Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
331
Nächstes Mal wieder Wirtschaftspolitik

Wahl zwischen Konzernen und Mittelstand

Wirtschaftspolitik wird die nächste Legislaturperiode stärker prägen. Doch es gibt zwei widerstreitende Denkschulen. Welche sich durchsetzt, hängt vom Koalitionspartner der Union ab.
Wirtschaftspolitik wird die nächste Legislaturperiode stärker prägen als die zu Ende gehende. Die Sozialpolitik wird dahinter zurücktreten. Zumal zusätzliche finanzielle Belastungen durch die äußere und innere Sicherheitslage, die Bildungsmisere, die Integrationskosten und den Infrastrukturausbau einzukalkulieren sind. Zwei Denkschulen werden – je nach kommender Regierungskoalition – miteinander ringen. Einerseits die industriepolitischen Vorstellungen der SPD, die sich vorwiegend an den Interessen der Großunternehmen und Gewerkschaften orientieren. Dagegen steht eine Mittelstandspolitik á la FDP und Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU (MIT). Die Wirtschaftspolitiker in den Parteien geben allerdings nicht selbst die Linien vor. So sehr sich auch Carsten Linnemann und die MIT oder Christian Lindners FDP etwas anderes wünschen, den Ton werden BDI, BDA und DGB angeben. Sie sind gegenüber der Regierung nach aller Erfahrung durchschlagskräftiger – selbst im Falle einer Großen Koalition. Angela Merkel wird als wiedergewählte Kanzlerin mit beiden Schulen klarkommen. Für sie geht es nur darum, die Finanzierbarkeit sicherzustellen. Eine wirtschaftspolitische Grundüberzeugung geht ihr ab. Ihr liegt insbesondere die Stabilisierung der Autoindustrie am Herzen (Schutz vor zu hohen Auflagen, Regressansprüchen oder Fahr- und Zulassungsverboten) sowie der Ausbau der Infrastruktur und die Digitalisierung. Unstrittig ist der Verzicht auf Steuererhöhungen. Auch Entlastungen wird es geben. Die Frage ist nur, ab wann der Solidaritätsbeitrag entfällt: schon 2020 auf einen Schlag oder schrittweise. Sicher ist, dass die Sozialabgaben steigen – gleich in welcher Konstellation.

Fazit: Wirtschafts- und Industriepolitik rücken in der 19. Legislaturperiode in den Vordergrund. Ob dabei mehr für den Mittelstand abfallen wird, hängt von der künftigen Regierungskoalition ab.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Capital Bank - GRAWE Gruppe AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Mehr erwarten – und bekommen

Die Capital Bank - GRAWE Gruppe AG hat die grüne Ampel redlich verdient.
Es passiert nicht oft, dass man sich als Kunde von Anfang bis Ende bei einer Bank oder einem Vermögensberater gut aufgehoben fühlt. Wenn es dann passiert, ist es einfach nur angenehm. Es fällt entsprechend schwer, etwas Nachteiliges über die Beratung durch die Capital Bank zu finden. Wenn überhaupt, dann hat uns hier und da der etwas ausufernde Smalltalk durch einen der Berater gestört. Doch am Ende zählt das Ergebnis – und das überzeugt.
  • Fuchs plus
  • Bankhaus Bauer AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Vieles richtig gemacht

Das Bankhaus Bauer hat die grüne Ampel verdient.
Das Bankhaus Bauer sieht sich „als Art Nischenanbieter mit einem hohen Fokus auf kundennahe und höchstindividuelle Beratung und einer sehr guten Expertise im Bereich der Vermögensverwaltung". Ein hoher Anspruch – dem die Bank mit einem guten Eingehen auf unsere Vorkenntnisse und Wünsche gerecht wird. Ein ärgerlicher Mangel führt dann aber dazu, dass die Bank nicht noch besser bewertet werden kann.
  • Fuchs plus
  • HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Beeindruckend transparent, überzeugend in der Beratung

HSBC Trinkhaus & Burkhardt AG hat sich die grüne Ampel redlich verdient.
Überzeugende Evaluation, guter Anlagevorschlag. HSBC Trinkaus & Burkhardt hat uns mit einer Top-Leistung beeindruckt.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • VP Bank AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Schriftlich hervorragend, aber nicht immer empathisch

Die VP Bank hat die grüne Ampel verdient.
„Spielend leicht" will die VP Bank AG die Vermögensanlage für Ihre Kunden machen. An sieben internationalen Standorten reklamiert sie für sich, regionale Verankerung mit internationaler Präsenz zu verbinden. So will sie ihren Kunden den Zugang zu Märkten in allen Teilen der Welt erschließen und ihre Anleger voranbringen. Tatsächlich erleben wir eine fachlich ansprechende Beratung. Doch tut sie sich im Beratungsprozess schwer, auf die Persönlichkeit des Kunden einzugehen.
  • Fuchs plus
  • Finanzverwaltung passt Auffassung zur Schenkungsteuer an

Gemischte Schenkung einfacher

Die Berechnung der Schenkungsteuer wurde angepasst. Dadurch wird die Ermittlung der Bemessungsgrundlage einfacher.
  • Fuchs plus
  • Arbeitgeber dürfen für Streikbruch bezahlen

Statt streiken zusätzliche Prämie kassieren

Arbeitgeber dürfen eine Streikbrecher-Prämien zahlen. Copyright: Picture Alliance
Die Gewerkschaft Verdi plante einen Streik - da kam die Geschäftsführung des städtischen Klinikums Brandenburg/Havel daher und bot den Mitarbeitern, die an zwei Tagen im Juni 2018 arbeiten wollten,100 Euro Prämie, wenn sie beim Streik nicht mitmachen. Die Gewerkschaft tobte, rechtlich nicht zu beanstanden, sagt jetzt das Bundesarbeitsgericht.
Zum Seitenanfang