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1988
Iberische Halbinsel: Chancen durch chinesische Investitionen und grüne Energien

Portugal und Spanien: Aufbruch in eine neue Ära mit China als Partner

Die iberischen Länder Portugal und Spanien intensivieren ihre Beziehungen zu China, sehen darin große Chancen und profitieren von Investitionen in die Autoindustrie und grüne Energien. Während Pedro Sánchez für neue Deals nach China reist, baut Portugal auf historische Verbindungen und den Beitritt zur "neuen Seidenstraße". Billige Produktionskosten und neue Batteriefabriken bieten der Region spannende Möglichkeiten.

Die portugiesische und spanische Regierung, welche die Iberische Halbinsel repräsentieren, setzen massiv auf chinesischen Import und Investitionen.

Portugal und China sind alte Freunde und Handelspartner

Der chinesische Botschafter kündigte auf der vom portugiesischen Verband des Automobilsektors (ARAN) organisierten Konferenz "Together, We Create the Future - Together, Leading the Way", dass sein Land in die dortige Automobilindustrie investieren könnte. Wo Deutsche Gefahren sehen, erspähen Portugiesen und Spanier enorme Chancen. Der spanische Präsident Pedro Sánchez reiste gerade zum vierten Mal während seiner Amtszeit nach China, um weitere Deals für sein Land auszuloten.

Die Sympathien für Spanien steigen dort, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch, weil Sánchez sich international als Kriegsgegner und Trump-Kritiker profiliert. Die Beziehungen zwischen Portugal und China  werden dagegen vor allem durch die alte portugiesische Kolonie Macau geprägt. China investiert bereits seit langem in Infrastruktur und Energie auf der Iberischen Halbinsel, während Portugal als erstes westeuropäisches Land dem neuen chinesischen Transportnetz, der "neuen Seidenstraße", beitrat.

Billig-Produktionsstandort der internationalen Autoindustrie

Die Iberische Halbinsel ist seit Jahrzehnten der klassische Billig-Produktionsstandort der internationalen Autoindustrie. Sie ist zudem enorm vom Klimawandel betroffen und setzt deswegen massiv auf grüne Energien. Diese sind jetzt schon ein Standortvorteil, was auch Botschafter Yang Yirui bei seiner Rede in Portugal unterstrich: "China verfügt dagegen über große Erfahrung bei der Herstellung von kompletten Fahrzeugen, Batterien und intelligenten Systemen", was eine perfekte Kombination für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern darstelle.

Beim iberischen Nachbarn Spanien entstehen gerade chinesische Batteriefabriken zu diesem Zweck. Sie sollen die Infrastruktur sichern, wenn die deutsche Autoindustrie eventuell schrumpft. Für die KMU der Zulieferindustrie dort bedeutet das Chancen und Herausforderungen. In Portugal ist Volkswagen in Palmela bisher die Nr.1 im Land. Ab 2027 ist sort die Produktion des Elektroautos VW ID.1 geplant. Die Löhne in Portugal sind immer noch deutlich niedriger als in Deutschland und sie sind auch niedriger als in Spanien, womit auch der Wettbewerb unter den Nachbarn steigt.

China löst Deutschland als Spitzenreiter in der Automobilbranche ab und die Iberische Halbinsel will darunter nicht leiden, das zeigte auch die Konferenz in Portugal, die genau das zum Motto hatte: den Aufstieg Chinas zu einer neuen Supermacht in der Automobilindustrie.
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