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2034
EU droht mit zwei Geschwindigkeiten bei Kapitalmarktunion

Kapitalmarktunion im E6-Format: Sechsergruppe will Vorreiterrolle einnehmen

© Alterfalter / Fotolia
Die EU-Kommission erhöht den Druck auf die Mitgliedsländer, die Kapitalmarktunion einzuführen. Falls keine Einigung zwischen allen Staaten möglich ist, soll sie von einem Teil der Mitgliedsstaaten eingeführt werden.

Die EU der zwei Geschwindigkeiten rückt näher. Die EU könnte das Modell nun bei der seit Jahren stockenden Kapitalmarktunion ausprobieren. Die Idee: Es könnten kleinere Ländergruppen gebildet werden, die bei bestimmten Themen Druck machen und andere Länder mitziehen.  

Bei der Kapitalmarktunion will eine Sechsergruppe nun aufs Tempo drücken (E6-Format). In der Gruppe arbeiten Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Niederlande und Spanien zusammen. Parallel dazu erhöht die EU-Kommission den Druck und droht den Mitgliedsstaaten. Wenn es bis Ende des Jahres keine Einigung darüber gibt, eine Kapitalmarktunion einzuführen, könne diese Ländergruppe Regelungen zu Banken und Versicherungen entwickeln. 

Fazit: Die EU könnte bei der Kapitalmarktunion das Modell eines Europa der zwei Geschwindigkeiten testen. Würde das Modell in Zukunft noch häufiger umgesetzt, könnte das zu einer dauerhaften Teilung in ein „Kerneuropa“ und Mitglieder zweiter Klasse führen.
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