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Zinserhöhungen in den USA

USA: Wachstumsschätzungen auf dünnem Eis

Die FED spricht mal wieder in Rätseln. Und auch die US-Administration gibt der Öffentlichkeit Rätsel auf. Wir lösen sie auf.
Derzeit werden die Aussagen der US-Währungshüter auf der Goldwaage gewogen, um die Neigung zu weiteren Zinserhöhungen abzuschätzen. Aktuell stehen „several policy makers (who) wanted to begin unwinding the Fed's balance sheet in a couple of months“ „some who wanted to hold off until later in the year“ gegenüber. Laut Wörterbuch sind sowohl „some“ als auch „several“ mit „einige“ zu übersetzen – wobei „several“ auch „etliche“ heißen kann, während „some“ ausdrücklich mehr als „few“ meint. Das neue FOMC-Protokoll macht uns nicht wirklich klüger. Die Einschätzung der Lage im Beige Book hat sich nicht geändert. Das Wachstum wird mit „modest to moderate“ (bescheiden bis mäßig) umschrieben. Das entspricht den laufenden Konjunkturzahlen: Die weicheren Daten wie die Einkaufsmanager-Indizes sind positiv. Die Auftragseingänge aber sind rückläufig. Der Arbeitsmarkt liefert widersprüchliche Signale: Die Zahl der Jobs stieg mit einem Zuwachs um 222.000 zuletzt stärker als erwartet: Der Konsens lag bei 170.000. Trotzdem überraschte die Arbeitslosenquote negativ mit 4,4% statt 4,3% (Konsens). Zudem bleibt der Trend der Löhne unverhältnismäßig schwach. Das wiederum bremst die Konsumausgaben. Aber auch die Regierungslinie bleibt unklar. Weder die Steuerreform noch die Neufassung der Krankenversicherung kommen voran. Es droht mittlerweile sogar wieder ein „shut-down“, ein Ausgabenstopp für staatliche Einrichtungen, weil die Obergrenze der Verschuldung in Reichweite ist. Damit stehen die optimistischen Wachstumsschätzungen auf sehr dünnem Eis.

Fazit: Mehr als eine weitere Zinserhöhung ist für das laufende Jahr bereits unwahrscheinlich geworden.

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