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USA droht wachsende Altersarmut

Rentenkrise in den Staaten

Die USA haben große Probleme mit der Rentenversicherung. Dies trifft vor allem die weiße Mittelschicht. Mit Folgen für das politische Klima.
Den USA stehen eine Rentenkrise und wachsende Altersarmut bevor. Rund 10 bis 11 Mio. Arbeitnehmern und Rentnern bricht gerade die zentrale Alterssicherung weg. Die Finanzkrise der Jahre 2008 folgende hat das Vermögen der Pensionskassen angegriffen. Darunter fallen auch die „multi employer plans“. Diese Pensionskassen beruhen im Wesentlichen auf Tarifverträgen. Sie sind vor allem in den alten Industrien verbreitet, in deren Belegschaften Weiße dominieren. Diese Industrien verschwinden. Und mit der Überalterung der weißen Bevölkerung kippt bei den betroffenen Pensionskassen auch das Verhältnis von Einzahlern zu Rentnern. Zum Jahreswechsel trat daher ein Gesetz in Kraft, dass massive Kürzungen der laufenden Renten erlaubt. Beantragt sind derzeit Kürzungen bis zu 60%! Die Alternative, die ebenfalls vor der Pleite stehende staatliche Versicherung der Pensionskassen zu sanieren, war dem Kongress zu teuer. Direkt betroffen sind bislang nur knapp 300.000 Pensionäre. Insgesamt hängen an diesem Zweig der Alterssicherung aber rund 10,6 Mio. Mitglieder. Nimmt man zu jedem Mitglied nur eine abhängige Person hinzu, ergeben sich rund 20 Mio. Betroffene. Rechnet man diese vereinfachend komplett der weißen Bevölkerungsgruppe zu, wären mehr als 25% der weißen Bevölkerung betroffen. Der wirtschaftliche Strukturwandel hin zur Digitalgesellschaft bringt ohnehin eine extreme Verschiebung der Wohlstandsverteilung zu den besser gestellten Schichten mit sich. Die bislang aufgrund von Kopfzahl und Leistung klar dominierende weiße Mehrheit (rund 65% der Bevölkerung) verliert dabei in jeder Hinsicht: Die Demografie macht sie in absehbarer Zeit zur größten Minderheit. So fiel der weiße Anteil unter den Schulanfängern bereits 2014/15 erstmals unter 50%.

Fazit: Die USA stehen nicht nur vor der Bewältigung einer großen sozialen Herausforderung. Zugleich wird die Rentenkrise, die vornehmlich die weiße Mittelschicht trifft, zu einer weiteren Verschiebung hin zu politischen Extrempositionen á la Tea Party führen.

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