Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1266
GUS

Tafelsilber im Angebot

Präsident Putin: Aus Not verkaufswillig | © Getty
Offenbar sind die finanziellen Verhältnisse Russlands schlechter als angenommen. Jetzt stehen Filetstücke der russischen Wirtschaft zum Verkauf.
Es kracht offenbar im Gebälk des neo-sowjetischen Reichs Wladimir Putins. Der wirtschaftliche Druck zwischen den Mühlsteinen „Einbruch der Ölpreise“ und „Sanktionen“ ist inzwischen so stark, dass Notmaßnahmen auf die Tagesordnung kommen. Sowohl Russland selbst als auch der ölexportierende Vasall Nursultan Nasarbajew in Kasachstan haben umfangreiche Privatisierungen angekündigt. Die sind allerdings als reine Finanzierungsoperationen erkennbar und verfolgen keinerlei Reformabsicht. Die Kontrolle soll Putins Ankündigungen zufolge beim russischen Staat bleiben. Denn Beteiligungen an den Kronjuwelen der russischen Wirtschaft wie der Ölfirma Rosneft oder dem Versorger RusHydro sollen vermarktet werden. In Kasachstan stehen vor allem KazMunaiGaz, KazTelecom oder der Versorger KEGOC vor dem Verkauf. In Kasachstan ist den lokalen Medien zufolge allerdings eher an eine Revision der jeweiligen Konzernstrukturen gedacht. Demnach sollen eher Tochterfirmen verkauft werden als Beteiligungen an den Muttergesellschaften. Zumindest für Russland könnte die Aktion eher auf das Inland zielen. Dem laufenden Kapitalabfluss könnte durch neue und interessante Angebote begegnet werden. In jedem Falle ist nach den bisherigen Erfahrungen für ausländische Investoren Vorsicht geboten, die sich in als politisch („strategisch“) relevant geltenden Sektoren engagieren. Denn dort zeigt das Putin-Regime nicht den geringsten Respekt vor den Eigentumsrechten der Investoren.

Fazit: Die Ankündigung liefert ein negatives Signal für Russland. Offenbar sind die finanziellen Verhältnisse noch schlechter als bislang eingeschätzt.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein

Nippons Geldhüter überraschen den Yen nicht

Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein. Copyright: Pexels
Nach zweitägiger Beratung verkündeten die Geldhüter Japans – für die Märkte wenig überraschend – dass sie an ihrer Geldpolitik festhalten. Sorgen machen sollten allerdings die dahinter liegenden Gründe. Dennoch gibt es gute Nachrichten – auch für Anleger.
  • Fuchs plus
  • Optimistische Weizen-Prognosen aus Down Under

Angeknackster Preistrend

Optimistische Weizen-Prognosen aus Down Under. Copyright: Pixabay
Das Bauern Freud' ist des Investors Leid: Das gilt auch bei Agrarrohstoffen. Aktuell ist Weizen betroffen. Noch vor einem Monat sah es hier mit den Ernten düster aus. Doch es hat sich etwas geändert.
  • Fuchs plus
  • Kündigung eines Prämiensparvertrages

Sparkasse kündigt Sparverträge, weil sie ihr zu teuer sind

Sparkasse kündigt Sparverträge, weil sie ihr zu teuer sind. Copyright: Pixabay
Prämienspar­verträge waren lange ein Sparkassen-Bestseller. Zusätzlich zum Zins erhält der Sparer eine jähr­liche Prämie, die mit der Lauf­zeit ansteigt. In Niedrigzins-Zeiten wird diese Prämie aber zur Belastung. Die Sparkassen kündigen nun alte Spar­verträge. Ist das zulässig?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • EuGH verhängt finanzielle Sanktionen gegen Polen

Der Zloty unter Druck: Bleibt Polen in der EU?

Der Zloty unter Druck: Bleibt Polen in der EU? Copyright: Pixabay
Polens Regierung muss nun erstmals vom EuGH verhängte finanzielle Sanktionen hinnehmen. Der Anlass: Ein vom Nachbarn Tschechien betriebenes Verfahren um den Braunkohletagebau Turow. Das dürfte nur ein Testlauf sein für weitere Sanktionen im Streit um die Justizreform. Offenbar werden nun auch die Finanzmärkte davon beeinflusst.
  • Fuchs plus
  • Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein

Nippons Geldhüter überraschen den Yen nicht

Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein. Copyright: Pexels
Nach zweitägiger Beratung verkündeten die Geldhüter Japans – für die Märkte wenig überraschend – dass sie an ihrer Geldpolitik festhalten. Sorgen machen sollten allerdings die dahinter liegenden Gründe. Dennoch gibt es gute Nachrichten – auch für Anleger.
  • Fuchs plus
  • China will ausufernden Immobilien(preis-)boom stoppen

Evergrande erschüttert Rohstoff-Lieferanten – Renminbi bleibt unberührt

China will ausufernden Immobilien(preis-)boom stoppen. Copyright: Pexels
Seit Tagen ist die drohende Pleite des chinesischen Bauträgers Evergrande Marktgespräch. Es geht darum, die Schieflage und ihre Folgen möglichst treffsicher einzuschätzen. Die Devisenmärkte haben das (wie die Aktienmärkte auch) bereits getan.
Zum Seitenanfang