Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
613
Donald Trump lässt sich einhegen

USA: Ein Konflikt als gute Nachricht

Allmählich setzen sich die Gemäßigten in Trumps Umfeld durch: Stabschef John Kelly (r) im Gespräch mit Jared Kushner (l). © picture alliance / AP Images
Im Weißen Haus haben sich ein paar grundlegende Dinge geändert. Das könnte künftig auch die bisher konfuse Politik des Präsidenten positiv beeinflussen.
In den USA bahnt sich ein neuer Konflikt an, in den das Weiße Haus verwickelt ist. Donald Trump (Präsident) gegen Steve Bannon (Ex-Präsidentenberater). Mit Bannons Entlassung sind jetzt die wichtigsten Protagonisten der Abschottung, des Protektionismus, des Handelskriegs und des Mauerbaus aus dem engsten Kreis der White House-Berater heraus. Um Stabschef John Kelly bildet sich ein gemäßigtes Machtzentrum heraus. Dazu gehören Jared Kushner, Ivanka Trump und andere im „Westflügel“. Es wurde vom Hardliner Bannon immer als „Wall Street Lobby“ oder Democrats beschimpft. Kelly verdrängte vor Bannon schon den aggressiv argumentierenden Anthony Scaramucci vom Posten des Kommunikationsdirektors. Das Weiße Haus muss sich dennoch auf heiße Zeiten einrichten. Bannons rechte Webseite Breitbart News kündigte bereits „Krieg“ an. Gegner ist angeblich die linke amerikanische Presse. Rücksichten meint Bannon nun nicht mehr nehmen zu müssen. Aber natürlich richtet sich das auch gegen den Präsidenten. Denn der hat mit dem Rauswurf Bannons Eitelkeit gekränkt. Bannon wird den Säbel herausholen, wenn Trump durch weitere Abweichungen von seinen einstigen Wahlversprechen auffällt. Wenn China also in Sachen Nordkorea einlenkt, hat es bspw. keine Strafzölle verdient. Trump wird dies als konsequente Fortsetzung seines gegenteiligen Wahlversprechens preisen. Bannon aber würde die Chinesen unter allen Umständen abstrafen wollen. Weil das gut in seine absurde Handelspolitik passt: Abschotten, Autarkie, America first, Kohle & Stahl wieder aus Ohio-Kentucky und Umgebung. Das könnte den Präsidenten noch näher zum West Wing der Kushner-Truppe treiben. Wenn Bannon die „einmalige Größe“ des Donald Trump fortan in Frage stellt, wird er zum Feind. Auf diesen Konflikt dürfen wir jetzt wohl bauen – mit vielen deftigen Varianten.

Fazit: Damit bestätigt sich unsere Erwartung, dass sich Donald Trump einhegen lässt. Denn am Ende will er nicht als GröLiP (Größter Loser im Präsidentenamt) in die Geschichte eingehen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Weberbank Aktiengesellschaft | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Weberbank Aktiengesellschaft: Europa im Anlage-Fokus

Die Weberbank erhält in der Gesamtwertung die Auszeichnung »Gut«.
„Exzellent beraten", möchte wohl jeder Kunde werden. Doch Exzellenz ist ein äußerst rares Gut. Im Beratungsgespräch bei der Weberbank blitzte davon immer wieder etwas auf. Doch für eine exzellente Gesamtbenotung muss die Bank in der Vermögensstrategie noch ordentlich nachlegen.
  • Fuchs plus
  • Hauck & Aufhäuser Privatbankiers | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Hauck & Aufhäuser Privatbankiers: Zu viel Schublade

Hauck & Aufhäuser erhalten in der Gesamtwertung das rating »Befriedigend«.
Private Banking lebt von Individualität. Hier dürften sich alle Privatbankiers einig sein, auch Hauck & Aufhäuser werden da mit dem Kopf nicken. Dann sollte dieser Anspruch allerdings auch für den Kunden sichtbar werden.
  • Fuchs plus
  • Geldpolitik unter Einbeziehung der Vermögenspreise

Die Fed hat einen neuen Feldversuch laufen

Fed-Chef Jerome Powell Copyright: Picture Alliance
Fed-Chef Jerome Powell überraschte die Märkte am Mittwoch mit einem Zinsausblick, der auf weniger Zinsschritte der US-Notenbank hindeutet. Doch die entscheidende Botschaft seiner Rede war eine andere.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bank Julius Bär Europe AG | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Bank Julius Bär Europe AG: Hier ist nicht der Bär los

Die Bank Julius Bär Europe AG erhält in der Gesamtwertung das rating »Das weite Feld«.
Das erleben wir durchaus öfter bei unseren Markttests: Auf eine gute mündliche Beratung folgt eine dürftige schriftliche Vorstellung. Julius Bär Europe reiht sich da ein. Man bindet uns zwar keinen Bären auf; aber der Bär los ist mit dieser Gesamtleistung gewiss nicht.
  • Fuchs plus
  • Anlageklasse mit ordentlichen Kapitalrenditen

In Forderungen anlegen

Aktien sind in einer turbulenten Phase, Anleihen bringen keine Rendite oder sind hoch risikobehaftet, Festgeld muss quasi zinslos angelegt werden. In dieser Phase sollten erfahrene Anleger mit ihrem Vermögensverwalter über eine alternative Anlageklasse reden.
  • Fuchs plus
  • Eigentumswohnung als Immobilienanlage

Risiken und Stressszenarien beim Kauf von Eigentumswohnungen

Eigentumswohnungen sind insbesondere für Anleger mit nicht ganz so tiefen Taschen eine alternative Anlagemöglichkeit in Wohnimmobilien. Wer sich dazu entscheidet, sollte einige kritische Punkte im Blick haben.
Zum Seitenanfang