Weg frei für den KNDS-Börsengang
Die Entscheidung ist nach langen Hin und Her gefallen; der Bund steigt bei dem deutsch-französischen Panzerbauer KNDS ein. Nach intensiven Verhandlungen hat sich die Bundesregierung mit den deutschen Anteilseignern auf eine Beteiligung von 40% geeinigt. Frankreich stimmt dem zu. Damit ist der Weg zu einem der größten europäischen Börsengänge in diesem Jahr frei
„Mit der 40-prozentigen Beteiligung des Bundes an KNDS sichern wir Schlüsseltechnologien, industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland. Künftig entscheiden Deutschland und Frankreich auf Augenhöhe über die Entwicklung eines Unternehmens, das für die europäische Verteidigungsfähigkeit von zentraler Bedeutung ist“, kommentiert Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Der französische Staat reduzieret seinen Anteil genau wie Deutschland auf 40%. 20% der Aktien sollen frei gehandelt werden.
Basis für Konsolidierung
Mit dem Gemeinschaftsunternehmen, das u.a. den Kampfpanzer Leopard sowie den Transportpanzer Boxer baut, wird der Grundstein für die Konsolidierung des europäischen Rüstungssektors gelegt. Nach dem Scheitern des FCAS-Projektes gilt der KNDS-Börsengang, der in Frankfurt/Main und Paris gleichzeitig erfolgen soll, zudem als Basis für eine Vertiefung der deutsch-französischen Rüstungsarchitektur gewertet.