Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
347
In der Tradition der Habsburger

Neue Führungsmacht Österreich

Österreichs wahrscheinlicher neuer Kanzler Sebastian Kurz arbeitet an einer Führungsrolle in Mittelosteuropa.

Der wahrscheinlich neue Kanzler Österreichs heißt Sebastian Kurz (Wahl am 15.10.) – und der arbeitet schon an seiner Führungsrolle in Mittelosteuropa. Der derzeitige konservative Außenminister zielt auf die früher zu Österreich-Ungarn gehörenden Wisegradstaaten (inkl. dem damals teilweise zur Habsburger Monarchie gehörenden Polen).

Kurz greift nach der informellen Führung der europäischen Christdemokraten. Die Erfolgsaussichten dafür sind gut. Derzeit hat der österreichische Außenminister den Vorsitz in der OSZE. Er plädiert für den Einsatz von UNO-Blauhelmsoldaten in der Ost-Ukraine. Im 2. Halbjahr 2018 übernimmt Österreich dann den EU-Ratsvorsitz. Nicht nur für die Endphase der Brexit-Verhandlungen hat der wahrscheinlich neue Bundeskanzler seine Vorstellungen schon auf den Tisch gelegt:

  • Der Brexit soll keine finanziellen Mehrbelastungen für die verbleibenden Mitgliedsländer bringen – im EU-Haushalt muss also gespart und umgeschichtet werden.
  • Ein Subsidaritätspakt soll dafür sorgen, dass grundsätzlich öffentliche Aufgaben auf Ebene der Nationalstaaten geregelt werden. Nur darüber hinausgehende gemeinsame Probleme sollen gemeinsam angepackt werden.
  • Der Außengrenzschutz, die Sicherheits-, Verteidigungs- und Währungspolitik, das Wettbewerbsrecht und der internationale Handel sollen durch die EU geregelt werden
  • National bleiben laut Kurz die Sozial-, Gesundheits-, Gesellschafts- und Familienpolitik.

Den Balkan im Blick

Nach Habsburger Tradition gehört der Balkan zu Österreichs Domäne. Die Balkanroute hat es ja schon geschlossen. Hier will Kurz Beitrittskandidaten und Problemländer ins Visier nehmen. Die Türkei schreibt Wien dagegen als Beitrittskandidaten erst einmal ab.

Deutlich wird der Führungsanspruch von Kurz in der Zuwanderungspolitik. Hier liegt er ganz auf einer Linie mit Ungarn oder Polen – und kann nach Belieben blockieren oder forcieren. Einwanderung ins Sozialsystem soll es nicht mehr geben. Einwanderungszentren (und Asylbearbeitung) sollen außerhalb der EU mit gemeinsamen Kriterien eingerichtet werden.

Fazit: Der junge Mann von der Donau lässt die Führungsrolle der deutschen Christdemokraten verblassen. Merkel sieht nicht nur gegen Macron alt aus.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Start einer neuen Artikelserie in FUCHS-DEVISEN

Kryptowährungen fahrlässig vernachlässigt

Kryptowährungen stehen in Deutschland nicht hoch im Kurs. Zu Unrecht wie wir meinen. Copyright: Picture Alliance
Kryptowährungen stehen in Deutschland bisher nicht hoch im Kurs. Selbst hinter europäischem Durchschnitt bleiben die Deutschen bei der Bitcoin-Nutzung weit zurück. Doch mit den Anwendungsmöglichkeiten im betrieblichen Zahlungsverkehr sollten sich Unternehmer unbedingt beschäftigen. Die Redaktion FUCHS-DEVISEN startet eine neue Serie und macht die Möglichkeiten von Kryptowährungen transparent.
  • Fuchs plus
  • LGT Bank AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Werte und Individualität – mit kleinen Abstrichen

Die LGT Bank hat die grüne Ampel verdient.
"Wir legen Wert auf Werte" – so präsentiert sich die LGT im Netz und verspricht professionelle Anlagekompetenz sowie individuelle Beratung für private und institutionelle Anleger. 3.188 Mitarbeiter kümmern sich unter Leitung der Fürstenfamilie von Liechtenstein weltweit um die Kunden. Wir gehen mit hohen Erwartungen ins Gespräch – und werden in weiten Teilen nicht enttäuscht.
  • Fuchs plus
  • comdirect bank AG

Nummer Eins beim Online-Wertpapierhandel

Die comdirect bank AG profitiert von den Börsenturbulenzen. Copyright: Picture Alliance
Durch Übernahmen will die Comdirekt Bank ihre Marktstellung ausbauen. Die Tochter der Commerzbank ist Deutschlands Marktführer beim Online-Wertpapierhandel. Diese Marktstellung gilt es zu behaupten.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Des Bauern Leid ist manchen Anlegers Freud‘

Mit dem Turbo gegen eine miese O-Saft-Ernte

Hier zu kalt, dort zu warm: Die großen Orangen-Anbaugebiete in den USA werden in diesem Jahr nur einen dürftigen Ertrag einfahren. Des Bauern leid, ist manchen Anlegers Freud' – denn auch auf die erwarteten Ernteausfälle lässt sich spekulieren.
  • Fuchs plus
  • Das Jahreshoch ist überschritten

Öl-Rally beendet

Öl-Investoren sollten umdenken. Copyright: Picture Alliance
Der Ölpreis war zuletzt nochmals kräftig angezogen. Doch spätestens das Treffen Trump/Putin hat dem Preis einen Dämpfer versetzt. Wer auf den Ölpreis spekuliert, muss jetzt umdenken.
  • Fuchs plus
  • Japans Währung verliert Nimbus als sicherer Hafen für Asien

Langfristiger Aufwärtstrend beim Yen durchbrochen

Der langfristige Aufwärtstrend beim Yen ist durchbrochen. Dafür gibt es insbesondere wirtschaftliche Gründe. Die Situation wirkt selbst-verstärkend. Für Yen-Anleger ergeben sich dennoch Chancen.
Zum Seitenanfang