Ungarns Opposition fürchtet Wahlbeeinflussung
Der Ungarische Oppositionsführer Peter Magyar wirft Russland vor, die bevorstehende Wahl in Ungarn mit Desinformationen und Cyberangriffen zu Gunsten des Regierungschefs Victor Orban beeinflussen zu wollen. Die Wahl wird im Frühjahr 2026 stattfinden. Magyars Partei Tisza („Recht und Freiheit“) liegt in Umfragen derzeit etwa 10% vor Orbans Fidesz-Partei.
Vorwurf: EU plane Regimewechsel in Ungarn
Hintergrund für Magyars Vorwürfe ist, dass der russische Auslandsgeheimdienst SVR behauptet hatte, die EU-Kommission plane einen Regimewechsel in Budapest und Magyar sei ihr Wunschkandidat. Orban selbst inszeniert sich gerne als Opfer der EU und hat schon selbst mehrfach behauptet, die EU wolle in Ungarn eine Marionettenregierung installieren.
Tatsächlich profitiert Ungarn stark von der EU. Das Land erhält etwa fünf mal mehr Mittel von der EU als es in den Haushalt einzahlt. Auch nachdem die EU die Auszahlung eines Teils der für Ungarn vorgesehenen Mittel verweigert hat, weil sie durch Orbans Justizreform die Unabhängigkeit der Justiz eingeschränkt sieht, bleibt Ungarn ein großer Nettoempfänger.
Fazit: Victor Orban hat aus seiner Nähe zum Kreml nie einen Hehl gemacht. Ungarns Opposition fürchtet nun die Beeinflussung der Wahl durch Russland.