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Kultur statt Kacheln: Portugals Golden Visa im Wandel

Portugal kämpft mit Wohnungsnot und Visa-Flut

© Martin Schlecht/Panthermedia
Trotz der Einschränkung des Golden-Visa-Programms für Immobilien boomt Portugals Nachfrage nach Aufenthaltsgenehmigungen. Investoren weichen auf Kulturprojekte aus – mit einem Rekord von 12 Mio. Euro. Während die Immobilienpreise 2024 um 13,7 % steigen, versucht die Regierung mit Milliarden-Garantien gegenzusteuern. Der Kampf um Wohnraum spitzt sich zu.

Das Interesse am portugiesischen Golden-Visa-Programm ist ungebrochen. Und das, obwohl Immobilieninvestments seit der Reform 2023 ausgeschlossen sind. Über 50.000 Menschen warten derzeit auf eine Genehmigung. 2024 lebten bereits 1,6 Millionen Ausländer im 11-Millionen-Einwohner-Staat. Das entspricht über 15 % der Bevölkerung.

Kultur wird zum Magneten für Investoren

Seitdem Immobilieninvestitionen nicht mehr für ein Golden Visa qualifizieren, boomt ein anderer Bereich: kulturelle Projekte. Allein 2024 flossen laut offiziellen Angaben 12 Millionen Euro in Kultur – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Auch wissenschaftliche Forschung und Geschäftsvorhaben ziehen vermehrt Investoren an.

Wohnraum bleibt knapp – Preise steigen rasant

Der Immobilienmarkt bleibt angespannt: 2024 stiegen die Preise um 13,7 %. Im internationalen Vergleich belegt Portugal damit Platz 4 weltweit. In Lissabon, Porto und der Algarve sind Immobilien oft unerschwinglich. Ende 2024 standen 3.599 Objekte für temporäre Mieten bereit – ein Allzeithoch, das Druck auf den Wohnungsmarkt erhöht.

Staat reagiert mit Milliardenhilfen

Um gegenzusteuern, hat die Regierung Maßnahmen wie Mieteinfrierung und Kreditgarantien für junge Käufer eingeführt. Eine Milliarde Euro an staatlicher Unterstützung soll Kredite im Umfang von 6,7 Milliarden Euro ermöglichen. Erste Milliardenbeträge wurden bereits abgerufen.

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