Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
295
Nächstes Mal wieder Wirtschaftspolitik

Wahl zwischen Konzernen und Mittelstand

Wirtschaftspolitik wird die nächste Legislaturperiode stärker prägen. Doch es gibt zwei widerstreitende Denkschulen. Welche sich durchsetzt, hängt vom Koalitionspartner der Union ab.
Wirtschaftspolitik wird die nächste Legislaturperiode stärker prägen als die zu Ende gehende. Die Sozialpolitik wird dahinter zurücktreten. Zumal zusätzliche finanzielle Belastungen durch die äußere und innere Sicherheitslage, die Bildungsmisere, die Integrationskosten und den Infrastrukturausbau einzukalkulieren sind. Zwei Denkschulen werden – je nach kommender Regierungskoalition – miteinander ringen. Einerseits die industriepolitischen Vorstellungen der SPD, die sich vorwiegend an den Interessen der Großunternehmen und Gewerkschaften orientieren. Dagegen steht eine Mittelstandspolitik á la FDP und Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU (MIT). Die Wirtschaftspolitiker in den Parteien geben allerdings nicht selbst die Linien vor. So sehr sich auch Carsten Linnemann und die MIT oder Christian Lindners FDP etwas anderes wünschen, den Ton werden BDI, BDA und DGB angeben. Sie sind gegenüber der Regierung nach aller Erfahrung durchschlagskräftiger – selbst im Falle einer Großen Koalition. Angela Merkel wird als wiedergewählte Kanzlerin mit beiden Schulen klarkommen. Für sie geht es nur darum, die Finanzierbarkeit sicherzustellen. Eine wirtschaftspolitische Grundüberzeugung geht ihr ab. Ihr liegt insbesondere die Stabilisierung der Autoindustrie am Herzen (Schutz vor zu hohen Auflagen, Regressansprüchen oder Fahr- und Zulassungsverboten) sowie der Ausbau der Infrastruktur und die Digitalisierung. Unstrittig ist der Verzicht auf Steuererhöhungen. Auch Entlastungen wird es geben. Die Frage ist nur, ab wann der Solidaritätsbeitrag entfällt: schon 2020 auf einen Schlag oder schrittweise. Sicher ist, dass die Sozialabgaben steigen – gleich in welcher Konstellation.

Fazit: Wirtschafts- und Industriepolitik rücken in der 19. Legislaturperiode in den Vordergrund. Ob dabei mehr für den Mittelstand abfallen wird, hängt von der künftigen Regierungskoalition ab.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2018, Oddo BHF, Beauty Contest und Investmentkompetenz

Ein Highlight im Stiftungsmanagement

Die Oddo BHF zeigte im Markttest Stiftungsvermögen 2018 eine insgesamt gesehen sehr gute Leistung.
Oddo BHF hat bereits die Vorrunde mit Bravour bestanden. Doch im Beauty Contest und bei der Investmentkompetenz hat die Bank noch etwas nachzulegen.
  • Fuchs plus
  • avesco Financial Services AG , Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Von einem Haus das auszog, alles anders zu machen

Avesco Financial Services AG verdient die weiße Ampel.
Was macht man mit einem Vermögensberater, der nicht am Kapitalmarkt investiert? Ganz einfach: Man betrachtet ihn als interessante Alternative zu herkömmlichen Häusern und lernt jede Menge. Und auch wenn wir am Ende keinen üblichen Anlagevorschlag serviert bekommen, hat uns die Beratung in weiten Teilen überzeugt.
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit der Finanzoo GmbH

Empfehlung: Verbio

Wer auf ein nachhaltiges Investment setzen möchte, der nimmt die Aktie von Verbio in Augenschein. Der Biostromerzeuger kann sich sehen lassen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Schadensvertrag muss sorgfältig aufgezogen werden

Präzise Vertragspunkte erforderlich

Verträge über Schadenshaftung müssen in einem Kaufvertag sorgfältig definiert sein. Sonst sind sie zu Unrecht abgeschlossen worden. So entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf.
  • Fuchs plus
  • Russland setzt auf Wind- und Sonnenstrom

Moskau steigt in großem Stil in den Ausbau Erneuerbarer Energien ein

Russland setzt auf Wind- und Sonnenstrom.
Russland leitet die Energiewende ein. Das rohstoffreiche Land setzt künftig stärker auf Wind- und Sonnenstrom. Moskau gibt den Vorrang der Gas- und Ölindustrie auf und verfolgt ehrgeizige Ausbauziele. Daraus erwachsen langfristig große Chancen für deutsche Unternehmen.
  • Fuchs plus
  • Deutsche Oppenheim Family Office AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Groß und (trotzdem) Spitze

Die Deutsche Oppenheim Family Office AG hat die grüne Ampel verdient.
Größe muss nicht unbedingt mit Qualität korrelieren. Umso besser, wenn man sich wie im Fall der Deutschen Oppenheim bereitwillig eines Besseren belehren lässt. Uns überzeugt vor allem das offene, vielschichtige und tiefgehende Gespräch in Frankfurt. Das sucht seinesgleichen.
Zum Seitenanfang