Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
844
Offenlegungen in Politik und Wirtschaft

Mehr Transparenz für NGOs

Von Politik und Wirtschaft wird immer mehr Transparenz gefordert. Meist sind es NGOs, die sich für mehr Transparenz stark machen. Doch wer kontrolliert eigentlich die NGOs? Ein Kommentar von Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber
Transparenz ist der große gesellschaftliche Trend unserer Zeit. Alles soll offensichtlich, nachvollziehbar sein. Die Zivilgesellschaft ist unermüdlich auf der Suche nach unfairem Verhalten, ungleichen Bedingungen, Übervorteilungen aller Art. Das Bankgeheimnis wurde hinweggefegt, es gibt mittlerweile ein Unternehmens-Transparenzregister, ein spendenfinanzierter Redaktionsblog namens Abgeordnetenwatch will die Verquickungen der Politik mit der Wirtschaft aufdecken und ein Berliner Journalist verklagt erfolgreich die Kanzlerin, dass sie ihre Pressekontakte aus dem Jahr 2016 offenlegt. Meist sind es Nichtregierungsorganisationen, die sich für Transparenz stark und durchaus auch verdient machen. Sie gebärden sich als Wachhunde für das Gute. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Deutsche Umwelthilfe – Selbstlob: „Die DUH hat den Umweltschutz in den vergangenen 40 Jahren maßgeblich beeinflusst“ – zeigt das gerade beispielhaft. Fragt man die Vereinigung nach ihren Finanzquellen, ist Diskretion oberstes Gebot. Man solle bitteschön im Geschäftsbericht nachsehen, schreibt man uns. Doch da findet sich nicht zu konkreten Finanziers.  Inzwischen ist bekannt geworden, dass zu den großen Geldgebern die Telekom gehört, aber auch der japanische Autobauer Toyota. Wer kontrolliert die Kontrolleure? Wer schafft Transparenz im Finanzierungsnebel der NGOs? Wer deckt auf, welche Interessengruppen und Großfinanziers die Portemonnaies aufmachen, um – ja, was eigentlich? Nichtregierungsorganisationen sind längst eigene, große Wirtschaftsbetriebe mit eigenen Interessen. Die sie flugs zu gesamtgesellschaftlichen erklären. Die DUH ist nur Teil fürs Ganze. In zahlreichen größeren und kleineren Organisationen der Zivilgesellschaft, die Druck auf die Politik ausüben, ob Greenpeace oder Amnesty International, mischen kleine wie große Geldgeber mit. Zu den bekanntesten dürfte der ehemalige Hedgefonds-Manager George Soros gehören. Es wird Zeit für ein Transparenzregister für NGOs. Damit die Gesellschaft sehen kann, ob sich nicht der Bock selbst zum Gärtner macht, meint Ihr Ralf Vielhaber.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Zu viele Unwägbarkeiten

Die Mär vom vorzeitigen Kanzlerwechsel

Ein Thronwechsel im Kanzleramt ist derzeit nicht zu erwarten. Copyright: Pixabay
Deutschland diskutiert über einen vorzeitigen Kanzlerwechsel. Merkel wirke müde, Impulse seien von ihr nicht mehr zu erwarten. Die designierte Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer stehe kurz vor Halbzeit in den Startlöchern. Was sich plausibel liest, ist es beim Blick hinter die Kulissen noch lange nicht. FUCHSBRIEFE berichten, was in Berlin hinter den Kulissen dazu zu hören ist .
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Aktien aus Australien

Viel zu entdecken in Down Under

Im Fokus: Aktien aus Australien Copyright: Pixabay
Nachdem wir vor wenigen Wochen Titel aus Neuseeland vorgestellt haben, fokussieren wir uns in dieser Woche auf den großen Bruder: Australien. Durch die räumliche Distanz kommen europäische Anleger nur selten mit australischen Titeln in Kontakt. Ein Manko, das es angesichts der soliden Wirtschaft und lukrativer Unternehmen auszuräumen gilt.
  • Im Fokus: Wasserstoff und Brennstoffzellen

Suche nach Diesel-Alternativen treibt an

Wasserstoff-Atom Copyright: Pixabay
Saubere, ökologische und nachhaltige Antriebsmöglichkeiten sind derzeit gefragt. Dass man Wasserstoff als Energieträger nutzen kann, lernt man bereits im Chemie-Unterricht in der Schule. Auch heute schon, kann man mit einem Wasserstoff-Motor nicht unerhebliche Reichweiten erreichen. Durch die Diesel-Diskussion werden diese Motoren stärker gefragt. Findige Konzerne werden auf ebenso innovative Zulieferer aus der Branche angewiesen sein. Wir stellen einige der potenziellen Profiteure vor.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bank für Sozialwirtschaft, Stiftungsmanagement 2019: Qualifikation

Keinerlei Enthusiasmus

Die Bank für Sozialwirtschaft hat es nicht in die Endauswahl geschafft.
So geht es nicht. Die Bank für Sozialwirtschaft kommt mit einem 08-15 Angebot daher. Die vorgegebenen Kundenwünsche werden unter den Tisch gekehrt. Wichtige Angaben zu den Kompetenzen des Hauses werden nicht gegeben. Damit macht es sich die Bank viel zu einfach und stellt sich mit diesem Angebot im Wettbewerberumfeld selbst ins Abseits.
  • Fuchs plus
  • HSBC, Stiftungsmanagement 2019: Qualifikation

Viel heiße Luft

Die HSBC hat es nicht in die Endauswahl geschafft.
HSBC hat nach eigenen Angaben alle notwendigen Qualifikationen im Stiftungsmanagement und kann auf eine lange Tradition zurückbleiben. Im spezifischen Fall kocht die HSBC allerdings nur mit Wasser. Intelligente Überraschungsmomente sucht man vergebens. Einige Kundenwünsche werden sogar kurzerhand negiert. Mit dieser Haltung kann die HSBC nicht an vorderster Front mitspielen.
  • Uni-Leitungen ohne Rückgrat

Professoren-Pranger und Repression

An den Unis grassiert ein Klima der geistigen Repression. Studenten führen sich auf wie Jakobiner, Universitätsleitungen geben klein bei. Die Tempel der geistigen Freiheit verkümmern zu Höhlen des eingeschränkten Diskurses mit einem virtuellen Pranger im Zentrum. Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber über eine traurige Entwicklung, die an der US-Elite-Uni Harvard gerade wieder „Schule" macht.
Zum Seitenanfang