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Weitreichende Folgewirkungen des US-Abzugs aus Syrien

Tiefschlag für den Westen

Mit dem Rückzug der Amerikaner aus Syrien gerät eine ganze Region außer Kontrolle bzw. in den Einflussbereich Moskaus. Doch die Folgen gehen noch weit darüber hinaus. „Der Westen" ist düpiert. Und viele Staaten frohlocken.

Der Rückzug der Amerikaner aus Syrien wird weitreichende Folgen haben. Der Einfluss des Westens im Nahen Osten sinkt Richtung null. Washington überlässt Moskau das Feld in der Region. Die außen- und sicherheitspolitischen Folgen ...

Europäer und Amerikaner haben sich mit den Türken überworfen. Schon ist die Rede davon, dass Wladimir Putin beabsichtigt, die Türkei aus dem NATO-Verbund zu lösen. Recep Tayyip Erdogan, der autoritäre Herrscher über die Türken, hat bereits Luftabwehrraketen des russischen Typs S-400 gekauft. Es gilt als eines der modernsten Waffensysteme, das Moskau zu bieten hat.

Instabiler Irak – Irans Einfluss wächst auch dort

Der Irak als wichtige Ölmacht in der Region ist in weiten Landesteilen instabil. Auch er wurde von den Amerikaner aufgegeben. Korruption ist bis in die höchsten Staatsämter verbreitet. Straßenunruhen sind an der Tagesordnung. Nur im kurdischen Teilstaat im Norden und den mehrheitlich sunnitischen Regionen im Norden herrscht einigermaßen Ruh.
Die Proteste konzentrieren sich auf den von Teheran beeinflussten Süden des Landes. Es geht dabei um die katastrophale Versorgungslage, aber auch um den Einfluss des Irans. Dieser scheint zu wachsen. Abdel-Wahab al-Saadi, bislang Vizechef der irakischen Antiterroreinheiten wurde versetzt. Ein Grund soll sein, dass er dem Einfluss der Iran nahestehenden schiitischen Milizen in die irakische Armee im Wege stand. Für den Westen fatal: Al-Saadi war eine wichtige Figur bei der Bekämpfung des „Islamischen Staats" (IS).

Saudis fühlen sich allein gelassen. Israel wird unruhig

Auch für Saudi-Arabien hat sich die Lage mit dem Rückzug der Amerikaner verschlechtert. Das Land führt einen gnadenlosen Stellvertreterkrieg mit dem Iran im Jemen. Jüngst erst wurden saudi-arabische Raffinerien von Drohnen bombardiert. Der Iran wird dahinter vermutet, nachgewiesen ist das nicht.

Israel Führung ist ebenfalls unruhig. Zwar steht Donald Trump bisher unbeirrbar zur Jerusalem. Doch auch dort hat man registriert, dass für Trump innenpolitische Ziele Vorrang haben. Er versucht seine Wahlversprechen um jeden Preis zu erfüllen. Eines davon lautet, eigene Truppen nach Hause zu holen.

Aufrüstungswelle steht bevor

In Fernost reibt sich Peking die Hände. Asiens US-Verbündete wie Südkorea oder Japan fürchten jetzt ebenfalls die Unberechenbarkeit Washingtons – und zählen nicht mehr unverbrüchlich auf die US-Unterstützung.
In Nordkorea wird die Schwäche des Westens ebenfalls genau registriert. Man darf sich auf neue Provokationen und Forderungen aus Pjöngjang einrichten. Sowohl Nordkorea und möglicherweise auch die Saudis könnten nun endgültig nach Atomwaffen greifen.

Fazit

Die Sicherheitslage verschlechtert sich deutlich. Die Amerikaner setzen mit ihrer Nahost-Politik eine weltweite Aufrüstungsrunde in Gang. Europa wird sich langfristig von der NATO emanzipieren müssen. Die verbliebene Waffe des Westens, Sanktionen, wird zunehmend stumpf. Und auch die Versorgungssicherheit muss Sorgen machen. Noch wird Erdöl in größeren Mengen gebraucht.

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