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Nahost-Konflikt bewegt Erdgaspreise

Preisrückgang durch Deeskalation

© cirquedesprit/Fotolia
Die Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahost-Konflikt lässt europäische Erdgaspreise stark sinken. Der TTF-Terminkontrakt fiel nach Bekanntgabe einer Waffenruhe um über 12%. Europäische Gasspeicher füllen sich langsam, während LNG-Ausfuhren aus Qatar wieder anziehen.

Die Hoffnung auf eine Entspannung der Lage im Nahen Osten ließ den Preis für europäisches Erdgas kräftig einbrechen. Der richtungsweisende Terminkontrakt TTF für europäisches Erdgas zur Auslieferung in einem Monat rauschte in den ersten Handelsminuten nach Bekanntgabe einer Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und Iran um über 12% nach unten. Zuletzt wurde der Terminkontrakt zu 35,40 Euro je MWh gehandelt. Am Vortag lag er noch bei etwa 41 Euro. Inzwischen notiert europäisches Erdgas wieder etwa auf dem Niveau zu Beginn des Kriegs (13. Juni). 

Sorgen vor Eskalation im Nahost-Konflikt

In den letzten Handelstagen trieben die Öl & Gasnotierungen wegen der Sorgen um eine Eskalation des Krieges mit einer möglichen Blockierung der Meerenge von Hormus nach oben. Die Meerenge von Hormus ist eine wichtige Transportroute für Flüssiggas. Zwar wird das Gros des Gases, welches diese Stelle passiert, nach Asien geliefert. Aber Engpässe und höhere Preise auf dem asiatischen Markt haben auch im europäischen Gashandel ihre Spuren hinterlassen. Denn beide Regionen konkurrieren um einen begrenzen Anteil der globalen Versorgung mit Flüssiggas.

Hoffnung auf Deeskalation

Angesichts der nun wieder wachsenden Hoffnung auf eine Deeskalation des Nahost-Konflikts werden sich die Händler nun wieder darauf konzentrieren, die europäischen Gasvorräte wieder aufzufüllen. Dazu sollen die steigernden Lieferungen aus den USA beitragen. Die europäischen Gasspeicher waren zuletzt zu rund 56% gefüllt. Das sind rund 20% unter dem Vorjahresniveau. 

Für eine weitere Entspannung am Gasmarkt könnte eine Erholung der LNG-Ausfuhren aus Qatar sorgen. Diese dürften laut einer Studie des Analysehauses Kepler diese Woche wieder anziehen, nachdem in der Vorwoche ein Rückgang zu verzeichnen war. Dies dürfte auf entsprechende Vorsichtsmaßnamen von Reedereien aufgrund der Sorgen vor einer Schließung der Straße von Hormus zurückzuführen sein.

Fazit: Mit der Entspannung im Nahost-Konflikt zeichnet sich auf auf dem europäischen Gasmarkt nun Preisdruck ab. Kommt es nicht erneut zu einer Verschärfung der Lage im Nahen Osten, dürfte der Gaspreis weiter sinken. Mit einem Faktor Optionsschein Short auf Natural Gas (Beispiel ISIN: DE 000 SJ7 53B 2, keine Laufzeit, Faktor 4) können Anleger von weiteren Preisrückgängen profitieren.

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