu sichern - und wer wird davon profitieren?
  • Fuchs plus
  • Messe in München: Fokus Umwelttechnologie

Geschäfte mit UN-Einkäufern machen

Einkäufer der Vereinten Nationen suchen Lieferanten bzw. Partner im Bereich Umwelttechnologien. KMU können im Mai in München Anbahnungsgespräche führen. FUCHSBRIEFE stellen Ihnen die Möglichkeiten vor.
  • Fuchs plus
  • Übernahme-Kampf im Turnaround bei Puma

Lukrative Aktienanleihe auf Puma

Puma
Anta Sports hat ein Übernahmeangebot für 29% von Puma an die Pinault-Familie abgegeben. Doch die Verhandlungen stocken, da Artemis mehr als 40 Euro pro Aktie fordert, ein deutlicher Aufschlag zum aktuellen Kurs. Wir haben eine Aktien-Anleihe gefunden, die Anlegern eine interessante Möglichkeit bietet.
Zum Seitenanfang