Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
421
Donald Trump lässt sich einhegen

USA: Ein Konflikt als gute Nachricht

Allmählich setzen sich die Gemäßigten in Trumps Umfeld durch: Stabschef John Kelly (r) im Gespräch mit Jared Kushner (l). © picture alliance / AP Images
Im Weißen Haus haben sich ein paar grundlegende Dinge geändert. Das könnte künftig auch die bisher konfuse Politik des Präsidenten positiv beeinflussen.
In den USA bahnt sich ein neuer Konflikt an, in den das Weiße Haus verwickelt ist. Donald Trump (Präsident) gegen Steve Bannon (Ex-Präsidentenberater). Mit Bannons Entlassung sind jetzt die wichtigsten Protagonisten der Abschottung, des Protektionismus, des Handelskriegs und des Mauerbaus aus dem engsten Kreis der White House-Berater heraus. Um Stabschef John Kelly bildet sich ein gemäßigtes Machtzentrum heraus. Dazu gehören Jared Kushner, Ivanka Trump und andere im „Westflügel“. Es wurde vom Hardliner Bannon immer als „Wall Street Lobby“ oder Democrats beschimpft. Kelly verdrängte vor Bannon schon den aggressiv argumentierenden Anthony Scaramucci vom Posten des Kommunikationsdirektors. Das Weiße Haus muss sich dennoch auf heiße Zeiten einrichten. Bannons rechte Webseite Breitbart News kündigte bereits „Krieg“ an. Gegner ist angeblich die linke amerikanische Presse. Rücksichten meint Bannon nun nicht mehr nehmen zu müssen. Aber natürlich richtet sich das auch gegen den Präsidenten. Denn der hat mit dem Rauswurf Bannons Eitelkeit gekränkt. Bannon wird den Säbel herausholen, wenn Trump durch weitere Abweichungen von seinen einstigen Wahlversprechen auffällt. Wenn China also in Sachen Nordkorea einlenkt, hat es bspw. keine Strafzölle verdient. Trump wird dies als konsequente Fortsetzung seines gegenteiligen Wahlversprechens preisen. Bannon aber würde die Chinesen unter allen Umständen abstrafen wollen. Weil das gut in seine absurde Handelspolitik passt: Abschotten, Autarkie, America first, Kohle & Stahl wieder aus Ohio-Kentucky und Umgebung. Das könnte den Präsidenten noch näher zum West Wing der Kushner-Truppe treiben. Wenn Bannon die „einmalige Größe“ des Donald Trump fortan in Frage stellt, wird er zum Feind. Auf diesen Konflikt dürfen wir jetzt wohl bauen – mit vielen deftigen Varianten.

Fazit: Damit bestätigt sich unsere Erwartung, dass sich Donald Trump einhegen lässt. Denn am Ende will er nicht als GröLiP (Größter Loser im Präsidentenamt) in die Geschichte eingehen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Erbschaftsteuergesetz ist offensichtlich verfassungswidrig

Der Staat macht den Erbfall zum Risiko

Erblasser werden vom Staat im Stich gelassen. Das deutsche Erbschaftsteuerrecht ist nach Meinung des ehemaligen Verfassungsrichter Prof. Paul Kirchhof nicht verfassungskonform – Gestaltungen geschehen unter Vorbehalt. © PictureAlliance
Erst vor Kurzem hat die (alte) Bundesregierung das Erbschaftsteuerrecht geändert. Doch auch die Neuregelung ist klar verfassungswidrig. Das sagt der ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht, Prof. Paul Kirchhof. Das bringt erhebliche Unsicherheit für Steuergestaltungen mit sich.
  • Verbraucherschutz als Wiedergutmachungsprogramm

Das Märchen vom Bürokratieabbau

Chefredakteur Ralf Vielhaber
Vor dreizehn Jahren schaffte es die Entbürokratisierung als Ziel in den Koalitionsvertrag der ersten großen Koalition. Kanzlerin Angela Merkel erklärte ihn zur Chefinnensache. Inzwischen wurde er längst ins Reich der Märchen verbannt wurde, erzählt Fuchsbriefe Chefredakteur Ralf Vielhaber.
  • Fuchs plus
  • Die Majors im Überblick

Der Euro hinkt hinterher

Dollar und Yen zeigen im Vergleich zum Euro eine bessere Performance. Copyright: Picture Alliance
Während in der Eurozone die Euphorie über Konjunktur und Zinsentwicklung langsam schwindet, wird die Dollar-Stärke momentan lediglich vom eigenen Präsidenten ausgebremst. Die Geldpolitik Japans kurbelt indes kräftig die Binnennachfrage an.
Neueste Artikel
  • Hauptstadt-Notizen vom 23. April 2018

Haushaltskürzungen geplant

Die EU-Kommission wird am 2. Mai voraussichtlich einen Sparhaushalt für 2021 bis 2027 vorlegen. Die bisherigen Vorstellungen von Haushaltskommissar Günther Oettinger, den Ausfall Großbritanniens nach dem Brexit durch Mehrzahlungen der verbleibenden Mitgliedsländer auszugleichen, hat angesichts des Widerstandes der Mehrheit der Mitgliedsländer vorerst keine Chance mehr. Das bedeutet für den Agrar- und den Kohäsionsfonds eine Kürzung um bis zu 6% oder rund 10 Mrd. Euro p.a.
  • Fuchs plus
  • „Drahtesel“ als steuerliche Betriebsausgaben

Fahrräder sind für den Fiskus Kraftfahrzeuge

Fahrräder können betrieblich genutzt werden. Sie werden dabei steuerlich wie Kraftfahrzeuge behandelt. Deshalb haben Sie die Wahl zwischen einem Fahrtenbuch oder der 1%-Regelung.
  • Fuchs plus
  • Wachstumsaussichten sind international stabil

Gute-Laune-Nachrichten vom 23. April 2018

Die politischen Krisen wie in Syrien oder die Angst vor einem Welthandelskrieg verlieren an Bedeutung. Die Konjunkturdaten weisen nach wie vor auf eine stabile Aufwärtsentwicklung hin.
Zum Seitenanfang