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Péter Magyar holt Zweidrittelmehrheit

Ungarn macht den Weg für Investitionen frei

Unter Viktor Orban sind die ausländischen Direktinvestitionen eingebrochen. EU-Fördergelder wurden zurückgehalten. Jetzt hofft das Land auf einen Aufschwung.

Der unerwartet klare Sieg von Péter Magyar bei der Wahl dürfte sich positiv auf die Investitionen deutscher Unternehmen in Ungarn auswirken. Der Herausforderer des Rechtspopulisten Viktor Orban hatte bei den Wahlen zwei Drittel der Parlamentssitze geholt.

Die ungarische Wirtschaft hatte unter dem antieuropäischen Kurs Orbans in den vergangenen Jahren zusehends gelitten. Die ausländischen Direktinvestitionen brachen von 8,9 Mrd. Euro im Jahr 2022 auf nur noch 3,5 Mrd. Euro im abgelaufenen Jahr ein.

Defizit von 4,6% erwartet

Aufgrund der EU-feindlichen Politik Orbans hatte die Europäische Kommission Fördergelder für Ungarn in Milliardenhöhe zurückgehalten. Dies hatte die Möglichkeit der Regierung, Investitionen zu fördern, beträchtlich beschnitten. Außerdem kämpft das Land mit einem Staatsdefizit von voraussichtlich 4,6% des BIP im laufenden Jahr.

Die neue Regierung hofft jetzt, dass die zurückgehaltenen EU-Gelder freigegeben werden. Zudem besteht die Hoffnung, dass ausländische Investoren wieder stärker in die Wirtschaft des Landes investieren werden. Vor allem die deutsche Automobil- und Zulieferindustrie ist bereits stark in Ungarn vertreten.

Rückgewinnung von Vertrauen kann dauern

"Es wird zwar allgemein erwartet, dass die ungarische Regierung die Probleme im Zusammenhang mit den EU-Fördermitteln rasch lösen wird. Doch die Realität sieht so aus, dass dies länger dauern könnte", heißt es in einer Analyse der ING. Unter Orban habe das Vertrauen sehr gelitten. "Um dieses Vertrauen wiederherzustellen, sind mehr als nur symbolische Maßnahmen erforderlich."
Fazit: Mit der Abwahl von Orban dürfte sich das Klima für ausländische Investitionen in Ungarn deutlich verbessern.
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